Kaffeevollautomat Test 2024: Die besten Vollautomaten im Vergleich

Von Fabian Krudewig - 19.01.2024

In unserem Kaffeevollautomaten Test 2024 haben wir sechs beliebte Modelle verglichen. Der Fokus lag auf Geschmack, Optik des Kaffees, Bedienung, Menüführung, Ausstattung und Verarbeitung. Der Testsieger Siemens EQ.6 plus s700 punktete mit intuitiver Bedienung und exzellentem Espresso, während der Melitta Caffeo CI E970-101 mit zwei Bohnenbehältern und gutem Cappuccino auffiel. Der De'Longhi Dinamica ECAM 350.50 beeindruckte als Kaffee-Expertenmaschine mit großartigem Espresso. Philips EP2231-40 wurde als Preistipp hervorgehoben. Jedes Modell wurde auch auf die Reinigungsfähigkeit geprüft.

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Kaffeevollautomat Test & Vergleich: Unser Kaffeevollautomat Kauf-Ratgeber

Fabian Krudewig
von: Fabian Krudewig
aktualisiert am: 19.01.2024

Kaffeevollautomat Test 2024: Das macht einen guten Kaffeevollautomaten aus

KaffeevollautomatWer seinen Kaffee nicht mehr per Hand aufbrühen möchte, legt sich einen Kaffeevollautomaten zu. Die Kosten für solch ein Gerät sind oftmals hoch, die Investition lohnt sich dennoch. Für den Betrieb deines Vollautomaten mit Mahlwerk benötigst du ganze Kaffeebohnen. Hier verraten wir dir die wichtigsten Kriterien für einen guten Kaffeevollautomaten:

  • Viele Einstellungsmöglichkeiten: Nicht alle Werkseinstellungen sind bei jedem Kaffeevollautomaten passend für deinen (Kaffee-)Geschmack. Hier empfiehlt sich eine möglichst detaillierte Anpassung der verschiedenen Parameter Kaffeestärke, Menge des Kaffees oder der Milch und Getränketemperatur. Die Möglichkeit personalisierte Profile anzulegen, erleichtert die Bedienung zudem enorm. Der Mahlgrad kann je nach Maschine in bis zu 13 Stufen eingestellt werden.

  • Maße und Design: Dein Kaffeeautomat sollte optisch und auch platztechnisch in deine Küche passen. Es gibt sowohl schmalere Modelle, die sich von vorne oder der Seite bedienen lassen, als auch breitere Ausführungen, die teilweise etwas Platz nach oben benötigen. Hochwertige Vollautomaten haben eine Verkleidung aus Edelstahl. Edelstahlelemente oder farbige Akzente machen die Kaffeezubereitung zu einem noch größeren Vergnügen.

  • Größe des Wasserbehälters: Je nachdem welches Getränk du zubereitest und von wie vielen Personen der Kaffeeautomat genutzt wird, sollte auch das Volumen des Wassertanks ausfallen. Der kleinste Tank kommt hier mit etwa 1,3 Litern daher. Große Tanks fassen bis zu 2 Liter oder mehr.

  • Einfache Bedienung: Wie groß das Display ist und ob überhaupt eins vorhanden ist, beeinflusst die Leichtigkeit der Bedienung. Manche Vollautomaten verfügen nur über Tasten und Drehregler, lassen sich aber trotzdem gut und einfach einstellen. Farbige Anzeigen und ein Touchdisplay sprechen jedoch für einen guten Vollautomaten.

  • Reinigung und Entkalkung: So gut wie jeder Kaffeevollautomat verfügt über automatische Reinigungsprogramme oder selbstständige Entkalkungsprogramme, was jedoch nicht die manuelle Reinigung von Auffangschale, Tresterbehälter und Milchbehälter oder -düse ersetzt. Das Zwischenspülen nach jeder Benutzung oder vor Abschaltung des Geräts dient zur Entfernung von Kaffee- und Milchresten aus den Schläuchen. Auch die Bohnenkammer oder Bohnenbehälter und die Brühgruppe sollten in regelmäßigen Abständen händisch gereinigt werden.
    Eine notwendige Entkalkung wird dir in der Regel über das Display oder eine LED-Lampe angezeigt.

Kaffeevollautomaten Test-Video - Wir haben die beliebtesten Kaffeevollautomaten getestet

Kaffeevollautomat Test - Wir haben Kaffeevollautomaten getestet

Unsere Testmodelle im Kaffeevollautomat Test

In unserem Kaffeevollautomat Test 2024 haben wir uns 6 beliebte Kaffeevollautomaten genauer angeschaut und auf Herz und Nieren getestet. Natürlich sind für uns Geschmack und auch Optik des Kaffees die wichtigsten Kriterien. Wir bewerteten auch die Bedienung und Menüführung sowie Ausstattung und Verarbeitung. Alle Kaffeevollautomaten mussten ebenfalls eine vollständige Reinigung durchstehen.

Hier unsere Testergebnisse in Kurzform:

  • 1. Platz: Siemens EQ.6 plus s700 - Mit hohem Bedienkomfort
  • 2. Platz: Melitta Caffeo CI E970-101 - Die Wahl der Bohne
  • 3. Platz: De'Longhi Dinamica ECAM 350.50 - Vom Kaffee-Spezialisten
  • 4. Platz: Philips EP2231-40 - Preis-Leistungs-Tipp
  • 5. Platz: De'Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B - Günstiger Klassiker
  • 6. Platz: Krups Essential EA8108 - Der Kompakte
  • Beste Bedienung: Mit dem EQ.6 plus s700 ist Siemens vor allem in Sachen Menüführung und Reinigung ganz vorn. Bei der Herstellung von Milch- und Milchmixgetränken gibt es einen Unterschied, anders als bei der Konkurrenz muss der Siemens ohne Milchbehälter auskommen. Du kannst den beiliegenden Ansaugschlauch entweder in deine eigene Milchkanne oder praktischerweise direkt in den Milchkarton stecken.

  • Vom Kaffee-Experten: Der De’Longhi Dinamica ECAM 350.50 wurde in Italien konstruiert, und das merkt man schnell. Er liefert bereits ab Werk einen tollen Espresso, trotzdem kannst du jeden Bezug individuell feinabstimmen.

  • Der Preistipp: Von Philips kommt mit dem Philips EP2231-40 ein besonders günstiger Kaffeevollautomat. Trotz knapper Kalkulation kannst du außer dem Mahlgrad auch die Stärke und die Menge individuell einstellen.

  • Die übrigen Kandidaten: Der Melitta Caffeo CI E970 ist der dritte Vollautomat im Test, der die Milch und den Milchschaum selbsttätig hinzumischt. Er ist übrigens eine der wenigen Vollautomaten, bei dem für einen Cappuccino ganz traditionell zuerst der Espresso eingefüllt wird, um dann die schöne Haube aus Milchschaum obendrauf zu setzen. Die Bedienung ist mit ihrer Mischung aus Drehregler, Touchflächen und kleinem Display recht umständlich, außerdem kannst du nur einen Favoriten einstellen. Dafür verfügt dieser Kaffeevollautomat über zwei Bohnenbehälter.

  • Den De’Longhi Magnifica S ECAM und den Krups Essential EA8108 Vollautomat könnte man eher als Halbautomaten bezeichnen, denn die Zubereitung des Milchschaumes musst du mit Hilfe des manuellen Milchaufschäumers selbst vornehmen. Die korrekte Mischung und Schichtung von Kaffee und Milch in der Tasse liegt ganz allein in deiner Hand. Möchtest du mehr über günstige Kaffeevollautomaten erfahren, dann schau in unserer Kaufberatung vorbei.

Siemens EQ.6 plus S700 - Beste Bedienung im Kaffeevollautomat Test

Menüführung der Siemens EQ.6Sehr hochwertig kommt die neue Version des EQ.6 s700 in der Plus-Version daher. Mit der schicken Edelstahlverkleidung weiß sie in deiner Küche zu glänzen.

  • Sofort startklar und intuitiv zu bedienen: Der Siemens Kaffeevollautomaten liefert bereits mit den Voreinstellungen einen schmackhaften Espresso. Dank der guten Menüführung ist die Bedienung weitestgehend intuitiv.

  • Feinabstimmung: Die Kaffeemaschine bietet vier Speicherplätze für Favoriten an, in denen du neben der Stärke und der Menge auch die Brühtemperatur für jedes Getränk feinabstimmen und entsprechend hinterlegen kannst.

  • Einfache Reinigung: Die Brühgruppe lässt sich vollständig entnehmen und reinigen. Das erhöht die Haltbarkeit deines Kaffeevollautomaten.

