Saugen & Wischen

Dreame Z30 Pro Aqua Test

2-in-1-Stabstaubsauger · Beutellos · Stahl · 0,6 l · 0,4 l · 0,32 l
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Redaktionelle Zusammenfassung

Unser Fazit

Der Dreame Z30 Pro Aqua vereint Akku-Sauger und Saugwischer in einem Gerät. Die Saugleistung mit 310 Airwatt überzeugt: Auf Hartboden landet Sand, Katzenstreu oder Haferflocken zuverlässig im Behälter, Ecken reinigt der kastenförmige Aufsatz gründlich. Die rotierende Wischwalze saugt und wischt gleichzeitig und hinterlässt den Boden nahezu trocken. Praktisch sind Knickgelenk, abnehmbarer Akku und der üppige Lieferumfang. Schwächen zeigen sich bei der frickeligen Reinigung des Wischaufsatzes und der knappen Laufzeit von nur 12 Minuten im Boost-Modus. Mit rund 2,2 kg ist das Gerät zudem schwer. Ideal für normale Wohnungen mit Hartboden, an Grenzen stößt er bei großen Flächen. Oberes Preissegment.

Vorteile

  • Starke Saugleistung 310 Airwatt holen Sand und Krümel mühelos vom Boden
  • Saugt und wischt Wischwalze reinigt nass und saugt zugleich auf
  • Abnehmbarer Akku Lässt sich theoretisch durch Zweitakku ersetzen
  • Praktisches Knickgelenk Kommt bequem unter flache Möbel

Nachteile

  • Frickelige Reinigung Wischaufsatz lässt sich kaum gründlich säubern
  • Kurze Laufzeit Nur etwa 12 Minuten im Boost-Modus

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Dreame Z30 Pro Aqua im Test: Akku-Sauger und vollwertiger Saugwischer in einem Gerät?

Akku-Staubsauger gibt es mittlerweile in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Doch sobald es ums Wischen geht, ist bei den meisten Modellen schnell Schluss. Entweder hängt da ein feuchtes Tuch dran, das mehr Alibi als Funktion ist, oder man kauft sich zusätzlich noch einen separaten Saugwischer – zwei Geräte, die doppelt so viel Platz wegnehmen und entsprechend mehr kosten.

Mit dem Z30 Pro Aqua verspricht Dreame, dass genau dieser Kompromiss nicht länger nötig ist: ein Akku-Sauger, der gleichzeitig ein vollwertiger Saugwischer sein soll – mit Wischwalze, Frischwassertank und automatischer Selbstreinigung. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Wir haben den Z30 Pro Aqua deshalb in einem ausführlichen Alltagstest auf Herz und Nieren geprüft – und vorweg: Eine Sache hat uns dabei wirklich überrascht.

Schweres Paket, üppiger Lieferumfang

Schon beim Auspacken wird klar, dass hier einiges geboten wird: Ganze 15 Kilogramm bringt das Paket auf die Waage. Der Lieferumfang ist entsprechend großzügig. Neben dem Sauger selbst gehören eine Ladestation, der normale Saugaufsatz, ein Wischaufsatz, eine Fugendüse, eine Polsterbürste und zusätzlich eine Kombi-Bürste zum Set. Damit lässt sich von Anfang an wirklich jeder Winkel der Wohnung erreichen, ohne dass man Zubehör nachkaufen müsste.

Der Aufbau ist selbsterklärend und kommt praktisch ohne Blick in die Anleitung aus – die einzelnen Komponenten lassen sich intuitiv zusammenstecken, sodass das Gerät innerhalb weniger Minuten einsatzbereit ist. Optisch gibt sich der Z30 mit viel Schwarz und Grau eher zurückhaltend – ein auffälliges Designstatement sucht man vergebens. Das ist letztlich Geschmacksache, wirkt aber durchaus wertig und fügt sich unauffällig in jede Wohnung ein. Die Verarbeitung ist trotz des Kunststoffs solide, lediglich die kleineren Aufsätze fühlen sich etwas billig an.

Die Ladestation hat einen unpraktischen Haken

Die Ladestation wirkt auf den ersten Blick durchdacht: Das Saugrohr lässt sich einklinken, und für die zusätzlichen Aufsätze ist genug Platz vorhanden. Im Detail zeigen sich aber zwei Schwächen. Erstens ist das Ladekabel fest an der Station verbaut und lässt sich nicht separat an den Akku anschließen. Zweitens funktioniert das Laden nur dann, wenn der Wischaufsatz montiert ist – ohne ihn sitzt der Sauger nicht korrekt in der Station und lädt nicht. Wer mal nur schnell saugen möchte und den Wischaufsatz gar nicht braucht, empfindet das schnell als umständlich. Hinzu kommt, dass das Einrast-Element recht wackelig wirkt und nicht den langlebigsten Eindruck macht.

