Flexibilitäts-Tipp

Miele Triflex HX3 Test

3-in-1 Stabstaubsauger · Beutellos · 0,5 l · Brilliant white · Kunststoff
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Unser Testergebnis

Akku-Staubsauger
Gut (5.4)
Miele Triflex HX3
04/2026
Einzelergebnisse
Lieferumfang:
5.0
Verarbeitung:
6.0
Handhabung:
5.5
Betrieb:
5.0
Saugleistung:
5.5

Unser Test-Fazit

Der Miele Triflex HX3 ist ein vielseitiger Akku-Stabstaubsauger, der sich dank 3-in-1-Konzept flexibel an jede Reinigungssituation anpasst. Ob Boden, Ecken oder Polster, das Umbauen zum Handgerät gelingt schnell. Die automatische Bodenerkennung passt die Saugleistung selbstständig an, während der HEPA-Lebensdauerfilter auch Allergiker überzeugt. Mit rund 70 Minuten Laufzeit lassen sich auch grössere Wohnungen am Stück reinigen. Praktisch sind zudem die LED-Beleuchtung und die freistehende Parkposition. Die Ladezeit von vier Stunden fällt lang aus und der Filter ist nicht waschbar. Insgesamt ein hochwertiger Allrounder im gehobenen Preissegment, ideal für alle, die Wert auf Qualität und Flexibilität legen.

Vorteile

  • 3-in-1 flexibel Boden, Ecken und Polster mit einem Gerät reinigen
  • Lange Laufzeit Bis zu 70 Minuten für grössere Wohnungen
  • HEPA-Filter Bindet Feinstaub, ideal für Allergiker
  • Auto-Bodenerkennung Passt Saugkraft selbst an den Untergrund an

Nachteile

  • Lange Ladezeit Volles Aufladen dauert rund vier Stunden
  • Filter nicht waschbar Muss bei Bedarf komplett getauscht werden

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Miele Triflex HX3 im Test: Was deutsche Markenqualität wirklich kann

Bei Akku-Staubsaugern dreht sich das Gespräch fast immer um Dyson oder die neuen Marken aus China. Miele hat dabei kaum jemand auf dem Zettel, obwohl kein anderer Hersteller so für Geräte steht, die ein halbes Leben halten. Rund 600 Euro will Miele für den Triflex HX3 haben, und genau deshalb wollten wir es genau wissen: Steckt in dem Akkusauger tatsächlich die berühmte deutsche Markenqualität, oder bezahlt man am Ende vor allem den Namen auf dem Gehäuse? Wir haben ihn durch unseren kompletten Härtetest geschickt, auf Parkett, Mittelflor- und Hochflorteppich, dazu Fugen, Haare und ein Akku-Dauerlauf.

Mit Motor unten steht der Triflex HX3 von selbst.

Foto: Mit Motor unten steht der Triflex HX3 von selbst.

Verarbeitung und Lieferumfang

Im Karton liegen neben dem Sauger eine Wandhalterung, drei zusätzliche Aufsätze, ein Quick-Start-Guide, die Anleitung und die Garantieunterlagen. An der Wandhalterung ist markiert, welcher Aufsatz in welche Aufnahme gehört. Eine Kleinigkeit, die im Alltag dafür sorgt, dass die Düsen nicht in der Abstellkammer verschwinden.

Im Karton: Wandhalterung, drei Aufsätze, Netzteil und die Anleitungen.

Foto: Im Karton: Wandhalterung, drei Aufsätze, Netzteil und die Anleitungen.

Optisch bleibt der Triflex angenehm zurückhaltend: helles, schlichtes Weiß, dazu ein durchsichtiger Saugkopf und ein durchsichtiger Staubbehälter. Das sieht nicht nur aufgeräumt aus, man sieht auch jederzeit, was gerade eingesaugt wird und wann der Behälter voll ist.

Bei der Verarbeitung merkt man dann sofort, woher Mieles Ruf kommt. Nichts klappert, nichts wackelt, die Bauteile sitzen sauber ineinander. Das ist eines der am besten verarbeiteten Geräte, die wir bei den Akkusaugern bisher in der Hand hatten, und in der Verarbeitung vergeben wir die volle Punktzahl.

