Wisch-Champion

Dyson Spot+Scrub Ai Test

Beutellos · 0,25 l · Ladend · Purification · 0.3 l
(63)
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Unser Testergebnis

Saugroboter
Gut (5.5)
Dyson Spot+Scrub Ai
02/2026
Einzelergebnisse
App & Funktionen:
5.0
Handhabung:
6.0
Saug- & Wischleistung:
5.5
Navigation:
5.5

Unser Test-Fazit

Der Dyson Spot+Scrub Ai markiert Dysons Comeback im Saugroboter-Markt und überzeugt vor allem mit einer herausragenden Wischleistung. Kein anderer Roboter im Test wischte so schlierenfrei und gründlich. Die ausfahrbare Wischwalze mit Warmwasser arbeitet selbst um Stuhlbeine herum präzise. Auch das Design mit transparentem Staubbehälter und beutellosem Konzept ist ein Hingucker. Die App ist übersichtlich, aber noch nicht voll ausgereift. Schwächen zeigen sich bei der Hinderniserkennung, der locker sitzenden Hauptbürste und dem für die Preisklasse mageren Lieferumfang. Wer saubere Hartböden priorisiert und das markante Dyson-Design schätzt, erhält einen soliden Roboter.

Vorteile

  • Herausragend wischen Beste Wischergebnisse im Test, komplett schlierenfrei
  • Clevere Wischwalze Fährt seitlich aus und reinigt um Möbelbeine herum
  • Markantes Design Beutellose Station mit transparentem Behälter
  • Gute Saugleistung Solide auf Hartboden, KI-Nachreinigung inklusive

Nachteile

  • Schwache Erkennung Flache Hindernisse werden übersehen oder verschoben
  • Hoher Preis Wenig Zubehör und Features für die Preisklasse

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Dyson Spot+Scrub Ai im Test: Überzeugt Dysons Comeback bei den Saugrobotern?

Dyson ist vor allem für seine leistungsstarken Akku-Staubsauger bekannt – doch nun wagt sich der britische Hersteller erneut in den Markt der Saugroboter. Ein erster Versuch vor einigen Jahren war nicht sonderlich erfolgreich. Mit dem Dyson Spot+Scrub Ai startet das Unternehmen jetzt einen neuen Anlauf. Die Absaugstation des Roboters adaptiert das unverkennbare spektakuläre Design von Dyson. Ob der Roboter mit der starken Konkurrenz der überwiegend asiatischen Hersteller mithalten kann, haben wir im ausführlichen Test herausgefunden.

Design & Verarbeitung

Das Design des Dyson Spot+Scrub Ai ist ein super prägnantes Merkmal. Die Basisstation besteht aus drei Türmen, von denen einer der transparente Schmutzauffangbehälter ist. Das ist ein Konzept, das Dyson-Fans sofort wiedererkennen werden. Optisch macht die Station zweifellos viel her. Auf lange Sicht könnte der durchsichtige Kunststoff allerdings anfällig für Kratzer und Verfärbungen sein, was das gepflegte Erscheinungsbild trüben dürfte. Positiv zu vermerken ist dagegen, dass die Station komplett ohne Staubbeutel auskommt – ein praktischer und langfristig kostensparender Aspekt, der lästige Nachbestellungen überflüssig macht.

Dyson gibt an, dass der Schmutzauffangbehälter den Inhalt von bis zu 100 Reinigungstagen fassen kann. Aus praktischer Perspektive empfiehlt sich jedoch eine deutlich häufigere Leerung, schon allein um Geruchsbildung zu vermeiden. Die beiden Wassertanks der Station sind großzügig dimensioniert und bieten ausreichend Kapazität für das Wischwasser.

Der Roboter selbst ist mit einer Bauhöhe von 11 Zentimetern relativ hoch. Immerhin kommt er so ohne klassischen Radar-Turm aus. Den LiDAR-Sensor hat Dyson stattdessen in der Frontpartie untergebracht, gemeinsam mit Kameras, die mittels KI für die Hinderniserkennung verantwortlich sind. Ein gelungenes Detail sind die Dyson-typischen Farbakzente: Der transparente Staubbehälter hat einen lilafarbenen Deckel und auch die Seitenbürsten setzen farbige Akzente. Dieses Gestaltungsmerkmal unterscheidet den Roboter deutlich von der zumeist eintönig schwarzen oder weißen Konkurrenz.

Die Basisstation und der Roboter bilden eine schöne optische Einheit

Foto: Die Basisstation und der Roboter bilden eine schöne optische Einheit

Lieferumfang

Gemessen am Preis von rund 1.000 Euro fällt der Lieferumfang des Dyson Spot+Scrub Ai ziemlich dünn aus. Im Paket enthalten sind lediglich der Roboter sowie die Basisstation. Zubehör wie Reinigungsmittel oder Ersatzseitenbürsten sucht man vergeblich. Dabei verfügt die Station sogar über ein eigens integriertes Fach für Reinigungsmittel. Gerade in dieser Preisklasse wäre ein vollständigeres Zubehörpaket, etwa mit Ersatzbürsten, wünschenswert gewesen. Andere Hersteller im gleichen Preissegment zeigen, dass das durchaus möglich ist.

