Wischprofi Hartboden

Dreame L50s Pro Ultra Test

Staubbeutel · 0,25 l · Ladend · Mop washing · 75 dB
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Unser Testergebnis

Testsieger
Saugroboter
Gut (5.1)
Dreame L50s Pro Ultra
07/2026
Einzelergebnisse
App & Funktionen :
5.5
Handhabung:
6.0
Saugleistung :
4.5
Navigation:
4.8

Unser Test-Fazit

Der Dreame L50s Pro Ultra überzeugt vor allem auf Hartböden. Frischen Schmutz wie Kaffee oder Ketchup wischt er sauber weg, und mit rund 56 Dezibel arbeitet er angenehm leise. Die schmale Station nimmt fast die komplette Wartung ab: Sie leert den Staub, füllt Wasser nach und wäscht die Pads mit heißem Wasser. Auch der Umgang mit Haaren und die umfangreiche App gefallen. Zwei klare Schwächen trüben das Bild: Auf Teppich enttäuscht die Saugleistung deutlich, und die Wischpads lassen sich nicht in der Station ablegen, was auf Teppich ein Verfärbungsrisiko birgt. Ideal für Wohnungen mit Parkett oder Laminat.

Vorteile

  • Gute Wischleistung Kaffee und Ketchup entfernt er sauber im Alltag
  • Angenehm leise Nur rund 56 dB, Fernsehen nebenher kein Problem
  • Pflegeleichte Station Leert Staub, füllt Wasser und wäscht Pads selbst
  • Stark bei Haaren Doppelbürste zieht Haare ein ohne Verwicklungen

Nachteile

  • Schwach auf Teppich Saugleistung bleibt hier deutlich hinter Erwartung
  • Pads bleiben dran Kein Ablegen, Verfärbungsrisiko auf Teppichen

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Dreame L50s Pro Ultra im Test: Zaghafte Evolution oder echter Rückschritt?

Mit dem L50s Pro Ultra schickt Dreame den Nachfolger des beliebten L40s Pro Ultra ins Rennen. Das Mittelklasse-Modell ist von der Ausstattung her unterhalb der X-Reihe angesiedelt, kostet dafür aber auch deutlich weniger. Auf dem Papier klingt das nach einem soliden Update – doch im Test zeigt sich schnell: Nicht alles, was neu ist, ist auch besser. An einer entscheidenden Stelle macht der L50s Pro Ultra sogar einen Schritt zurück. Wir haben den Saugroboter ausführlich getestet und verraten, für wen sich der Kauf lohnt – und welche Alternative aktuell die klügere Wahl sein könnte.

Schicke Station, bekanntes Design – und ein kurioser Rückschritt

Die Basisstation ist auf den ersten Blick kaum vom L40s Pro Ultra zu unterscheiden. Mattes Anthrazit-Schwarz, dazu ein goldener Akzent, der sich mittig über die Front zieht – wahlweise gibt es das Ganze auch in Weiß. Beide Varianten machen optisch einiges her. Besonders praktisch: Mit rund 34 Zentimetern Breite ist die Station vergleichsweise schmal und passt dadurch auch in Nischen, in denen andere Docks keinen Platz finden würden.

Der Roboter selbst misst etwa 35 mal 35 Zentimeter und ist 10,38 Zentimeter hoch. Mit diesen fast elf Zentimetern und dem fest verbauten Sensorturm passt er allerdings nicht unter flache Möbel – unser Ikea-Schrank blieb im Test tabu. Auch optisch erinnert der Saugroboter stark an seinen Vorgänger.

Zur Ausstattung gehört wieder eine ausfahrbare Seitenbürste, mit der der Roboter besser in Ecken und Kanten kommt. Auch das Wischpad wird beim Wischen zur Seite ausgefahren, um Leisten gründlicher zu reinigen – allerdings längst nicht so weit wie beim neuen Dreame X60, der sein Wischpad um 18 Zentimeter ausfahren kann und eine eigene Funktion für die Ecken- und Kantenreinigung im Menü mitbringt.

Beim Thema Wischpads offenbart sich dann auch das größte Downgrade des neuen Modells: Der L50s Pro Ultra kann seine Wischpads nicht mehr in der Station zurücklassen. Das ist kaum nachvollziehbar, denn sowohl der Vorgänger als auch der X60 beherrschen genau das. Wer empfindliche Teppiche hat, wird diese Funktion schmerzlich vermissen – dazu später mehr.

Die Einrichtung läuft klassisch über die App und einen QR-Code am Gerät und funktioniert reibungslos. Das Kartieren der Wohnung ist nach nicht einmal fünf Minuten abgeschlossen – und das, obwohl der Roboter gar nicht alle Ecken abgefahren ist. Das integrierte KI-System leistet hier ganze Arbeit.