  • Hervorragender Espresso: Espresso ist die Paradedisziplin des EQ.6 plus S700. Nicht nur bei der Temperatur, sondern auch beim Geschmack kann die Maschine bereits mit den Voreinstellungen im Test überzeugen. Doch auch größere Getränke kann die Siemens. Durch die angenehm große Tassenhöhe passen auch große Gläser und Tassen unter den Kaffeeauslauf.
Weitere Stärken des Siemens EQ.6 plus S700

Trotz seines immensen Gewichts ist der Siemens Vollautomat schnell aus dem Karton gehievt und aufgestellt. 

Die Bedienung weiß auf Anhieb zu überzeugen, weil du schon vor dem Bezug aus mehreren Varianten auswählen kannst (klein, mittel, groß oder stark, sehr stark, mild, sehr mild, doubleshot, etc.). Erst beim Druck auf den Start/Stop-Button startete der Kaffeeautomat den Bezug. Um direkt auf Tastendruck genau deine individuelle Mischung zu zapfen, kannst diese in einem der vier Profile hinterlegen

Für den Bezug des ersten Espressos belassen wir es jedoch bei den Werkseinstellungen, sodass der mittelgroß und sehr stark in der Tasse landen soll. Die Menge liegt dann auch punktgenau bei 30 ml, ganz wie in einem guten Café. Nur die Temperatur entspricht noch nicht unseren Vorstellungen. Das bessert sich aber nach den nächsten zwei Bezügen, dann ist die Maschine eingestimmt. Als Lohn landet der vierte Espresso mit perfekter Temperatur und tollem Geschmack in der Tasse, gekrönt von einer feinen Crema. Der im Anschluss gezogene Café crème stellte uns dann bezüglich Optik und Geschmack direkt zufrieden.

Die Brühgruppe der Siemens EQ.6 plus S700 befindet sich unter einer seitlichen Klappe und kann zur Reinigung einfach entnommen werden.Für unseren Cappuccino muss zunächst der mitgelieferte Milchschlauch auf einen entsprechenden Anschluss neben dem Auslass gesteckt werden. Das andere Ende kommt bei uns in eine Kanne aus Edelstahl, die sieht schöner aus als der Tetrapack-Behälter, was aber durchaus auch möglich ist. Anders als der Kaffeevollautomat von Melitta füllt der EQ.6 erst die Milch ein, und schickt den Espresso hinterher. Trotzdem haben wir am Schluss unten die richtige Mischung aus Kaffee und Milch, gekrönt mit einer festen, weißen Schaumkrone. Der Geschmack ist auch hier schon nach dem ersten Versuch über jeden Zweifel erhaben.

Zum Schluss geht es an die Reinigung der Maschine, wobei der Siemens Kaffeevollautomat ohnehin nach jedem Milchgetränk den Schlauch gründlich mit erhitztem Wasser spült. Das Display erinnert dich daran, dass du ihn aus der Milchkanne heraus und in die dafür vorgesehene Öffnung der Abtropfschale steckst. Die Abtropfschale arbeitet mit einer Schwimmer-Anzeige und zeigt dir zusätzlich im Display an, wann es Zeit zum Ausleeren ist.

Für den Tresterbehälter mit dem Kaffeesatz gilt das gleiche, der steht quasi in der Abtropfschale und kann nach dem Herausziehen separat ausgeleert werden. Der Siemens Kaffeevollautomat zeigt zudem an, wann es Zeit zur Entkalkung ist. In regelmäßigen Abständen empfehlen wir aber auch die Reinigung und Spülung des Milchsystems (vorn im Auslass) und der eingebauten Brüheinheit. Bei täglichem Gebrauch des Kaffeevollautomaten sollte man diese Prozedur ruhig einmal die Woche vornehmen. Dazu lassen sich beide Systeme mit wenigen Handgriffen abnehmen, reinigen und mit klarem Wasser spülen. Anschließend kannst du sie ebenso einfach wieder einsetzen und, im Falle der Brüheinheit, verriegeln.

Das hat uns am Siemens EQ.6 plus S700 gestört

Cappuccino Bezug mit der Siemens EQ.6 pluss S700Viel hat uns am Siemens nicht gestört, außer vielleicht der fehlende Milchbehälter, was allerdings auch die Reinigung erleichtert. Auch sollte man sich vor dem Kauf darüber im Klaren sein, dass der Siemens EQ.6 mit mehr als 46 Zentimetern recht hoch ist. Hinzu kommt, dass die Bohnen von oben eingefüllt werden, sodass es in mancher Küche knapp wird.

Unser Fazit zum Siemens EQ.6 plus S700

Der EQ.6 plus S700 von Siemens richtet sich weniger an Einsteiger:innen als an routinierte Kaffeevollautomatennutzer:innen. Auch wenn Espresso die Paradedisziplin ist, kannst du dich auch über viele andere Getränke durch die hohe Tassenhöhe freuen. Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden. Das Mahlwerk aus Keramik begeistert. Durch die einfache Reinigung der Maschine und des Milchsystems hast du zudem sehr lange etwas von dieser Maschine. Genießer:innen guten Espressos kommen bei dieser Maschine voll auf ihre Kosten. Der Kaffeevollautomat Siemens EQ.6 plus setzt Maßstäbe bezüglich der Bedienung. Die Menüführung ist vorbildlich, selbst die gründliche Reinigung der Brühgruppe funktioniert nahezu narrensicher. Der Siemens Vollautomat erreichte im Kaffeevollautomat Test sehr gute Noten, was selbst den recht hohen Preis rechtfertigt.

Melitta Purista F 230-102

Die Melitta Purista F 230-102 hat uns in unserem Test ganz schön überrascht. Ihre Stärken und Schwächen sind Unterschiede wie Tag und Nacht. Auf der einen Seite überzeugt sie maßlos und überzeugt sogar gegenüber dem deutlich teureren Kaffeevollautomat von Siemens, dem EQ.6 plus S700. Auf der anderen Seite wird sie sogar von den günstigeren Einsteigermodellen von De’Longhi und Philips in ein paar Disziplinen ausgestochen.

  • Schlank und rank: Die Melitta Purista F 230-102 rühmt sich selbst ein “Schlankheitswunder” zu sein. Auch in unserem Test ist sie die mit Abstand schmalste Kaffeemaschine. So passt sie auch aufgrund ihres modernen Looks selbst in enge Küchen. Wassertank und Brühgruppe befinden sich aber an den beiden Seiten des Kaffeevollautomaten.

  • Ab Werk perfekter Espresso: In unserem Test war Melittas Kaffeevollautomat der einzige, der mit Werkseinstellungen bereits hervorragenden Espresso schaffte. Zwar ist dies immer ein wenig Frage des persönlichen Geschmacks. Doch waren sowohl das Aroma als auch die Crema des Melitta Espressos ab Werk in unseren Augen perfekt und objektiv betrachtet die Temperatur und das Aussehen optimal.

  • Verarbeitung und Bedienung: Beim Material setzt Melitta auf robusten Kunststoff. Hier wackelt und zuckelt (fast) nichts. Der Auslauf bildet eine kleine Ausnahme, durch die Verstellbarkeit ist das aber verkraftbar.
    Bei der Bedienung setzt Melitta auf echte Knöpfe und Drehregler, was die ganze Angelegenheit sehr intuitiv macht.

  • Heiß muss er sein: Die Aufheizzeit ist angenehm kurz. Espresso ist damit schon beim ersten Bezug sehr heiß. Mit rund 77 °C bedeutend heißer als beim Rest unserer Kaffeevollautomaten. Die Kaffeebohne dankt es einem mit hervorragender Crema!
Das hat uns am Melitta Purista F 230-102 gestört

Leider hat die Melitta kein Milchsystem. Ein automatisches Milchsystem ist in dieser Preisklasse zugegebenermaßen eine Rarität, aber nicht einmal eine Milchdüse ist verbaut. Damit ist die Melitta technisch gesehen kein Vollautomat. Vermarktet wird das Modell als solcher dennoch.

Ohne extra Milchaufschäumer sind Milchmixgetränke wie Cappuccino oder Latte macchiato nicht möglich. Daher finden wir den Preis von rund 400 Euro sogar etwas hoch angesetzt.

Die Auswahl der Kaffeestärke ist nur recht grob einstellbar (zwischen 1 und 3 Kaffeebohnen). Gerade im Vergleich zum Siemens, bei dem die Kaffeestärke mehr als doppelt so viele Unterteilungen zulässt, hinterlässt dies ein mageres Bild. Auch Philips und De’Longhi haben hier feinere Einstellungen zugelassen. Bei der Einstellung der Bezugsmenge hätten wir uns präzisere Angaben als ein unbeschriftetes Drehrad gewünscht. Da hilft nur Ausprobieren.