App & Kartierung

Die zugehörige App präsentiert sich funktional, wirkt in ihrer aktuellen Form aber noch nicht vollständig ausgereift. Aktuell sieht es eher wie eine frühe Version aus, bei der einzelne Funktionen noch auf ihre Freischaltung warten. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich gestaltet und verzichtet auf überladene Menüstrukturen, was die Bedienung angenehm unkompliziert gestaltet. Positiv fällt zudem die fehlerfreie deutsche Audioausgabe auf, die bei Geräten aus asiatischer Fertigung keine Selbstverständlichkeit ist. Für Einsteiger bietet Dyson ergänzend ein kostenloses Onboarding per Video-Call sowie integrierte Tutorials in der App an – ein Service, der in dieser Form selten ist und echten Mehrwert bietet.

Zu den verfügbaren Funktionen zählen unter anderem die Verwaltung mehrerer Grundrisse, das Einrichten von Reinigungsplänen, die Einsicht in die Reinigungshistorie sowie das Definieren von Sperrzonen. Nach jeder Reinigung erstellt die App eine sogenannte „Clean Map", auf der nachvollzogen werden kann, welche Bereiche in welcher Form gereinigt wurden – also ob trocken oder nass. Die Karten lassen sich in einer 2D- sowie einer vereinfachten 3D-Ansicht betrachten.

Die Kartierung selbst ist beeindruckend präzise, beansprucht jedoch spürbar mehr Zeit als bei vergleichbaren Modellen – der Roboter fährt mehrfach gezielt bestimmte Raumbereiche an, um diese eingehend zu erfassen. Auffällig ist allerdings, dass die fertige Karte trotz der Genauigkeit kaum Einrichtungsgegenstände abbildet: In unserem Test wurde neben den Wänden lediglich das Sofa erfasst. Teppiche wurden nicht als solche verzeichnet, obwohl der Roboter diese im Betrieb zuverlässig erkennt und sein Verhalten entsprechend anpasst. Dieses Defizit in der Kartenvisualisierung macht das Einrichten gezielter Reinigungszonen unnötig umständlich. Das ist ein Schwachpunkt, der sich mit einer überarbeiteten Software-Version beheben ließe.

Die App unterscheidet sich deutlich von den Apps anderer Hersteller

Foto: Die App unterscheidet sich deutlich von den Apps anderer Hersteller

Saugleistung

Bei der Saugleistung zeigt der Dyson Spot+Scrub Ai ein solides, wenngleich nicht überragendes Bild. Die angegebene Saugleistung von 18.000 Pa liegt für seine Preisklasse im unteren Bereich. Viele Konkurrenten bieten hier deutlich höhere Werte. In der Praxis bewegt sich der Roboter jedoch auf beiden getesteten Untergründen – Parkett und Hochflorteppich – gleichmäßig und problemlos. Erfreulich ist zudem, dass der Roboter die Saugkraft auf Teppichböden automatisch erhöht, um eine bessere Reinigungsleistung zu erzielen.

Im Saugtest mit auf dem Teppich verteilten Haferflocken hinterlässt der Spot+Scrub ein grundsolides Ergebnis: Der überwiegende Teil des Saugguts wird aufgenommen, einzelne Partikel verbleiben auf dem Teppich. Angesichts der vergleichsweise geringen Saugleistung ist das Resultat dennoch positiv zu bewerten. Bei der Eckenreinigung überzeugt der Roboter im Testparcours ebenfalls – wenngleich die fehlende Ausfahrmechanik der Seitenbürsten in engen Winkeln und nahe an Möbelstücken an Grenzen stößt. Mit Tierhaaren auf Teppichböden kommt der Spot+Scrub gut zurecht; Verhedderungen in den Seitenbürsten blieben im Test aus.

Erwähnenswert ist der von Dyson-Staubsaugern bekannte grüne Laser, der auch beim Spot+Scrub zum Einsatz kommt. Laut Hersteller ermöglicht er die Erkennung selbst feinster Verschmutzungen und soll dem Gerät zusätzlich helfen, zwischen trockenem und feuchtem Schmutz zu unterscheiden – und das Reinigungsverhalten entsprechend anzupassen. In der Praxis lässt sich dieser Effekt schwer beurteilen, der Laser sorgt jedoch zumindest dafür, dass Schmutzspuren auf hellen Böden deutlich sichtbarer werden.

Wischleistung

Der stärkste Auftritt des Dyson Spot+Scrub Ai zeigt sich bei der Wischfunktion. Im Test mit Ketchup lieferte der Roboter das bisher beste Wischergebnis, das in dieser Produktkategorie getestet wurde: keinerlei Schlierenbildung, keine Rückstände, eine konsequente und gleichmäßige Fleckenentfernung auf ganzer Fläche.