Das 3-in-1-Prinzip: Motor oben oder unten

Das Besondere am Triflex ist seine modulare Bauweise. Saugkopf, Saugrohr und Motoreinheit lassen sich unterschiedlich zusammenstecken, je nachdem was gerade ansteht. Sitzt der Motor unten, liegt der Schwerpunkt tief, und das Gerät steht in dieser Konfiguration von selbst. Fürs Saugen über Kopf, etwa um ein Regal abzusaugen oder Spinnweben aus den Ecken zu holen, wandert die Motoreinheit nach oben. Ohne Saugrohr bleibt ein kompaktes Handgerät für Polster und Ecken übrig, daher der Name 3-in-1.

Für Arbeiten über Kopf wandert die Motoreinheit nach oben.

Foto: Für Arbeiten über Kopf wandert die Motoreinheit nach oben.

Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist im Alltag aber der größte Unterschied zu allen anderen Akkusaugern in unserem Testfeld. Bisher musste man sich beim Kauf für ein Konzept entscheiden. Motor oben heißt leichtes Rohr, aber Gewicht in der Hand. Motor unten heißt bequemes Bodensaugen, aber ein kopflastiges Gerät über der Schulter. Der Triflex ist der erste Akkusauger im Test, bei dem diese Entscheidung entfällt.

Saugstufen und Saugkraft

Gesteuert wird über drei Saugstufen: Low, Eco und High. Für hartnäckige Fälle kommt ein Special-Boost dazu, der für wenige Sekunden alles herausholt, was der Motor kann. Etwas irritierend ist die Benennung, denn Eco ist bei Miele die mittlere Stufe und nicht die niedrigste. Wer zum Stromsparen auf Eco schaltet, arbeitet also schon im Mittelfeld.

Drei Saugstufen und der Special-Boost laufen über die Griff-Tasten.

Foto: Drei Saugstufen und der Special-Boost laufen über die Griff-Tasten.

Bei der Saugkraft hält sich Miele bedeckt und nennt keinen offiziellen Wert, kursieren Angaben von rund 120 bis 160 Airwatt. Dysons Topmodell V16 bringt über 300 Airwatt mit, auf dem Papier ist der Triflex damit Mittelklasse. Airwatt beschreibt allerdings nur, wie viel Luftleistung am Saugkopf ankommt, und nicht, wie gut Bürste und Düse den Schmutz aus dem Boden holen. Was am Ende liegen bleibt, entscheidet erst der Test.

Saugtest auf Hartboden

Auf Parkett legt der Triflex stark los. Haferflocken saugt er bereits in der niedrigsten Stufe restlos auf, ohne dass man höher schalten muss. Vogelsand nimmt er ebenso zuverlässig mit, bei Katzenstreu bleibt nichts zurück. Nur die Bügelperlen kosten Zeit: Auf Hartboden dauert es relativ lange, bis die leichten Kügelchen alle im Behälter sind. Das Ergebnis stimmt am Ende, der Weg dahin zieht sich.

Bügelperlen auf Parkett kosten den Triflex sichtbar Zeit.

Foto: Bügelperlen auf Parkett kosten den Triflex sichtbar Zeit.

Mehr Mühe machen Fugen. Mit dem Standardaufsatz bleibt in tiefen Fugen sichtbar etwas liegen, erst mit der Fugenbürste aus dem Lieferumfang holt der Triflex alles heraus, und das dann richtig gründlich. Für Fliesen oder Dielen mit tiefen Rillen heißt das: Der Aufsatzwechsel gehört zum Programm.

Erst die Fugenbürste holt alles aus der tiefen Fuge.

Foto: Erst die Fugenbürste holt alles aus der tiefen Fuge.

Etwas schwerfällig wirkt er auf Hartboden außerdem beim Schieben. Eines der beiden hinteren Räder blockierte im Test gelegentlich, vor allem nachdem wir vorher Sand eingesaugt hatten.

Saugtest auf Teppich

Auf Teppich dreht sich das Bild, und hier spielt der Triflex HX3 seine Stärken aus. Auf dem Mittelflorteppich verschwinden die Bügelperlen sehr gut, beim Vogelsand bleiben kaum Rückstände, und Katzenstreu holt er sowohl im normalen Modus als auch auf der höchsten Stufe vollständig heraus.

Selbst der Hochflorteppich, an dem viele Akkusauger kapitulieren, hält ihn nicht auf: Die Bügelperlen landen restlos im Behälter. Dafür muss man allerdings arbeiten. Der Saugkopf zieht sich im hohen Flor regelrecht fest, und das Gerät will mit merklichem Kraftaufwand über die Fläche geschoben werden. Wer viel Hochflor im Haus hat, sollte das einkalkulieren. Sauber wird es, bequem ist es nicht.