Der Wassertank ist zudem etwas kleiner als bei der Konkurrenz, was dem schlanken Design zuzuschreiben ist. Er fasst 1,2 Liter, verglichen mit den 1,8 Litern von normalgroßen Kaffeevollautomaten.

Unser Fazit zur Melitta Purista F 230-102

Die Melitta Purista F 230-102 ist kein Ausstattungswunder. Ohne Düse für Milchschaum kann sie das auch gar nicht sein.

Allerdings brilliert sie bei den Basics. Sowohl Café Crema als auch Espresso gelingen wunderbar. Aussehen, Farbe und Aroma sind perfekt. Auch die Crema gelingt mit dem guten Mahlwerk und der hohen Getränketemperatur wunderbar. Bedienung und Reinigung sind kinderleicht. Die Brühgruppe ist einfach zu erreichen und zu entnehmen.

Hinweis: Übrigens ist das Modell von Melitta nicht mit einem Fach für Kaffeepulver ausgestattet. Du bist entsprechend auf Kaffeebohnen angewiesen.

Melitta Caffeo CI E970-101 Test – Immer die richtige Bohne

Melittas Kaffeevollautomat sieht nicht nur gut aus, sondern macht hervorragenden Kaffee allerlei Art.Der Caffeo CI E970 von Melitta kommt mit ziemlich aufgeräumter Frontpartie. Das liegt unter anderem an dem übersichtlichen Menü, durch das du mit einem Drehregler scrollen kannst. Der Kaffeevollautomat ist stattliche 47 Zentimeter breit, geht dafür aber nicht so sehr in die Tiefe.

  • Die Wahl der Bohne: Das Bohnenfach der Melitta ist zweigeteilt, du kannst also zwischen zwei unterschiedliche Bohnensorten wählen. Zum Beispiel zwischen Bohnen für Kaffee oder Espresso für kräftigen oder eher milden Geschmack. Ein einfacher Hebel schaltet zwischen den beiden Kammern um. Hast du mal keine ganzen Kaffeebohnen zur Hand, kannst du auch Kaffeepulver in ein entsprechendes Fach füllen, ein Portionslöffel liegt der Maschine bei.

  • Nichts für Individualisten: Es gibt nur eine Direktwahltaste, unter der du deinen Lieblings-Kaffee mit individuellen Einstellungen abspeichern und bei Bedarf abrufen kannst. Dennoch ist für jedes Getränk die Stärke und Menge mit Hilfe des Reglers justierbar, bevor du den Bezug startest.
Weitere Stärken des Melitta Caffeo CI E970-101

Bei Melitta weiß man offenbar, dass nicht eine Bohne wie die andere ist und trägt diesem Umstand auch bei dem CI E970 Rechnung. Der Bohnenbehälter ist zweigeteilt, sodass du zwei Sorten Kaffeebohnen gleichzeitig einfüllen und deine Auswahl je nach Getränk oder Gusto treffen kannst. Mit einem einfachen Hebel kannst du zwischen den beiden Fächern für die Kaffeebohnen hin- und herschalten. Darüber hinaus kannst du auch gemahlenen Kaffee einfüllen, wenn gerade mal keine ganzen Bohnen verfügbar sind.

Melittas Kaffeevollautomat bietet eine getrennte Bohnenkammer für mehr Flexibilität.Nach dem Aufbau ist es Zeit für einen ersten Espresso. Nach Antippen des entsprechenden Symbols wird der gewünschte Kaffee mit den entsprechenden Voreinstellungen im Display angezeigt. Dabei fällt auf, dass bei Melitta ein Espresso 50 ml groß ist, was fast der doppelten Menge eines herkömmlichen Espresso entspricht. Dennoch hat er eine schöne, feste Crema, ist aber definitiv nicht heiß genug und schmeckt deshalb auch leicht säuerlich. Für die folgenden Bezüge stellten wir die Menge auf 30 ml, und die Temperatur von „normal“ auf „hoch“. Schon liefert auch der Kaffeevollautomaten von Melitta einen leckeren Espresso. Der im Anschluss gezapfte Café Crème ist quasi ab Werk schön heiß, die voreingestellte Menge von 120 ml ist ebenfalls in Ordnung. Die Crema ist schön schaumig und stabil, und auch der Geschmack lässt keine Wünsche offen.

Für Getränke mit Milch, wie zum Beispiel Cappuccino, sind bei dem Melitta Kaffeevollautomaten kleine Umbauarbeiten erforderlich. Der Milchbehälter muss gefüllt und angeschlossen werden, das geht aber schnell, weil alles leicht zugänglich ist. Statt des Behälters kann man aber auch eine kleine Milchkanne oder direkt den Milchkarton nutzen. Der Kaffeeautomat macht einen sehr guten Cappuccino, mit schönem, festem Milchschaum, die Schichtung von Espresso und Milch ist gut erkennbar und stabil, auch geschmacklich haben wir nichts auszusetzen.

Übrigens profitierten sämtliche Kaffeegetränke bei unserem Testmodell von einer feineren Einstellung des Mahlwerks, die wir per Hebel auf der Rückseite des Kaffeevollautomaten einstellten.
Hinweis: Wie bei allen Kaffeemühlen sollte der Mahlgrad des Mahlwerks ausschließlich während des Mahlens eingestellt werden.

Nach dem Bezug eines Getränkes mit Milch bietet die Maschine den Easy-Cleaning-Modus an, den man auch wahrnehmen sollte, sofern man aktuell nicht weitere Bezüge plant. Hierzu wird der Milchschlauch in die Abtropfschale verlegt, anschließend werden Brühgruppe und Milchschäumer mit heißem Wasser durchgespült. 

Die Brühgruppe befindet sich unter einer seitlichen Klappe.Der Tresterbehälter mit dem Kaffeesatz und die Tropfschale können getrennt voneinander geleert werden, spätestens sobald die Maschine das anzeigt. Die aufwändige Reinigung, bei der auch die Brühgruppe herausgenommen und durchgespült wird, sollst du laut Anleitung einmal wöchentlich vornehmen. Zum Glück geht sie einfach von der Hand und sorgt nachhaltig für saubere Verhältnisse in der Maschine.

Das hat uns am Melitta Caffeo CI E970-101 gestört

Auch wenn der Hersteller darauf hinweist, dass eine Einstellung des Mahlgrades anfangs noch nicht nötig sei, sahen wir uns gezwungen diesen etwas feiner einzustellen, als in den Werkseinstellungen. Auch die Brühtemperatur zumindest für den Espresso war für uns zu niedrig, und der Espresso nicht heiß genug. Beim Café Crème und beim Cappuccino stimmte dann die Temperatur. Allerdings profitieren auch diese Spezialitäten von dem feineren Mahlgrad, den wir eingestellt haben.

Unser Testfazit zum Melitta Caffeo CI E970-101

Der Melitta Vollautomat arbeitet ohne viel Schnickschnack und bietet eine eher überschaubare Palette von Getränken an. Nachdem wir unser Testgerät feinjustiert hatten, konnte die Qualität des Kaffees durch die Bank überzeugen. Der Kaffeevollautomat ist sehr leicht zu reinigen und damit ein Kandidat für den sauberen Dauerbetrieb.

De’Longhi Dinamica ECAM 350.50 Test – Vom Kaffee-Spezialisten

Auch optisch macht der Kaffeevollautomat von De'Longhi einen starken Eindruck.Beim De’Longhi gibt es nur wenige Tasten auf dem Display, das ist eindeutig und übersichtlich. Eine Feinabstimmung des Mahlgrades und der Stärke ist zwar möglich, aber meistens nicht nötig. So funktioniert echtes Plug-and-Play.

  • Sofort startklar und intuitiv zu bedienen: Die Getränke, die der DeLonghi Automat liefert, werden mit wenigen Tasten auf dem Display angezeigt. Bei uns startete das Gerät direkt aus dem Stand mit einem schmackhaften Espresso durch.

  • Feinabstimmung: An der Anzahl der leuchtenden Kaffeebohnen im Display kannst du die voreingestellte Stärke ablesen, und vor dem Bezug nach eigenem Geschmack korrigieren. Auch der Mahlgrad lässt sich in sehr feinen Stufen anpassen. Wie immer musst du das aber machen, während die Mühle läuft.
Weitere Stärken der De’Longhi Dinamica ECAM 350.50

Der De’Longhi Vollautomat hat eine besonders umfangreiche Grundausstattung. Es gibt einen Teststreifen zur Messung der Wasserhärte, einen Wasserfilter und einen Satz Reinigungstabletten. Außerdem liegt ein Portionierlöffel bei, für eine genau abgemessene Dosis, wenn du mal fertig gemahlenen Kaffee verwendest. Sowie ein Reinigungswerkzeug mit integriertem Pinsel zum Säubern der Maschine.