Richtig gut gefällt uns dagegen, dass der Akku abnehmbar ist. Theoretisch lässt sich also ein Zweitakku zulegen und im Betrieb durchwechseln. Schade nur, dass sich die Akkus eben nicht separat laden lassen. Denn bei nur rund 12 Minuten Laufzeit auf höchster Stufe wäre ein Wechselakku durchaus sinnvoll. Im Eco-Modus hält der Z30 dafür knapp eine Stunde durch – das reicht für eine normale Wohnung locker aus.

310 Airwatt: Wie schlägt sich die Saugleistung?

Auf dem Papier ist die Saugleistung beeindruckend. Mit 310 Airwatt spielt der Z30 in derselben Liga wie ein Dyson V16, der es auf 315 Airwatt bringt. In der Praxis bestätigt sich dieser Eindruck: Auf Hartboden macht der Dreame einen richtig guten Job. Haferflocken, feiner Sand oder Katzenstreu sind kein Problem – der Boden ist nach dem Saugen blitzeblank. Die grün-bläuliche LED am Saugkopf hilft dabei, auch Schmutz sichtbar zu machen, den man sonst leicht übersieht. Ecken und Kanten reinigt der Sauger dank der kastenförmigen Bauweise des Aufsatzes ebenfalls sehr gründlich, hier bleibt praktisch nichts liegen.

Auf Hochflorteppich saugt der Z30 ordentlich, allerdings muss man hier zwingend in den Boost-Modus wechseln. Und dann wird es etwas anstrengend: Mit 2,2 Kilogramm ist das Gerät ein echter Brocken und alles andere als leicht zu führen. Für eine schnelle Teppichreinigung reicht das, eine ganze Wohnung mit viel Teppichfläche schafft man damit aber nicht in einem Rutsch. Gewöhnungsbedürftig ist außerdem die Reihenfolge der Modi: Sie werden nicht aufsteigend, sondern in der Abfolge Normal, Eco, Boost durchgeschaltet – das wirkt anfangs ungewohnt.

Beim Fugentest holt der Z30 den Großteil des Schmutzes bereits mit dem normalen Saugaufsatz heraus, nur etwas Sand bleibt zurück. Mit dem Fugenaufsatz lässt sich dann nahezu alles entfernen. Das Knickgelenk erweist sich als echter Vorteil, weil man damit problemlos unter sehr flache Möbel kommt. Kritik gibt es nur beim Thema Haare: Sie werden zwar eingesaugt, umwickeln aber überwiegend die Hauptrolle. Ein Dealbreaker ist das nicht, doch die Rolle muss regelmäßig von Hand befreit werden.

Der Wischtest: Hier wird es richtig interessant

Das eigentliche Highlight ist die Wischfunktion – und genau hier liegt der Unterschied zu vielen Mitbewerbern. Im Wischaufsatz steckt nämlich kein einfaches feuchtes Tuch, sondern eine rotierende Wischwalze, die mit Frischwasser versorgt wird und parallel saugt. Das Prinzip entspricht dem eines vollwertigen Saugwischers.

Im Test überzeugt dieser Ansatz: Haferflocken mit Wasser auf dem Hartboden nimmt der Z30 auf, als wäre es nichts. Im Auffangbehälter wird flüssiger Schmutz sauber von festen Bestandteilen getrennt. Selbst ein fieses Gemisch aus Haferflocken, Sand und Katzenstreu bewältigt er ohne größere Probleme – einige Reste bleiben zwar an der Wischwalze hängen, der Rest landet aber zuverlässig im Behälter. Auffällig ist die geringe Wassermenge, die der Wischer abgibt: Unabhängig vom Modus ist der Boden im Anschluss nahezu trocken.

Positiv überrascht hat uns die Handhabung. Im Vergleich zu den Submarine-Aufsätzen von Dyson lässt sich der Wischaufsatz des Z30 angenehmer bedienen, vor allem das Entleeren des Auffangbehälters geht einfacher von der Hand und erfordert deutlich weniger Gefummel. Im Alltag bedeutet das: Nach dem Wischen muss man sich nicht lange mit der Wartung aufhalten, sondern kann den Behälter zügig leeren und das Gerät zurück in die Station stellen.

Die größte Schwäche: Die Reinigung des Wischaufsatzes

So gut die Wischfunktion arbeitet, so deutlich sind ihre Kehrseiten. Der Frischwassertank fällt relativ klein aus, und auch die Einfüllöffnung ist nicht gerade großzügig bemessen. Für ein einzelnes Zimmer reicht die Füllung locker, bei größeren Flächen muss man jedoch mehrfach nachfüllen. Hinzu kommt: Ist der Filter des Wischaufsatzes erst einmal verstopft, tropft schnell Wasser auf den Boden. Auch die automatische Reinigung und Trocknung der Wischwalze funktioniert dann nicht mehr richtig, und die Ladestation verschmutzt. Ansonsten arbeitet die Selbsttrocknung der Walze allerdings zuverlässig.