Leise unterwegs, aber der Turm bleibt oben

Einmal eingerichtet, fährt der L50s Pro Ultra angenehm ruhig durch die Wohnung. Die Lautstärke ist für die gebotene Saugkraft bemerkenswert niedrig: Selbst beim starken Saugen und im Clean-Genius-Modus haben wir nur rund 56 Dezibel gemessen – ein Pegel, bei dem man nebenbei problemlos telefonieren oder fernsehen kann.

Bei der Navigation setzt Dreame auf die bewährte Kombination aus Lasersensor, KI-gestützter Hinderniserkennung und Kamera. Den Sensorturm kann der Roboter allerdings nicht absenken. In der Praxis zeigt sich ein gemischtes Bild: Die meisten Hindernisse hat der L50s Pro Ultra richtig gut erkannt und sauber umfahren – sogar auf Hochflor-Teppich kurvte er zuverlässig um Gegenstände herum, woran viele andere Roboter scheitern. Mit kleineren oder sehr flachen Gegenständen tut er sich dagegen nach wie vor schwer und hat unseren künstlichen Hundehaufen seitlich angefahren. Gegenüber dem L40s Pro Ultra hat sich bei der Hinderniserkennung insgesamt wenig getan – der spürbarste Fortschritt ist die bessere Orientierung auf Hochflor.

Ernüchternd fällt der Blick auf das EasyLeap-System aus. Dreame verspricht, dass der Roboter damit in zwei Stufen Hindernisse von bis zu vier Zentimetern überwindet. In unserem Test schaffte er 1,8 Zentimeter – und das nur mit Anlauf. Auch an Teppichkanten braucht er manchmal zwei Versuche. Damit bleibt er auf dem Niveau des Vorgängers, was durchaus überrascht. Zum Vergleich: Der X60 meistert Hindernisse von bis zu fünf Zentimetern Höhe.

Reichen 11.000 Pascal mehr? 

Getestet haben wir nach unserem gewohnten Schema: jeweils 30 Gramm Haferflocken auf Parkett, Mittelflor- und Hochflorteppich, dazu die Ecken- und Kantenreinigung und zum Schluss der Wischtest.Auf Parkett war das Ergebnis für diese Preisklasse in Ordnung. Der Großteil der Haferflocken verschwand im Staubbehälter, nur vereinzelte Flocken blieben zurück, weil die Seitenbürste sie weggeschubst hatte. Die Ecken- und Kantenreinigung war gut und für den Alltag absolut ausreichend. Beim Härtetest mit 30 Gramm Katzenstreu blieben lediglich vereinzelte Krümel liegen.

Auf dem Teppich wird es dann kritisch: Sowohl auf Mittelflor als auch auf Hochflor blieben nach dem Durchgang auffällig viele Haferflocken liegen. Das Ergebnis konnte uns nicht überzeugen und deckt sich mit dem des L40s Pro Ultra aus dem Vorjahr – und das, obwohl der L50s Pro Ultra auf dem Papier 11.000 Pascal mehr Saugkraft mitbringt. Wie schon beim Vorgänger empfehlen wir, auf Teppich unbedingt die Seitenbürste zu aktivieren, um die volle Leistung auszunutzen. Wir haben den Test zur Sicherheit auch im Clean-Genius-Modus wiederholt, in dem das Gerät seine Leistung selbst anpassen soll. Das half allerdings nur minimal: Auf Teppich muss der Roboter zwei Mal ran – oder der Akku-Staubsauger übernimmt den Rest.

Als zusätzlichen Härtetest haben wir eine Handvoll Bügelperlen im Hochflorteppich verteilt – eine Disziplin, bei der die meisten Saugroboter komplett kapitulieren. Der L50s Pro Ultra holte fast die Hälfte der Bügelperlen aus dem Teppich – ein starkes Ergebnis und eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Für Haushalte mit viel Hochflor bleibt ein Akkustaubsauger als Ergänzung trotzdem sinnvoll.

Richtig überzeugt hat uns der Umgang mit Haaren: Hier zeigt die HyperStream-Doppelbürste ihre Stärken und kapituliert auch nach einer ganzen Ladung Haare nicht.

Kaffee und Ketchup? Kein Problem – nur die 100 Grad bleiben Theorie

Beim Wischtest haben wir frischen Kaffee, frischen Ketchup und festgetretene Erde auf dem Boden verteilt. Kaffee und Ketchup entfernte der L50s Pro Ultra problemlos und wirklich sauber – bei flüssigem Schmutz liefert er ein sehr gutes Ergebnis. Bei der festgetretenen Erde musste er dagegen zwei- bis dreimal drüberfahren. Bei hartnäckigem, eingetrocknetem Schmutz ist er also eher mittelmäßig, insgesamt funktioniert das Wischen aber zufriedenstellend. An Kanten fährt das rechte Wischpad leicht aus, um näher an die Wand zu kommen. Es sind zwar nur ein paar Millimeter statt mehrerer Zentimeter wie beim X60, aber das hilft, um Kanten sauber zu halten.