Im Hochflor verschwinden die Bügelperlen restlos, aber mit Kraftaufwand.

Foto: Im Hochflor verschwinden die Bügelperlen restlos, aber mit Kraftaufwand.

Damit gehört die Teppichleistung zum Besten, was wir bisher bei Akkusaugern gemessen haben. Auf Hartboden reicht es für ein gutes, aber nicht überragendes Ergebnis.

Haare wickeln sich um die Bürste

Beim Haartest zeigt sich die zweite Schwäche. Eingesaugt werden die Haare ordentlich, fast alle wickeln sich dabei aber um die Bürstenwalze und müssen von Hand entfernt werden. Bei Haustieren oder langen Haaren im Haushalt wird das zur regelmäßigen Aufgabe.

Fast alle Haare wickeln sich um die entnehmbare Bürste.

Foto: Fast alle Haare wickeln sich um die entnehmbare Bürste.

Immerhin hat Miele die Reinigung mitgedacht: Die Bürste lässt sich mit einem Handgriff aus dem Saugkopf entnehmen, das macht die Sache deutlich einfacher. Elegant gelöst ist es trotzdem nicht: Der konisch geformte Bürstenkopf des Dyson V16 ist hier die bessere Konstruktion, dort bleiben nach dem Haartest keine Rückstände an der Bürste.

Entleeren, Filter und Wartung

Beim Saubermachen des Saugers selbst gibt sich der Triflex keine Blöße. Der Staubbehälter löst sich mit einem Griff vom Gerät, man hält ihn über den Mülleimer und öffnet die Klappe an der Unterseite. Kein Kontakt mit dem Staub, kein Werkzeug, keine Anleitung nötig. Der Filter ist ebenso entnehmbar und wechselbar.

Behälter lösen, Klappe öffnen, fertig - ohne Kontakt zum Staub.

Foto: Behälter lösen, Klappe öffnen, fertig - ohne Kontakt zum Staub.

Spannender ist, was Miele mit diesem Filter macht. Im Triflex steckt ein mehrstufiges System inklusive HEPA-Luftfilter, das laut Hersteller nahezu alle Partikel, Allergene und Pollen aus der eingesaugten Luft holt. Nachmessen können wir das nicht, für Allergiker ist es trotzdem ein gutes Argument. Auswaschen oder ständig tauschen muss man den Filter dabei nicht: Man dreht ein paar Mal am Griff oben am Staubbehälter, und die Mechanik löst den Staub im Filter. Miele nennt das ComfortClean. Beim nächsten Entleeren fliegt der gelöste Staub einfach mit heraus, die Saugkraft bleibt konstant, und der Filter selbst wird erst etwa alle drei Jahre gewechselt. Der Wartungsaufwand gehört damit zu den angenehmsten im Testfeld.

Der Filter lässt sich entnehmen und alle drei Jahre tauschen.

Foto: Der Filter lässt sich entnehmen und alle drei Jahre tauschen.

Mit 72 dB liegt der Triflex im normalen Rahmen für einen Akkusauger. Hörbar ist er deutlich, aber angenehmer als Konkurrenten, die im Boost regelrecht schrill werden.

Im Test messen wir 72 dB, für Akkusauger ein Normalwert.

Foto: Im Test messen wir 72 dB, für Akkusauger ein Normalwert.

Der Akku ist die größte Schwäche

Bleibt der Akku, und der ist der klare Knackpunkt. Im Boost-Modus schaltet der Triflex nach etwa 14 Minuten in einen akkuschonenden Modus, nach knapp 17 Minuten ist komplett Schluss. Im Eco-Modus kommt er auf rund 21 Minuten, in der niedrigsten Stufe sind nach knapp 32 Minuten die Lichter aus. Für eine kleine bis mittlere Wohnung reicht das, im Haus mit viel Teppich wird es knapp, und gerade dort braucht der Sauger die höheren Stufen.

Dazu kommt die Ladezeit von vier Stunden, bis der Akku wieder voll ist. Wer damit nicht auskommt, hat immerhin einen Ausweg: Der Akku ist abnehmbar, ein zweiter lässt sich im Betrieb durchtauschen. Billig ist das nicht, rund 130 Euro kostet ein Ersatzakku. Bei einem Gerät dieser Preisklasse ist das aber die sinnvollere Investition, als sich mit halben Saugrunden zu arrangieren.