Das eigentliche Ärgernis aber ist die Reinigung selbst: Selbst nach dem Abnehmen der Wischwalze lässt sich der restliche Aufsatz kaum säubern. Ob mit dem kleinen Finger oder einem dünnen Stück Küchenpapier – an die elektronische Halterung der Walze kommt man einfach nicht richtig heran. Und da sich der Aufsatz wegen der Elektronik nicht unter fließendem Wasser abspülen lässt, kann sich mit der Zeit einiges an Schmutz festsetzen. Das ist die größte Schwäche des Z30 und an dieser Stelle wirkt das Konzept schlicht nicht zu Ende gedacht. Passendes Reinigungszubehör wie eine schmale Bürste liegt zudem nicht bei.

Bleibt also die zentrale Frage: Kann der Z30 wirklich wie ein vollwertiger Saugwischer wischen? Für den Alltag und normale Verschmutzungen klappt das erstaunlich gut. An seine Grenzen stößt er aber, sobald größere Flächen oder hartnäckiger Dreck ins Spiel kommen.

Direktvergleich: Dyson V16 Submarine gegen den Z30

Spannend ist der direkte Vergleich mit dem Dyson V16 Submarine, den wir ebenfalls getestet haben. Der entscheidende Unterschied: Der Z30 saugt und wischt gleichzeitig, während beim Dyson der Saugmotor im Wischmodus nicht läuft – groben Dreck muss man dort also vorher separat aufsaugen. Dafür kommt der Wischaufsatz des Dyson ohne elektronische Bauteile aus, lässt sich ganz normal zerlegen und unter fließendem Wasser abspülen.

Unterm Strich wirkt der Dyson dadurch durchdachter. Wer besonderen Wert auf eine unkomplizierte Reinigung legt, ist mit dem V16 besser bedient – beim Wischkomfort im laufenden Betrieb hat dagegen der Z30 die Nase vorn.

Unser Fazit: Eine starke Idee mit einem entscheidenden Haken

Schafft es der Dreame Z30 Pro Aqua, Akku-Staubsauger und Saugwischer in einem Gerät zu vereinen? Fast – aber eben nicht ganz konsequent zu Ende gedacht. Auf der Habenseite stehen die starke Saugleistung und eine für einen Akku-Sauger grundsätzlich überzeugende Wischfunktion. Haferflocken, Flüssigkeiten und groben Dreck beseitigt der Z30 souverän. Dazu kommen das praktische Knickgelenk, der abnehmbare Akku und der üppige Lieferumfang.

Negativ fällt vor allem die umständliche und frickelige Reinigung des Wischaufsatzes auf, ergänzt durch die knappe Akkulaufzeit von nur 12 Minuten im Boost-Modus. Beides macht den Wischaufsatz auf lange Sicht eher unpraktikabel. Preislich liegt der Z30 Pro Aqua bei rund 600 Euro und damit am oberen Ende.

Wer die Idee von Saugen und Wischen in einem Gerät grundsätzlich reizvoll findet, sollte auch einen Blick auf den Dyson V16 Submarine für rund 800 Euro oder den kleineren Dyson V12 Submarine für etwa 500 Euro werfen. Der Z30 Pro Aqua bleibt ein ambitionierter Allrounder mit echten Stärken – dem aber die letzte Konsequenz bei der Alltagstauglichkeit fehlt.

Vergleichstabelle

Weitere Testberichte

Produktdetails

Design
Produkttyp
2-in-1-Stabstaubsauger
Staubbehälter Typ
Beutellos
Produktfarbe
Schwarz, Stahl
Staubkapazität
0,6 l
Fassungsvermögen des Frischwassertanks
0,4 l
Kapazität Schmutzwassertank
0,32 l
Ergonomie
Entfernbarer Filter
Ja
Waschbarer Filter
Ja
Leistungskontrolle
Elektronisch
Gewicht und Abmessungen
Gewicht
2,2 kg
Leistungen
Reinigungsart
Trocken&Nass
Schmutztrennungsmethode
Zyklonisch/Filterung
Geeignet für alle Arten von Oberflächen
Ja
Anzahl Geschwindigkeiten
3
Turbotaste
Ja
Eingebautes Display
Ja
Display-Typ
LCD
Energie
Energiequelle
Akku
Maximale Eingangsleistung
855 W
Saugleistung
28000 Pascal
Austauschbare Batterie
Ja
Laufzeit
90 min
Ladezeit
4 h
Saugenergie
310 AW
Batteriekapazität
3,2 Ah
Lieferumfang
Staubsaugerbürsten enthalten
Motorisierte Nasswalzenbürste, Abstaubpinsel, Motorbetriebene Bürsten
Fugendüse
Ja
Betriebsanleitung
Ja
Multifunktionales Zubehör
Ja
Laden...