Ein Wort noch zu den beworbenen 100 Grad: Die beziehen sich auf die Selbstreinigung der Pads in der Station – nicht auf das, was auf dem Boden ankommt. Beim Wischen haben wir im Inneren des Roboters nur rund 37 Grad gemessen, an den Mopps selbst etwa 31 Grad, bei der Tiefenreinigung maximal 37 bis 38 Grad an den Pads. Heißes Wasser ist gut für die Hygiene der Wischpads, eine Heißwasser-Reinigung des Bodens sollte man aber nicht erwarten.

Die Station nimmt fast alle Arbeit ab

Die Basisstation kennen wir in ähnlicher Form schon von anderen Dreame-Modellen, und der Umgang ist wie gewohnt problemlos. Im Alltag erledigt sie fast alles von allein: Sie saugt den Staub automatisch in einen 3,2-Liter-Beutel ab, dosiert das Reinigungsmittel selbstständig und wäscht die Pads mit heißem Wasser. Der Frischwassertank fasst 4,5 Liter, der Schmutzwassertank 4 Liter – das Wasser muss also nur alle paar Tage gewechselt werden. Nach der Reinigung trocknet die Station die Pads mit warmer Luft, damit nichts müffelt oder schimmelt. Für die Trocknungszeit stehen drei Einstellmöglichkeiten in der App zur Verfügung.

Premium-App zum Mittelklasse-Preis

Bei der App profitiert man klar von der Erfahrung des Herstellers. Der Funktionsumfang ist groß und trotzdem übersichtlich: verschiedene Reinigungsmodi, Räume und Zonen, Zeitpläne und sogar Kamerazugriff auf den Roboter. Gesteuert wird wahlweise auch per Sprache über Siri, Alexa und Google Assistant. In Sachen App und Funktionsvielfalt spielt der Dreame klar auf Premium-Niveau – hier passt das Gesamtpaket zum Preis.

Unser Fazit: Solide Mittelklasse – aber der Geheimtipp heißt X50

Wie ordnen wir den neuen L50s Pro Ultra also ein? Gerade im Vergleich zum Vorgänger hätten wir etwas mehr erwartet. Ja, es gibt ein kleines Upgrade bei der Saugleistung und beim Umgang mit Hochflor-Teppichen – im Grunde ist es aber fast genau der L40s Pro Ultra aus dem Vorjahr. Dass der Roboter seine Wischpads nicht mehr in der Station zurücklassen kann, ist aus unserer Sicht ein klarer Rückschritt. Gerade für Haushalte mit teuren und empfindlichen Teppichen ist das ein echtes Gegenargument.

Wer das Budget hat, sollte eher zum deutlich besseren X60 Ultra Complete greifen – der ist um Welten stärker, kostet allerdings fast das Doppelte. Der eigentliche Geheimtipp ist aber der etwas ältere X50 Ultra Complete, der Vorgänger des X60. Der X50 Ultra Complete liefert die Top-Ausstattung eines 1.000-Euro-Geräts zum akutellen Preis eines Mittelklasse-Saugroboters – und wäre damit unsere klare Empfehlung.

Vergleichstabelle

Produktdetails

Design
Staubbehälter Typ
Staubbeutel
Produktfarbe
Weiß
Form
Rund
Energie
Laufzeit
113 min
Ladezeit
3,5 h
Leistung der Basisstation
600 W
Gewicht und Abmessungen
Höhe
103,8 mm
Breite
350 mm
Tiefe
350 mm
Gewicht
4,04 kg
Basisstation Abmessungen (B x T x H)
340 x 457 x 590 mm
Leistungen
Nasswischen
Ja
Staubkapazität (Staubsauger)
0,25 l
Fassungsvermögen Wassertank
0,08 l
Kapazität des Frischwassertanks (Basis)
4.5 l
Kapazität des schmutzwasserbehälters (Basis)
4 l
Selbstentleerender Staubbehälter
Ja
Automatische Rückkehr zur Basisstation
Ja
Funktionen der Basisstation
Ladend, Mop washing
Hinderniserkennung
Ja
Hindernisüberwindung bis zu
4 cm
Anzahl der Bürsten
3
Geräuschpegel
75 dB
Funktioniert mit Google Assistant
Ja
Funktioniert mit Amazon Alexa
Ja
Waschbarer Filter
Ja
Anhebbarer Wischmopp
Ja
Automatisches Mopptrocknen
Ja
Akku/Batterie
Akku-/Batteriekapazität
5200 mAh
Technische Details
Mop enthalten
Ja
Saugleistung
30000 Pascal
Laden...