Auch bei der Dinamica lässt sich der Wassertank an der Seite abnehmen.Vor dem Reinigen steht aber der erste Bezug und der damit verbundene Geschmackstest. Tatsächlich ist der erste Espresso, den der ECAM 350.50 liefert, mit seiner schönen, festen Crema schon optisch eine Augenweide. Geschmacklich gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, denn sowohl die Temperatur als auch die Stärke stimmen. Lediglich die Menge ist mit gut 40 ml ist wie üblich für einen klassischen Espresso etwas großzügig bemessen, ein Espresso liegt nämlich zwischen 25 und 30 ml. Die Füllmenge lässt sich aber leicht umprogrammieren. Selbst die Stärke kannst du noch kurz vor dem Bezug an deinen Geschmack anpassen. Du veränderst lediglich die Anzahl der leuchtenden Bohnen auf dem Display. Je mehr Bohnen auf dem Display leuchten, umso stärker wird der Kaffee.

Für eines der Milchmixgetränke tauschst du einfach den Auslass für heißes Wasser gegen den Milchbehälter aus. Der hat einen Deckel mit Einsteller und einem Pannarello, also einen Milchaufschäumer. Der Einstellhebel hat genau vier Positionen. Eine zum Einsetzen und Herausnehmen, eine für etwas lockereren Milchschaum beim Latte Macchiato und eine für etwas festeren beim Cappuccino. Bei korrekter Einstellung bekommst du schon rein optisch ein perfektes Ergebnis, mit idealer Schichtung von Milch, Milchschaum und Kaffee. Der Geschmack ist auch hier bereits in der Werkseinstellung tadellos. Den letzten Feinschliff erhältst du, wenn du mit der Kaffeestärke experimentierst. Den Mahlgrad kannst du mit Hilfe eines Einstellers im Bohnenbehälter ebenfalls in feinen Stufen korrigieren, was besonders bei unterschiedlichen Bohnen von Nutzen sein kann, oder wenn das Mahlwerk nach diversen Kilo Bohnen die ersten Verschleißerscheinungen zeigt.

Nach einigen Cappuccini oder anderen Getränken mit Milchschaum bietet sich eine Spülung des Systems an. Auch das geht auf Knopfdruck, der Milchbehälter muss dazu noch nicht einmal leer sein. 

Der Trester-Behälter steckt im Abtropfbehälter, beides kannst du zusammen herausziehen und ausspülen.

Der Milchaufschäumer lässt sich feinjustieren.Zur Reinigung der Brüheinheit muss erst der Wassertank entnommen werden. Nachdem dieser nach vorn herausgezogen wurde, lässt sich die Klappe vor der Brüheinheit öffnen. Die Brüheinheit kannst du dann nach der Entriegelung einfach rausnehmen und durchspülen. Der Milchbehälter darf in die Spülmaschine, der Abtropfbehälter dagegen nicht, ebenso wenig wie die Pannarello-Einheit.

Das hat uns am De'Longhi Dinamica ECAM 350.50 gestört

Ein Milchbehälter wird direkt mitgeliefert. Der sorgt allerdings wegen der schmalen Bauweise der Maschine für enge Verhältnisse an der Getränkeausgabe. Das Panarello, also die Aufschäumdüse, am Milchbehälter ist trotzdem so knapp konstruiert, dass man schon eine sehr breite Cappuccino-Tasse unterstellen muss, damit Milch und Kaffee treffsicher eingefüllt werden.  

Unser Testfazit zum De’Longhi Dinamica ECAM 350.50

Dem De’Longhi Vollautomaten merkt man nach jedem Schluck Espresso an, dass hier Kaffeeliebhaber am Werk waren. Die Auswahl beschränkt sich im Grunde auf die wesentlichen Zubereitungsformen. Du musst zwar auf einige mehr oder weniger exotische Zubereitungen verzichten, was die Maschine jedoch macht, macht sie richtig gut.

Philips EP2231-40 Test – Erstklassige Einstellungsmöglichkeiten

Der Milchaufschäumer des Philips Kaffeevollautomat wird aufgesetzt.Den EP2231-40 Vollautomaten von Philips testeten wir in der LatteGo Variante, der ein Milchbehälter beiliegt, der bei Bedarf angedockt werden kann. Bei der Auswahl der Getränke beschränkt sich die Maschine aufs Wesentliche, außer Kaffee gibt es noch Espresso und Cappuccino. Außerdem gibt es einen Heißwasser-Auslass beispielsweise für Tee.

  • Feinabstimmung leicht gemacht: Direkt nach der Wahl deines Lieblingsgetränks kannst du sowohl die Stärke als auch die Menge in jeweils drei Stufen variieren. Außerdem hat der Philips einen Drehregler für eine sehr feine Einstellung des Mahlgrades im Bohnenbehälter.

  • Für Individualisten: Bevor du den Kaffeebezug mit der Start-Taste startest, kannst du noch die Stärke und die Menge des gewählten Getränks auf deinen Geschmack einstellen.
Weitere Stärken des Philips EP2231-40

Zum Lieferumfang gehört neben den üblichen Tabletten zum Entkalken noch ein Portionierlöffel, mit dem du ausnahmsweise bereits gemahlenes Kaffeemehl in den dafür vorgesehenen Schacht einfüllen kannst.

Die ersten zwei bis drei Bezüge aus dem Philips Automaten kannst du geflissentlich weggießen. Sie dienen überwiegend zur Spülung der Brüheinheit, und sind entsprechend dünn. Erst der dritte oder vierte Espresso ist dann genießbar.

Der Wassertank des Kaffeevollautomats lässt sich seitlich entnehmen.Wie bei den meisten Automaten ist hier die Menge für einen Espresso großzügig bemessen, das kannst du jedoch vor dem Bezug anpassen. Du wählst das Getränk aus, stellst auf dem Touchscreen sowohl die Stärke als auch die Menge in jeweils drei Stufen nach deinem Geschmack ein, bevor du mit der Starttaste den Bezug startest.

Die Temperatur des Espresso könnte einen Hauch höher sein, sie lässt sich aber leider nicht einstellen. Den Mahlgrad kannst du dagegen in feinen Stufen anpassen, was besonders interessant ist, falls du öfter mal die Bohnen wechselst. Das entsprechende Drehrad findest du im Bohnenfach, auch hier darf die Einstellung nur während des Mahlbetriebs vorgenommen werden.

Für Milchgetränke wie Cappuccino und Co. hakst du den LatteGo Milchbehälter über den Heißwasser-Auslauf. Dann kannst du ihn leicht von oben mit Milch füllen, weil der Deckel nur lose darauf liegt. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, Milchschaum und Kaffee finden zielsicher in die Cappuccino-Tasse, weil diese bekanntlich größer ist als eine Espressotasse. 

Der Cappuccino kann uns dann auch sowohl optisch als auch geschmacklich überzeugen, die einzelnen Schichten von Milch, Kaffee und Milchschaum werden schön voneinander getrennt, was sich in unserem Glas besonders schön zeigt. Die Temperatur stimmt und der Milchschaum ist ebenfalls gelungen, zudem kannst du auch hier die Stärke und die Kaffeemenge leicht nach eigenem Geschmack korrigieren.

Ein Schwimmer in der Abtropfschale zeigt an, wann es Zeit ist, diese auszugießen. Weil es praktisch ist, solltest du gleichzeitig den Tresterbehälter leeren. 

Hinter dem Wassertank befindet sich die Brühgruppe.Um die Brüheinheit zum Reinigen herausnehmen zu können, muss erst der Wasserbehälter nach vorn herausgezogen werden. Hierzu kannst du eine Klappe öffnen, hinter der dann wiederum die Brüheinheit sitzt. Diese kannst du nach dem Entriegeln herausziehen, um sie unter fließendem Wasser auszuspülen. Die Abtropfschale und der Milchbehälter sind für die Spülmaschine geeignet.

Das hat uns am Philips EP2231-40 gestört

Der Philips EP2231-40 schwächelt hauptsächlich in Sachen Verarbeitung. Insbesondere Anbauteile wie die Abtropfschale mit dem Tresterbehälter und der Milchbehälter wirken nicht sehr durchdacht. Die Abtropfschale besteht aus unnötig vielen und losen Einzelteilen, die beim Ausgießen leicht mal herunterfallen. Der Deckel des Milchbehälters liegt ebenfalls nur lose auf.

Unser Testfazit zum Philips EP2231-40

Der Philips EP2231-40 hat erstaunlich viel zu bieten für das knappe Budget. Zwar muss man sich mit einer Auswahl der gängigsten Kaffee-Spezialitäten begnügen, die produziert er dann jedoch in sehr guter Qualität. Das Highlight sind die einfachen Einstellmöglichkeiten von Mahlgrad, Kaffeestärke und Menge.