Dafür ist die Wischwalze verantwortlich, die der Roboter dynamisch nach links und rechts ausfahren kann. Das ist ein entscheidender Vorteil beim Reinigen rund um Stuhlbeine oder andere kleinteilige Möbelstücke. Zusätzlich arbeitet der Spot+Scrub mit warmem Wasser und reinigt die Walze aktiv während des Wischvorgangs, was die Reinigungseffizienz spürbar erhöht und Schmutzübertragungen auf dem Boden weitgehend verhindert. Im kombinierten Saug- und Wischmodus erkennt der Roboter zuverlässig verschiedene Bodenbeläge und hebt die Wischwalze auf Teppichflächen automatisch an, um Verunreinigungen zu verhindern.

Die Akkulaufzeit beträgt rund zwei Stunden – ein ausreichender Wert, der jedoch im Verhältnis zur eher langsamen Arbeitsgeschwindigkeit des Roboters betrachtet werden sollte.

Navigation & Hinderniserkennung

Bei der Navigation schlägt sich der Dyson Spot+Scrub Ai grundsätzlich ordentlich. Die Abdeckung des Raums ist systematisch, und der Roboter findet nach erledigter Reinigung zuverlässig den Weg zurück zur Basisstation. Beim Reinigungsstart benötigt er jedoch regelmäßig einen kurzen Moment zur Neuorientierung. Kleinere Veränderungen in der Raumkonstellation – etwa versetzte Möbelstücke – können ihn zeitweilig aus dem Konzept bringen. Deshalb fragt der Roboter auch häufiger aktiv nach, ob eine Neukartierung des Raums gewünscht sei. Das ist zwar nachvollziehbar, auf Dauer aber etwas nervig.

In unserem Hindernisparcours zeigten sich deutlichere Schwächen: Flach auf dem Boden liegende Bücher wurden nicht als Hindernisse erkannt und unter das Sofa geschoben. Auch andere Testobjekte blieben nicht unberührt. Trotz des beworbenen Systems aus 27 Sensoren und LiDAR-Technologie blieb die Hinderniserkennung in diesen Szenarien hinter den Erwartungen zurück. Eine Kletterfunktion für Türschwellen ist ebenfalls nicht vorhanden, was den Einsatz in Wohnungen mit vielen Schwellen einschränkt.

Als besonders kritisch erwies sich ein Vorfall während des Tests: Beim Anfahren auf einen Teppich verlor der Roboter seine Hauptbürste samt Halterung. Die Befestigung ist vergleichsweise locker und der Roboter erkannte die herausgefallene Bürste auch nicht als Hindernis. Er fuhr stattdessen dagegen. Im Vergleich dazu ist die Wischwalze deutlich solider und durchdachter integriert. Dieser Qualitätsunterschied innerhalb desselben Geräts ist auffällig und nicht wirklich nachzuvollziehen.

Der Dyson navigiert um viele Hindernisse herum, aber nicht immer fehlerfrei.

Foto: Der Dyson navigiert um viele Hindernisse herum, aber nicht immer fehlerfrei.

Fazit

Der Dyson Spot+Scrub Ai ist in einigen Disziplinen ein beeindruckendes Gerät und in anderen noch verbesserungswürdig. Sein mit Abstand größter Pluspunkt ist die Wischleistung: Kein anderes Gerät während unserer Saugroboter-Testreihe hat bislang derart schlierenfreie und rückstandslose Ergebnisse erzielt. Wer saubere Hartböden als zentrale Anforderung hat, findet hier ein Produkt, das in dieser Kategorie zu überzeugen weiß.

Auf der anderen Seite steht ein Preis von rund 1.000 Euro, für den Mitbewerber häufig mehr Features und Zubehör bieten: ausfahrbare Seitenbürsten, Kletterfunktion, detailliertere Kartenerfassung und einen umfangreicheren Lieferumfang. Auch die Hinderniserkennung hat im Test Schwächen gezeigt, die in dieser Preisklasse nicht zu erwarten wären. Und die locker befestigte Hauptbürste hinterlässt einen Eindruck, der nicht zum restlichen Qualitätsanspruch des Geräts passt. Ein Teil des Kaufpreises entfällt zweifellos auf die Marke Dyson.

Insgesamt liefert Dyson mit dem Spot+Scrub Ai einen vielversprechenden Neustart im Saugroboter-Segment. Wer die überragende Wischleistung als entscheidendes Kriterium bewertet und bereit ist, den relativ hohen Preis zu zahlen, erhält einen optisch ansprechenden Saugroboter mit echter Stärke beim Wischen.

Vergleichstabelle

Weitere Testberichte

Produktdetails

Design
Staubbehälter Typ
Beutellos
Produktfarbe
Schwarz
Form
Rund
Energie
Laufzeit
140 min
Ladezeit
3 h
Technische Details
Saugleistung
18000 Pascal
Leistungen
Nasswischen
Ja
Staubkapazität (Staubsauger)
0,25 l
Kapazität des Frischwassertanks (Staubsauger)
0.3 l
Kapazität des Schmutzwasserbehälters (Staubsauger)
0.18 l
Automatische Rückkehr zur Basisstation
Ja
Funktionen der Basisstation
Ladend, Purification
Einfach zu säubern
Ja
Gewicht und Abmessungen
Höhe
110 mm
Breite
373 mm
Tiefe
370 mm
Gewicht
6,6 kg
Laden...