Shark NeverChange Max Weiß Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Der Shark NeverChange Max hat ein klares Argument: Sein Filter soll fünf Jahre lang im Gerät bleiben können. Damit bleiben die Folgekosten niedrig, und auch in der Anschaffung gehört er zu den günstigeren Geräten. In unserem Vergleich von sechs Luftreinigern landet er trotzdem auf dem letzten Platz. Das Gehäuse wirkt dünner als bei der Konkurrenz, eine App gibt es nicht, und eine Fernbedienung liegt nicht bei. Die Automatik hat auf ein Räucherstäbchen im ersten Durchgang sehr schlecht reagiert. Ein kleines Bad hatte er nach gut zwölf Minuten sauber, nur ein Gerät war langsamer. Er passt für alle, die jahrelang keinen Filter kaufen wollen und auf App und zuverlässige Automatik verzichten können.Vorteile
- Filter soll fünf Jahre halten Kaum Folgekosten für Ersatzfilter
- Günstig in der Anschaffung Zählt zu den günstigeren im Vergleich
- Zeigt Feinstaub nach Partikelgröße Drei Staubgrößen einzeln am Display
- Raumduft liegt bei Duftstärke in Stufen einstellbar
Nachteile
- Automatik übersieht schwachen Rauch Räucherstäbchen im Test kaum bemerkt
- Keine App, Fernbedienung nicht dabei Bedient wird direkt am Gerät
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Shark NeverChange Max im Test: Fünf Jahre ohne Filterwechsel?
Der Shark NeverChange Max hat ein sympathisches Konzept: Sein Filter soll fünf Jahre lang nicht getauscht werden müssen. Damit hat er die niedrigsten Folgekosten aller sechs Luftreiniger in unserem Vergleich. Trotzdem ist er dort auf dem letzten Platz gelandet. Der Grund ist ausgerechnet die Funktion, auf die sich das Gerät am meisten verlässt: die Automatik.
Fünf Jahre Ruhe: Das Filterkonzept
Bei den meisten Luftreinigern im Test kommen zum Kaufpreis jedes Jahr Kosten für neue Filter dazu, beim Testsieger Bosch Air 4000i sind es rund 75 Euro. Shark verspricht dagegen, dass der Filter des NeverChange Max fünf Jahre lang im Gerät bleiben kann. Das sind die niedrigsten Folgekosten im Testfeld, und auch in der Anschaffung gehört der Shark zu den günstigeren Geräten. Laut Hersteller reinigt er Räume bis 130 m².
Verarbeitung und Bedienung: Hier wurde gespart
Auf dem Papier klingt das gut, aber schon beim Anfassen merkt man, wo gespart wurde. Das Plastik ist dünner als bei den anderen Geräten, und der Shark fühlt sich insgesamt weniger wertig an als seine Konkurrenten.
Auch die Ausstattung ist knapp gehalten. Es gibt kein WLAN und keine App, und eine Fernbedienung liegt nicht bei. Bedient wird der Luftreiniger also direkt am Gerät. Shark geht offenbar davon aus, dass man ihn auf Automatik stellt und dann in Ruhe lässt.
Die Automatik ist die Schwachstelle
Genau diese Automatik hat uns beim Shark aber nicht überzeugt. Für den Test mit dem Räucherstäbchen brennt das Stäbchen einen Meter vor dem Gerät. Im ersten Durchgang hat der Shark darauf sehr schlecht reagiert. Wir hatten den Eindruck, dass der Sensor im hinteren Bereich des Geräts sitzt.
Im Reaktionstest nebeln wir das Gerät direkt ein und stoppen, wie lange es braucht, bis es die schlechte Luft bemerkt. Der Shark brauchte 28 Sekunden. Das ist ein Platz im Mittelfeld, der schnellste Luftreiniger war nach 9 Sekunden so weit.
Badezimmer-Test: Nur einer war langsamer
Im Badezimmer-Test stoppen wir, wie lange das Gerät in einem eingenebelten Badezimmer braucht, bis die Luft wieder in Ordnung ist. Der Shark hat dafür gut zwölf Minuten gebraucht und liegt damit im hinteren Feld. Der Bosch war in unter neun Minuten fertig, nur der Levoit Core 300S brauchte mit über 14 Minuten noch länger. Der Shark macht die Luft also sauber, lässt sich dafür aber mehr Zeit als die meisten anderen.
Lautstärke: Im leisen Modus lauter als die meisten
Auf höchster Stufe haben wir 58 dB gemessen, im leisesten Modus knapp 40 dB. Dazwischen lagen die Werte bei 41 und 48 dB. Gerade der leise Modus ist damit lauter als bei den meisten anderen Geräten im Vergleich: Der Dyson HushJet kam auf 36 dB, der Philips PureProtect 3200 auf 37 dB. Fürs Schlafzimmer gibt es in unserem Vergleich leisere Geräte.
Raumduft gehört zum Lieferumfang
Eine Besonderheit hat der Shark noch: Im Lieferumfang liegt eine Kartusche mit Raumduft, die oben ins Gerät eingesetzt wird. Wie stark der Duft abgegeben wird, lässt sich stufenweise einstellen, er soll unangenehme Gerüche neutralisieren. Das ist eine nette Zugabe, am Gesamtbild ändert sie aber nichts.
Unser Fazit: Sparsam im Unterhalt, schwach bei der Automatik
Der Shark NeverChange Max hat ein gutes Argument, und das sind die Folgekosten. Wer ein Gerät sucht, das jahrelang ohne Filterkauf durchläuft, und wem Sensor und App egal sind, für den ist er eine Überlegung wert.
Für alle anderen gibt es Besseres. Ein Luftreiniger ohne App und Fernbedienung muss sich auf seine Automatik verlassen können, und die hat im Test zu träge reagiert. Dazu kommen die einfache Verarbeitung und ein leiser Modus, der lauter ist als bei den meisten anderen Geräten. Der Bosch Air 4000i spielt preislich in derselben Klasse, war im Badezimmer deutlich schneller und ist leiser. Wer weniger ausgeben will, greift zum Levoit Core 300S: Er braucht im Badezimmer zwar noch länger, bemerkt schlechte Luft im Nebel aber schon nach 12 Sekunden und ist unser Preis-Leistungs-Sieger.