De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B Test – Preis-Leistungs-Sieger

Die De'Longhi Magnifica S ECAM gehört zu den beliebtesten Kaffeevollautomaten auf dem Markt.Die De’Longhi Magnifica ist eigentlich kein Vollautomat, da du die Milch selbst aufschäumen musst, um sie dann beispielsweise zum Cappuccino zu mischen. Der bekommt dann allerdings auch deine ganz persönliche Note.

  • Einfache Sache: Sechs Tasten und ein Drehrad, die De’Longhi kommt ganz ohne Menü aus, lässt sich aber dennoch ziemlich intuitiv bedienen. Außer ganzen Bohnen kannst du auch hier mit gemahlenem Kaffee brühen, dafür gibt es ein extra Fach sowie einen Messlöffel zum Einfüllen.

  • Schmale Bauform: Mit kompakten 34 cm Breite passt die De’Longhi auch in kleinere Küchen.
Weitere Stärken der De'Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B

Der De’Longhi Kaffeevollautomat ist mit knapp 34 Zentimetern Breite recht schmal gebaut, geht dafür aber umso mehr in die Tiefe. Die Frontpartie ist in glänzendem Schwarz gehalten, nur das Bedienfeld mit den sechs Tasten und dem zentral angebrachten Drehrad ist verchromt. Der Bohnenbehälter kann von oben mit Kaffeebohnen gefüllt werden, auch für Kaffeepulver gibt es dort eine Öffnung.

Zuerst soll die Maschine zeigen, ob sie auf Anhieb einen guten Espresso hinbekommt. 

Die ab Werk voreingestellte Menge von 40 ml entspricht aber eigentlich einem doppelten Ristretto. Du kannst die Füllmenge aber einfach umprogrammieren, sodass die Maschine dann mit etwa 30 ml einen normalen Espresso zubereitet. Nach einigen Bezügen stimmen dann Menge, Temperatur und auch der Geschmack geht in Ordnung. Wie so oft lässt sich mit einer Korrektur des Mahlgrades jedoch noch mehr Geschmack aus den Bohnen herauskitzeln. Das Mahlwerk steht ab Werk in der mittleren Position, was für einen guten Espresso offenbar zu grob ist. Nachdem wir die Einstellung des Kegelmahlwerks schrittweise in Richtung fein korrigiert haben, was auch hier nur während des Mahlbetriebs passieren sollte, ist das Ergebnis deutlich besser. 

Im Tresterbehälter sammeln sich die Reste der Kaffeebohnen.Auch der anschließend gezapfte Kaffee oder Café crème profitieren geschmacklich vom feineren Mahlgrad. Dank der feinen Crema macht der Café crème auch optisch was her.

Nun geht es wieder an den Milchschaum. Anders als die teureren Vollautomaten gibt es hier kein Milchschaumsystem, sondern du musst die Milch mit der Dampflanze selbst aufschäumen. Das ist allerdings reine Übungssache. Wichtig ist nur, dass die Milchaufschaumdüse nach jedem Cappuccino oder Latte Macchiato gründlich von Milchrückstanden gereinigt wird. Vorher füllst du idealerweise gut gekühlte Milch in ein kleines Kännchen, allerdings nur so viel, dass der Schaum genug Platz hat sich auszubreiten. Anschließend hältst du den Milchaufschaumdüse schräg in die Kanne und schaltest den Dampf ein. Du solltest nur bedenken, dass die Milch und damit auch das Kännchen dabei heiß werden. Hat sich der Schaum entsprechend in der Kanne ausgebreitet, nimmst du sie runter und schaltest den Dampf aus. Nun musst du nur noch den Milchschaum zum Kaffee gießen, den du vorher schon in eine entsprechend große Tasse gefüllt hast. Zwar entscheidet die Art, wie die beiden Zutaten in die Tasse oder ins Glas kommen über das Aussehen, den guten Geschmack beeinflusst das weniger. Bei der Zubereitung von Latte Macchiato, Cappuccino oder Café au Lait kannst du deine Barista-Fähigkeiten stetig weiterentwickeln.

Nach dem Aufschäumen reinigst du die Dampflanze am besten mit einem feuchten Tuch, außerdem verfügt der De’Longhi auch hier über eine Spülfunktion. Zur weiteren Reinigung ziehst du die Abtropfschale heraus, der Tresterbehälter mit dem Kaffeesatz steht da drin und kann separat entnommen und ausgeleert werden. Für die einmal wöchentlich durchzuführende Reinigung des Kaffeevollautomaten kannst du auch hier die Brühgruppe herausnehmen, dazu muss nur vorher der Wasserbehälter herausgezogen werden.

Das hat uns am De'Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B gestört

Der Wassertank der De'Longhi Magnifica S ECAM lässt sich kinderleicht entfernen.Umständlicher Wassertank: Bei dem Kaffeevollautomat von De’Longhi wird der Milchschaum mit einem manuellen Milchaufschäumer erzeugt, da ist also nichts mit Automatik. Am meisten hat uns jedoch das etwas umständliche Handling des Wassertanks gestört. Der muss nämlich nach vorn aus der Maschine gezogen werden und verfügt noch nicht einmal über den sonst üblichen Henkel. Da sollte der Wasserhahn nicht allzu weit weg sein, damit beim Transport nichts überschwappt. 

Unser Testfazit zum De’Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B

Wenn du überwiegend reine Kaffee-Getränke ziehst, und für gelegentlichen Cappuccino gern selbst Hand anlegst, liegst du bei der De’Longhi Magnifica S ECAM goldrichtig. Trotz der Abstriche, die du seitens der Verarbeitungsqualität hinnehmen musst, weiß sie im Test vollends zu überzeugen.

Krups Essential EA8108 Test – Der Kompakte

Krups hat mit der Essential EA8108 ebenfalls einen Vollautomaten im Programm, der einen hervorragenden Kaffee produzieren kann. Wenn du jedoch ein Getränk mit Milchschaum möchtest, musst du mit Hilfe des eingebauten Milchaufschäumers selbst Hand anlegen.Die Bedienung von Krups' Kaffeevollautomaten erfolgt über ein kleines Drehrad.

  • Sehr übersichtliche Bedienung: Der Krups verfügt über keine Presets, sodass du kein Getränk einfach auf Knopfdruck beziehen kannst. Das hat allerdings den Vorteil, dass die Bedienung einfach und überschaubar ist. Wenn du die Parameter deines Lieblingsgetränks einmal eingestellt hast, ist kaum ein anderer Kaffeevollautomat schneller.

  • Geschmack und Temperatur: Der Vollautomat ist von Werk aus gut eingestellt und auch die ersten Getränke werden sehr gut.
Weitere Stärken der Krups Essential EA8108

Klein, schwarz und stark soll der Espresso sein, der aus dem Krups Kaffeevollautomaten kommt. Das Gerät selbst ist schon mal komplett schwarz, über die Größe lässt sich streiten, jedenfalls gehört der Essential EA8108 nicht zu den größten seiner Klasse. Stark ist er allerdings schon, zumindest gemessen am Ergebnis. Hier gibt es außer fünf Tasten und einem Drehknopf erstmal keine weiteren Bedienelemente. Der Drehknopf ist zentral angebracht und steuert schlicht die Kaffeemenge, welche die Maschine verlässt und startet auf Druck den Bezug. Du kannst zwischen 20 ml und 220 ml wählen, je nach Getränk. Mit den beiden Tasten rechts daneben wählst du die Stärke des Getränkes aus, das ist allerdings nur in zwei Stufen möglich, reicht aber nach unseren Erfahrungen für die meisten Geschmäcker aus. 

Zum Start haben wir uns den anspruchsvollen Espresso als Getränk ausgewählt. Dazu mussten wir nur die gewünschte Menge – etwa 30 ml für einen klassischen Espresso – einstellen, mit einer der beiden Tasten die gewünschte Stärke auswählen und den Bezug starten. Das Ergebnis war schon nach wenigen Bezügen so gut, dass wir den Mahlgrad nicht verändern mussten. Die Temperatur war ebenfalls perfekt, ließe sich aber ohnehin nicht einstellen.

Die Bohnenkammer liegt direkt über dem Mahlwerk.Den Mahlgrad stellst du mit dem Drehregler in der Bohnenkammer ein.

Dasselbe gilt dann für größere Kaffeegetränke, wie einem Café crème, einen Lungo oder einen schlichten Kaffee. Einfach die gewünschte Menge einstellen, Stärke auswählen, drücken und schon geht’s los.