Leicht ist der Triflex mit 3,6 kg nicht, im Bodenbetrieb mit Motor unten fällt das aber kaum ins Gewicht.

Fazit: Qualität ja, Ausdauer nein

Steckt im Triflex HX3 nun die berühmte Miele-Qualität? Ja, und zwar genau dort, wo man sie im Alltag merkt. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben, die Saugleistung auf Teppich gehört zum Besten in unserem Testfeld, und die modulare Bauweise macht ihn flexibler als jeden anderen Akkusauger, den wir hatten. Dazu kommen ein Filtersystem, das sich mit einem Handgriff selbst reinigt, und eine Entleerung, über die man keine Sekunde nachdenken muss.

Die Schwächen sind dafür klar benannt: Der Akku hält im Boost keine 17 Minuten durch und braucht danach vier Stunden zum Laden, und fast alle Haare wickeln sich um die Bürste. Rund 600 Euro sind kein Schnäppchen, für die gebotene Qualität geht der Preis aber in Ordnung, zumal Miele für seine langfristige Ersatzteilversorgung bekannt ist. Über die Lebensdauer gerechnet verschiebt das den Preis noch einmal.

Empfehlen würden wir den Triflex HX3 für Wohnungen mit viel Teppich, für Allergiker und für alle, denen Verarbeitung und Langlebigkeit wichtiger sind als die letzte Airwatt-Zahl. Wer ein großes Haus in einem Durchgang saugen will oder lange Haare im Haushalt hat, ist mit dem Dyson V16 besser bedient: mehr Leistung, deutlich längere Laufzeit und keine Haare an der Bürste, dafür rund 100 Euro mehr auf dem Preisschild.

Vergleichstabelle

Produktdetails

Design
Produkttyp
3-in-1 Stabstaubsauger
Staubbehälter Typ
Beutellos
Produktfarbe
Weiß
Staubkapazität
0,5 l
Name der Farbe
Brilliant white
Rohrmaterial
Kunststoff
Teleskopischer Schlauch
Nein
Wandmontage
Ja
Merkmale
Radmaterial
Gummi
Zubehörhalterung
Nein
Energie
Energiequelle
Akku
Maximale Eingangsleistung
250 W
Akku-/Batteriespannung
25,2 V
Laufzeit
70 min
Ladezeit
4 h
Warnanzeige bei geringem Ladestand
Ja
Ladekontrollanzeige
Ja
Energie sparend
Ja
Akku/Batterie
Akku-/Batterietechnologie
Lithium-Ion (Li-Ion)
Sonstige Funktionen
Abnehmbarer Handstaubsauger
Ja
Lieferumfang
Staubsaugerbürsten enthalten
Abstaubpinsel, Bürste für harte Böden, Motorbetriebene Bürsten
Bodendüse inklusive
Ja
Polsterdüse enthalten
Ja
Fugendüse
Ja
Befestigungswinkel enthalten
Ja
AC-Netzadapter
Ja
Akkus/Batterien enthalten
Ja
Anzahl enthaltener Akkus/Batterien
1 Stück(e)
Leistungen
Reinigungsart
Trocken
Vakuum-Luftfilterung
HEPA
Schmutztrennungsmethode
Zyklonisch/Filterung
Reinigen der Oberflächen
Teppich, Harter Boden
Eingebautes Display
Ja
Integrierte LED-Beleuchtung
Ja
Überhitzungsschutz
Ja
Garantiezeit
2 Jahr(e)
Ergonomie
Waschbarer Filter
Nein
Antibakterieller Filter
Ja
Leistungskontrolle
Elektronisch
Variable Energie
Ja
Vertikale Lagerung
Ja
Parkposition
Ja
Füllstandsanzeige Staubbehälter
Nein
Ergonomischer Griff
Ja
Griff-Steuerelemente
Ja
Verpackungsdaten
Verpackungsbreite
761 mm
Verpackungstiefe
290 mm
Verpackungshöhe
215 mm
Paketgewicht
7,15 kg
Menge pro Packung
1 Stück(e)
Markeneigenschaften
Miele-Technologien (Bodenpflege)
3-in-1, Automatische Bodenerkennung, BrilliantLight LED, HEPA-Lebensdauerfilter, Vortex Technology
Gewicht und Abmessungen
Breite
260 mm
Tiefe
280 mm
Höhe
1297 mm
Gewicht
3,6 kg
Laden...