Auch bei diesem Kaffeevollautomat gibt es kein integriertes Milchschaumsystem. Deshalb ist bei der Zubereitung von einem Cappuccino etwas Fingerfertigkeit gefragt. Außerdem solltest du ein Kännchen zum Aufschäumen der Milch bereithalten. Wir nutzten stilecht ein Edelstahlkännchen. Als Grundlage lässt du einen Espresso von etwa 30 ml in eine Cappuccinotasse oder ein Glas laufen, währenddessen füllst du das Kännchen mit 130 – 150 ml Liter Milch. Hier gilt: Je höher der Fettanteil der Milch, desto besser schäumt diese und desto runder der fertige Cappuccino. Dann folgt der erste Druck auf die Taste mit dem Dampf-Symbol, um das Wasser auf Dampftemperatur zu bringen. Beim erneuten Tastendruck steckt die Dampflanze schon in der Milch und bringt diese in schäumende Wallungen. Sobald sich ein dichter, sämiger Schaum gebildet hat, wird der Dampf mit dem dritten Druck auf die Taste gestoppt. Die aufgeschäumte Milch wird nun vorsichtig in den Espresso gegossen, sodass der dichte Schaum am Schluss oben auf dem Getränk liegt. Auch wenn der erste Cappuccino nicht sehr professionell aussieht, kann er doch geschmacklich voll überzeugen. Übrigens wird ein richtiger Cappuccino nicht mit Kakao bestreut, wie es in manchen Cafés üblich ist.

Der Kaffeevollautomat von Krups verfügt über eine praktische Spülfunktion.

Wie immer sollte die Dampflanze anschließend mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Du kannst sie zudem mit einem Druck auf die entsprechende Taste zusätzlich mit heißem Wasser durchspülen. Zwei LEDs am Gerät zeigen, wann es Zeit ist, den Tresterbehälter und die Abtropfschale zu leeren. Die Brühgruppe selbst kannst du nicht herausnehmen, um sie abzuspülen, dafür hat Krups ein umfangreiches Reinigungsprogramm eingebaut. Dies solltest du mindestens einmal wöchentlich durchlaufen lassen. Wenn du nach solch einer Spülung mal einen Blick in den Auffangbehälter wirfst, weißt du auch genau warum.

Das hat uns am Krups Essential EA8108 gestört

Nicht für Kaffeepulver: Im Gegensatz zu den anderen Kaffeevollautomaten in unserem Test, kannst du beim Krups Kaffeevollautomat kein Kaffeepulver verwenden, du musst also immer ganze Bohnen im Haus haben. Dass sich die Brühgruppe nicht zum Reinigen herausnehmen lässt, muss dagegen kein Nachteil sein. Wir finden allerdings: Vertrauen in das Spülprogramm der Maschine ist zwar gut, eine Möglichkeit zur Kontrolle wäre aber besser.

Unser Testfazit zum Krups Essential EA8108

Die Kriterien unseres Kaffeevollautomat Tests.

Wie schon der Name vermuten lässt, beschränkt sich der Krups Kaffeevollautomaten aufs Wesentliche, nämlich die Produktion eines hervorragenden Kaffees. Die Bedienung ist überschaubar, auch weil die Maschine die komplette Reinigung selbsttätig übernimmt und zudem die Auswahl der Getränke recht klein ist. Mit ihrer Wertung von 68 % ist sie die richtige Wahl für dich, wenn du außer für einen gelegentlichen Latte Macchiato nicht viel mit der Bedienung zu tun haben willst.

So haben wir getestet

Neben der Optik war uns in erster Linie der Geschmack des fertigen Getränkes wichtig. Erfreulicherweise konnten wir mit fast jedem Testmuster schon in den Grundeinstellungen einen anständigen Espresso zapfen. Gerade dieser kleine, starke Kaffee reagiert nämlich besonders empfindlich darauf, wenn die eine oder andere Einstellung der Maschine daneben liegt.

Die Möglichkeiten zum Feintuning und die Auswahl an verschiedenen Getränken, die der Vollautomat zur Verfügung stellt, waren ebenfalls ein Testkriterium.

Zum Schluss mussten alle Testgeräte noch durch die Reinigung, denn gerade Vollautomaten standen lange in dem zweifelhaften Ruf wahre Keimschleudern zu sein. Unsere Testmuster lassen sich dagegen sehr gründlich reinigen, wenn auch mit mehr oder weniger Aufwand. Allerdings ist die regelmäßige Reinigung insbesondere der Brühgruppe und des Milchschaumsystems ein Muss, willst du nicht deine Gesundheit oder die Betriebssicherheit der Maschine aufs Spiel setzen. Wir empfehlen einmal wöchentlich die Reinigung der Brühgruppe und orientieren uns da sowohl an eigenen Erfahrungen als auch den Empfehlungen einiger Hersteller.

Diese Kaffeevollautomaten empfehlen wir dir

Neben unserem Test haben wir uns natürlich auch weiterhin umgeschaut und möchten dir folgende Modelle ebenfalls ans Herz legen.

Miele CM 5410 Silence - Große Kaffeevielfalt

Kaffeevollautomat Miele CM 5410 Silence brüht frischen Kaffee mit MilchLeckeren Espresso, Kaffee, Latte Macchiato und andere Kaffeespezialitäten liefert dir der Kaffeevollautomat CM 5410 Silence von Miele und zwar mit einem Klick. Die leichte Bedienung und auch die Kannenfunktion überzeugen in unserem Test besonders.

  • Köstlicher Kaffee: Die bereits eingestellten Angaben für Mahlgrad, Kaffee- und Wassermenge zaubern in unserem Test sowohl einen ersten gelungenen Espresso als auch Cappuccino.

  • Ein Kännchen Kaffee: Eine volle Kanne Kaffee kannst du mit dem Miele Kaffeevollautomaten auf Knopfdruck bekommen. Zwischen zwei und sechs Tassen kannst du hierbei wählen.

  • Durchdachte Reinigung: Sowohl die Reinigung der Abtropfschale als auch des Kaffeesatzbehälters geht schnell und unkompliziert. Auch die Brüheinheit lässt sich einfach entnehmen und abspülen. 
Das stört uns an der Miele CM 5410 Silence

Wirklich viel Kritik können wir an dem Modell von Miele nicht üben. Erwähnenswert ist, dass die Kanne separat erworben werden muss und das auch noch zu einem stolzen Preis von knapp unter 100 Euro. Durch die speziellen Maße gestaltet sich die Suche nach einer günstigeren Alternative recht schwierig.

Unser Fazit zur Miele CM 5410 Silence

Das besondere Alleinstellungsmerkmal des Miele Kaffeevollautomaten ist die Kaffeekannenfunktion. So können gleich mehrere Gäste mit frischem Kaffee versorgt werden. Dazu kommt die enorme Kaffeevielfalt und eine einfache Bedienoberfläche. Der Mahlgrad kann im Vergleich zu anderen Modellen nur grob eingestellt werden. Geschmacklich liefert dir die Maschine perfekten Cappuccino, Espresso und Co. aber ab Werk. 

Philips 2200 Serie EP2220/10 - Simpel und übersichtlich

Ein weiteres Einsteigergerät zum kleinen Preis, doch dieses Mal kommt es aus dem Hause Philips. Zwar wurde auch hier auf ein Display verzichtet, doch kann das angenehm übersichtliches Bedienfeld dieses adäquat ersetzen.

  • Einfache Bedienung dank Touch: Zwar hat auch Philips bei seinem Einsteigergerät auf ein Display verzichtet, doch wurde im Austausch ein Touch-Bedienfeld verbaut.
    Der entscheidende Vorteil: Durch die vorbildliche Übersichtlichkeit gelingt die Navigation durch das Menü sehr intuitiv. Wo andere Automaten mit unnötiger Komplexität überfordern, holt dich die 2200 Series von Philips mit simpler Einfachheit ab.

  • Vorsicht, heiß!: Die Crux bei jedem Kaffee ist die Temperatur. Da kann der Geschmack noch so toll sein, wenn am Ende nur lauwarme Brühe herauskommt, dreht es jedem/r Genießer:in die Fußnägel hoch. Der Philips überzeugt mit guter Temperatureinstellung und einem am Ende wirklich heißen Getränk.

  • Robust und kompakt: Trotz Kunststoffwüste ist der Philips 2200 Serie EP2220/10 sehr robust gebaut. Gepaart mit der Kompaktheit hast du somit einen platzsparenden Vollautomaten, der dir lange erhalten bleiben wird.
Das stört uns am Kaffeevollautomaten Philips 2200 Serie EP2220/10

Es ist eben schon einmal angeklungen, aber Edelstahl oder ähnlich hochwertige Materialien suchst du hier vergeblich. Es ist nunmal eine Kunststoffwüste. Darüber hinaus neigt das Gerät während des Betriebs etwas lauter aufzudrehen. Hierzu trägt unter anderem das Mahlwerk bei.

Unser Fazit zum Philips 2200 Serie EP2220/10

Die Philips 2200 Serie EP2220/10 reiht sich bei den Einsteigergeräten ganz vorne mit ein. Für einen günstigen Preis erhältst du ein Gerät, das nicht nur geschmacklich, sondern auch bei der Temperatur des Getränks überzeugen kann, eine Eigenschaft, die erschreckenderweise nicht selbstverständlich ist. Wenn du mit dem etwas lauten Mahlwerk leben kannst, kannst du bei diesem Kaffeevollautomaten bedenkenlos zugreifen.

Weitere Kaffeevollautomaten findest du in unserer Philips Bestenliste.

Kaffeevollautomat - Heißgetränke wie von Zauberhand

Kaffeevollautomat in Betrieb Wer kennt es nicht: Es ist früh und man schleppt sich aus dem Bett, um der morgendlichen Routine nachzukommen. Doch bevor man den ersten Kaffee des Tages genießen kann, muss erstmal Wasser aufgesetzt, bzw. die Filtermaschine in Gang gebracht werden. Diese Prozedur kann schon mal einige Minuten dauern. Wenn man besondere Ansprüche an das schwarze Gold hat, dann wird die Wartezeit zur Nervenprobe. Wie gut wäre es, einen Kaffeevollautomaten zu besitzen, der dir, während du dich in Ruhe fertig machst, jede Leckerei im Handumdrehen zubereitet.

Diese Automaten bieten dir umfangreiche Brühprogramme für eine große Variation an Kaffeespezialitäten und Kaffeevarianten. Wie bei fast allen elektronischen Haushaltsgeräten gibt es auch hier einige Kriterien zu beachten, um nicht gefrustet in den Tag zu starten. Welche das sind, verraten wir dir hier.

Smarte Kaffeemaschine - Vollautomaten mit App-Steuerung

Kaffeetasse mit frischem KaffeeEinige Kaffeemaschinen Hersteller haben sich an einem Gerät mit digitaler Getränkeeinstellung versucht. Diese Extrafunktion kostet natürlich Aufpreis, denn die Modelle gibt es auch als “normalen Vollautomaten”. Die Bedienung wird über das Smartphone oder Tablet oftmals von den Nutzer:innen als intuitiver beschrieben. Neben den Einstellungen zur Kaffeezubereitung kann meist auch die Bedienungsanleitung eingesehen werden und die Wasserhärte lässt sich eintragen. 

Die Apps von Siemens und Saeco konnten dabei besonders glänzen. Siemens bietet über die “coffeeWorld” sogar Getränke an, die nur in der App zu finden sind. Bei De’Longhi können über die App persönliche Profile angelegt werden, mit denen auch das System für den Milchschaum aus der Ferne steuerbar ist. Auch die Marke Miele bietet WLAN-fähige Kaffeevollautomaten an.

Doch die smarten Versionen sind mit Vorsicht zu genießen: Die Hersteller versprechen sich von der App Anbindung mehr Daten der Nutzer:innen abfangen zu können und so das Nutzungsverhalten besser zu kennen. Daher empfiehlt es sich so wenig persönliche Daten wie nötig preiszugeben.

Vor- und Nachteile eines Kaffeevollautomaten

Warum du dir einen Kaffeeautomaten zulegen solltest und welche Schattenseiten die Gerät mit sich bringen, verraten wir dir hier:

Vorteile

Nachteile

  • schnellere Zubereitung als bei z.B. einer Siebträgermaschine oder Frenchpress
  • große Getränkeauswahl
  • “Kaffeemühle” und Kaffeemaschine in einem Gerät
  • Kaffee wird frisch gemahlen und überbrüht
  • automatische Reinigung
  • meist einfache Bedienung (auch für Anfänger:innen)
  • aufwendige Reinigung notwendig
  • teilweise laute Betriebsgeräusche
  • nur für 1-2 Tassen gleichzeitig

Wenn du nicht gerade bei den günstigen Kaffeevollautomaten zuschlägst, ist ein Kaffeevollautomat eine gute Investition.

Wie ist ein Kaffeevollautomat aufgebaut und wie funktioniert er?

kaffeevollautomatenIm Gegensatz zur Filterkaffeemaschine wird bei dem Kaffeevollautomaten nicht einfach nur heißes Wasser über das Kaffeepulver gegossen. In einem Kaffeeautomat steckt ein Kegel- oder Scheibenmahlwerk, dazu gesellt sich der Durchlauferhitzer in der Brühgruppe. Dieser erhitzt das Wasser auf die gewünschte bzw. benötigte Temperatur, sodass deinem Kaffeegenuss nichts mehr im Wege steht. Die Brühgruppe bezeichnet den Teil, der das heiße Wasser und die gemahlenen Bohnen oder das Kaffeepulver vereinen. 

Der Kaffeevollautomat arbeitet mit Druck, weshalb sich im schicken Gehäuse ebenfalls Pumpe und Brühgruppe befinden. Diese lässt sich je nach Hersteller entfernen oder ist fest eingebaut (wie bei Jura und Krups) - Optimal ist es, wenn man die Brühgruppe zum Reinigen entfernen kann. Nur so beugst du übermäßigen Verschleiß und Verschmutzungen vor.
Ein großer Vorteil der Kaffeeautomaten ist das gleichmäßige Ergebnis, welches man beim Brühen erhält. Für die jeweilige Kaffeespezialität wird immer die gleiche Menge Kaffee verwendet. So gibt es auch keine bösen Überraschungen durch zu viel oder zu wenig verwendetes Kaffeepulver. Diese Einstellungen lassen sich aber bei so gut wie jedem Gerät individuell anpassen.

Was muss ich beim Kauf eines Kaffeevollautomaten beachten?

Bevor du eine Kaufentscheidung treffen kannst, gilt es zunächst einmal einige Kriterien zu beleuchten. Welche das sind, verraten wir dir hier.

Häufigkeit des Einsatzes - Die Anschaffung eines Kaffeevollautomaten muss sich lohnen

Für welchen Einsatz benötigst du einen Kaffeevollautomaten? Möchtest du ihn im Büro aufstellen oder soll er deine Küche verschönern? Wenn du nur selten Kaffee trinkst, lohnt sich vielleicht eher eine Kapselmaschine, Padmaschine oder ein Siebträgermaschine für dich. Diese eignet sich für einen gelegentlichen Einsatz, während ein Vollautomat allein schon aufgrund Anschaffungskosten regelmäßig im Gebrauch sein sollte.

Wenn du ein waschechter Espresso Fan bist, empfehlen wir dir eine zusätzliche Espressomaschine. Damit können noch bessere Ergebnisse erzielt werden. Siebträgermaschinen haben jedoch meist kein integriertes Mahlwerk, daher benötigst du zusätzlich noch eine Kaffeemühle.

Größe des Bohnenbehälters und Füllmenge des Wassertanks

Diese beiden Komponenten hängen auch von der Anzahl der täglichen Anwendungen ab. Brauchst du den Vollautomaten fürs Großraumbüro kann ein Kaffeevollautomat mit zwei Bohnenbehältern sinnvoll sein. So kann öfter die Sorte gewechselt werden und so für Abwechslung bei der Kaffeestärke und bei den Kaffeevarianten gesorgt werden. Große Wassertanks müssen zudem nicht so häufig aufgefüllt werden.
Hinweis: Achte darauf, dass das Wasser im Tank immer frisch ist, um Keime darin zu verhindern.

Einstellungen des Mahlgrades und der Kaffeestärke

Kaffeebohnen im BohnenbehälterNahezu alle Maschinen bieten eine Funktion, mit der die Kaffeestärke (also die Menge des Kaffeepulvers) und der Mahlgrad eingestellt werden können. Jedoch sollte die Verstellung kleinschrittig erfolgen, da sonst das Ergebnis ungleichmäßig wird. Je feiner der Kaffee gemahlen wird, desto mehr Kaffee passt auch in eine Portion, was ihn wiederum stärker werden lässt. Meist ist auch die Menge des Milchschaums anpassbar. Die Einstellungen kannst du meist über einen Drehregler oder ein Touchdisplay durchführen.

Das richtige Mahlwerk ist entscheidend

Du hast die Wahl zwischen einem Scheiben- oder Kegelmahlwerk. Beide können aus Stahl oder Keramik bestehen. Bei der Wahl des richtigen Materials kommt es auf dein Budget und deine Ansprüche an deinen Kaffeevollautomaten an. Ein Mahlwerk aus Keramik erweist sich deutlich resistenter gegen Verschleiß und bleibt dir entsprechend lange erhalten. Jedoch ist es in der Anschaffung meist teurer.

Ein Mahlwerk aus Stahl erzielt zwar ähnlich gute Mahlergebnisse, ist aber anfälliger für Verschleiß und wartungsintensiver. Im Gegenzug ist es jedoch deutlich günstiger.

Hier zeigen wir dir noch einmal den Unterschied zwischen Scheiben- und Kegelmahlwerk:

Scheibenmahlwerk

Kegelmahlwerk

  • gemahlener Kaffee wird durch die Zentrifugalkraft nach außen gedrückt
  • besteht aus zwei aufeinanderliegenden Scheiben
  • eine davon ist fixiert, die andere durch einen Motor betrieben
  • leise Betriebsgeräusche
  • benötigt weniger Platz
  • besteht aus zwei Teilen, die ineinandergreifen
  • Mahlgut fällt nach unten durch und röstet nicht nach

Ein entscheidender Unterschied liegt bei der Anzahl der Umdrehungen. Ein Scheibenmahlwerk arbeitet teils deutlich schneller als ein Kegelmahlwerk, da es auf bis zu 1300 Umdrehungen pro Minute kommt. Durch die höhere Umdrehungsanzahl kommt es jedoch auch zu einer gewissen Hitzeentwicklung. Diese kann das Aroma des Kaffees negativ beeinflussen.

Hingegen schafft es das Kegelmahlwerk auf etwa 400 Umdrehungen pro Minute. Ein Kegelmahlwerk ist entsprechend dann zu empfehlen, wenn du auf unverfälschtes Kaffeearoma aus bist. Es ist jedoch etwas teurer in der Anschaffung.

Kaffeevollautomat mit Milchbehälter für Kaffeegenuss der Extraklasse

Latte Macchiato unter dem VollautomatenDu trinkst gerne mal einen Cappuccino oder einen Latte macchiato? Dann solltest du einen Blick auf den Milchaufschäumer bzw. ein Milchschaumsystem werfen, denn hier gibt es einige Unterschiede. Es gibt Automaten mit einer Dampflanze an der Seite, dort musst du dich manuell um den Milchschaum kümmern. Die andere Variante sind anschließbare Milchbehälter oder Schläuche, die in eine Milchkanne aus Edelstahl oder Kunststoff führen.

Während der Benutzung der Dampffunktion kann es sein, dass ein gleichzeitiges Kaffeebrühen nicht möglich ist. Denn sie teilen sich oftmals einen Durchlauferhitzer. Oft muss dann etwas Zeit vergehen, bis man wieder Kaffee brühen kann, ansonsten ist das Wasser zu heiß und der Kaffee schmeckt verbrannt. Abhilfe schafft ein doppelter Durchlauferhitzer, der den Betrieb so aufteilt, dass Kaffee und Milchschaum gleichzeitig erhitzt werden können. So kannst du deinen Gästen spielend leicht und zügig den Kaffee oder Latte macchiato servieren. Deshalb empfehlen wir Vollautomaten mit Doppelbezug.

Was gilt es außerdem bei einem Kaffeevollautomaten zu beachten?

Neben den bisher aufgeführten Punkten, wollen wir nun noch einmal näher auf Brühdruck, Temperatur und Geschmack eingehen.

  • Der Brühdruck ist maßgeblich für den Geschmack zuständig und liegt bei Vollautomaten meist bei 15-19 bar. Die Angaben der Hersteller zum Pumpendruck sind in der Regel zu vernachlässigen, denn sie geben nur den maximalen Druck der Pumpe an. Dieser wird beim Brühen im Normalfall nicht erreicht. Für die Zubereitung eines Espressos wird ein Druck von 9 bar benötigt.

  • Eine der wichtigsten Variablen bei der Kaffeezubereitung ist die Temperatur. Bei manchen Kaffeevollautomaten ist auch diese einstellbar. Die Temperatureinstellung erfolgt oftmals in verschiedenen Stufen und ist nicht auf das Hundertstel genau einstellbar. Der moderne Automat besitzt zudem eine Heißwasserfunktion, sodass auch Teetrinker:innen auf ihre Kosten kommen.

  • Beim Geschmack scheiden sich die Geister - hier ist die persönliche Vorliebe gefragt. Um es allen Recht zu machen, kann man sich einen Kaffeevollautomaten anschaffen, der mit seinen vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten jede Eventualität abdeckt.

Kaffeevollautomaten reinigen und entkalken

KaffeevollautomatDurch die häufige Benutzung des Kaffeeautomaten sollte dieser täglich gereinigt werden. Das gilt für den Kaffeeauslauf, den Tresterbehälter, das Milchsystem und die Auffangschale. Die Reinigungsprogramme sind entweder integriert oder müssen manuell durchgeführt werden. Wann eine Entkalkung nötig wird, zeigt die Maschine oft von selbst an. Dies geschieht über ein Display oder eine Kontrollleuchte. Die Häufigkeit der Entkalkung ist abhängig von der vorherrschenden Wasserhärte. Eine wöchentliche Reinigung der Brühgruppe ist ebenfalls notwendig. Hier noch ein paar wichtige Informationen:

  • 15% der Öle, welche bei der Kaffeezubereitung freigesetzt werden, sammeln sich in der Brühgruppe. Daher ist eine entnehmbare Brühgruppe von Vorteil, da diese ausführlich gereinigt werden kann.

  • Das Milchschaumsystem bedarf unbedingt einer ausführlichen und täglichen Reinigung, um Keimbildung zu vermeiden und jederzeit leckeren Milchschaum zur Verfügung zu haben.

  • Bei der Entkalkung werden oft Entkalkungstabs oder auch Flüssigentkalker eingesetzt. Achte bitte bei der Entkalkung auf die empfohlene Dosierung und Anwendungshinweise, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erhalten und deine Maschine nicht zu beschädigen. Viele Maschinen haben auch ein eigenes Entkalkungsprogramm.

Kaffeevollautomaten im Test bei Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest ist natürlich auch wieder mit dabei und hat immer wieder Kaffeevollautomaten im Test. Dabei hat sich Jura seit einigen Jahren an die Spitze gesetzt. Doch ist der Traditionshersteller nicht der einzige im Test. Melitta hat auch etwas zu sagen.

  • Jura hat sich nicht nur einmal, sondern gleich mit drei Geräten, jeweils mit einer Endnote von 1,9, an die Spitze des Tests gesetzt. Sowohl die Jura E8 Platin, die Jura ENA 8 als auch die Jura E6 stehen ganz oben auf dem Siegertreppchen. Alle haben hierbei ähnliche Stärken. Geschmacklich als auch von der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden. Die E8 Platin zeichnet sich zudem durch eine sehr angenehme Temperatur der Getränke aus. Alle punkten zudem durch ein sehr flottes Aufheiztempo und einen automatischen Aufschäumer für Milchschaum.

  • Melitta stört die traute Dreisamkeit und möchte mit ihrer Caffeo Varianza CSP an der Spitze mitreden. Diese braucht zwar etwas länger, punktet aber mit exzellentem Milchschaum. Auch der Espresso weiß geschmacklich zu überzeugen. Insgesamt sind zehn Getränke vorprogrammiert und versprechen eine angenehm große Auswahl.

Kaffeevollautomaten - Häufige Fragen (FAQ)

Wie viel kostet ein Kaffee aus einem Kaffeevollautomaten?

Ausschlaggebend ist der Preis des Kaffees. Wirklich guten, fair gehandelten Kaffee gibt es ab circa 10 € pro 500 Gramm. Allgemein werden 60 Gramm Kaffee auf einen Liter Wasser verwendet. Damit errechnen sich die Tassenpreise bei einem Kaffeevollautomaten wie folgt:

  • 125 ml - 20 Cent
  • 200 ml - 32 Cent
  • 250 ml - 40 Cent
  • 1 Liter - 1,60 €

Welche Kaffeesorten eignen sich für einen Kaffeevollautomaten?

Prinzipiell können alle natürlichen Kaffeesorten verwendet werden. Die Klassiker Arabica (für Kaffee) und Robusta (für stärkere Tassen oder Espresso) sind dabei besonders beliebt.
ACHTUNG: Aufpassen solltest du bei karamellisierten oder aromatisierten Sorten, da die Zusätze das Mahlwerk der Maschine verkleben und sogar beschädigen können. Soll die Bohne trotzdem noch einen zusätzlichen Geschmack haben, achte auf einen “Für Vollautomaten geeignet”-Aufdruck.

Brauche ich einen Kaffeevollautomaten mit Mahlwerk?

Tatsächlich hast du hier kaum eine Wahl, denn die allermeisten Vollautomaten sind einfach mit einem Scheiben- oder Kegelmahlwerk ausgestattet. Das bedeutet allerdings nicht, dass du auf dein geliebtes Kaffeepulver verzichten musst! Fast alle modernen Vollautomaten haben ein Pulverfach, in welches sich selbst- oder fertig gemahlener Kaffee füllen lässt. 

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