Auftau-Spezialist

LG NeoChef MH6535GIS Test

Arbeitsplatte · Kombi-Mikrowelle · 25 l · 1150 W · Eingebautes Display · LED
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Unser Testergebnis

Mikrowelle
Gut (4.9)
LG NeoChef MH6535GIS
08/2026
Einzelergebnisse
Garleistung:
5.0
Bedienung :
5.0
Ausstattung :
4.5
Lautstärke:
5.0
Verarbeitung :
5.0

Unser Test-Fazit

Die LG MH6535GDS ist eine schick verarbeitete Kombi-Mikrowelle mit 25 Litern Garraum, Touch-Bedienung, Drehteller und 28 Automatikprogrammen. Ihre größte Stärke ist das Auftauen: Dank Inverter-Technik kommen Lachsfilet oder Brot gleichmäßig aus dem Garraum, ohne gegarte Ränder. Auch Popcorn gelingt zuverlässig, und mit rund 53 dB arbeitet das Gerät angenehm leise. Beim reinen Aufwärmen braucht sie dagegen oft einen zweiten Anlauf, und der Quarzgrill überbäckt einen Käsetoast nur mit Geduld und Wenden. Ideal für Haushalte, in denen die Mikrowelle vor allem auftaut und aufwärmt, während gekocht weiterhin auf dem Herd wird.

Vorteile

  • Top beim Auftauen Fisch und Fleisch tauen gleichmäßig auf
  • Inverter-Technik Konstante Leistung, schont Lebensmittel
  • Hochwertige Optik Glasfront ohne Griff, saubere Kanten
  • Angenehm leise Rund 53 dB, stört kaum in der Küche

Nachteile

  • Schwacher Grill Käse schmilzt nur halb, bräunt ungleich
  • Erhitzt langsam Oft ist ein zweiter Anlauf nötig

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

LG NeoChef MH6535GIS im Test: starkes Auftauen, schwacher Grill

Auf dem Papier bringt die LG NeoChef MH6535GIS alles mit, was eine Mikrowelle in der Mittelklasse mitbringen sollte: 1000 W, einen Grill und die sogenannte Inverter-Technik. Wir haben sie zusammen mit drei anderen Geräten getestet und alle vier durch dieselbe Reihe geschickt – Milch erhitzen, ein Fertiggericht aufwärmen, Popcorn machen, Lachs auftauen und die Lautstärke messen, dazu bei den Grillgeräten einen Käsetoast. Das Ergebnis fällt zwiespältig aus: Bei einer Disziplin ist die LG die Beste im Feld, bei einer anderen die größte Enttäuschung.

Die LG NeoChef setzt auf eine durchgehende Glasfront ohne Griff.

Foto: Die LG NeoChef setzt auf eine durchgehende Glasfront ohne Griff.

Verarbeitung auf gehobenem Niveau

Der erste Eindruck ist rundum positiv. Die durchgehende Glasfront ohne aufgesetzten Griff lässt die NeoChef teurer aussehen, als sie ist, das Material fühlt sich hochwertig an, und an den Kanten gibt es nichts zu bemängeln. Bei der Verarbeitung gehört die LG zu den besten Geräten im Test.

Auch bei den Maßen trifft sie einen guten Mittelweg. Sie baut spürbar größer als ein kompaktes Basisgerät, bleibt aber deutlich unter den Maßen der beiden großen Kombigeräte im Test. Im Garraum dreht sich ein klassischer Drehteller, ein Grillrost gehört zum Lieferumfang. Eine Zange, um diesen Rost heiß wieder herauszuholen, liegt allerdings nicht bei – dazu später mehr.

Drehteller und Grillrost gehören beim NeoChef zum Lieferumfang.

Foto: Drehteller und Grillrost gehören beim NeoChef zum Lieferumfang.

Bedienung: schlicht und schlüssig

Das Bedienfeld besteht aus einem schmalen Touch-Streifen neben der Tür, mit blauem Display und einer überschaubaren Zahl an Tasten. Wer zum ersten Mal davorsteht, muss nicht raten: Die Uhrzeit ist in Sekunden eingestellt, und die Anleitung erklärt die Grundfunktionen sauber. Überfordert wird hier niemand.

Wenig Freude machen dagegen die Rezepte. Die Vorschläge in der gedruckten Anleitung wirken lieblos zusammengestellt, und die Seite hinter dem beiliegenden QR-Code macht es nicht besser. Wer sich davon Anregungen erhofft, wie man eine Mikrowelle über das Aufwärmen hinaus nutzt, wird enttäuscht. Eine geführte Zubereitung, die einen Schritt für Schritt durch ein Gericht führt oder ans Wenden erinnert, gibt es ebenfalls nicht.

Das Bedienfeld bleibt übersichtlich, die Inverter-Technik hat eigene Tasten.

Foto: Das Bedienfeld bleibt übersichtlich, die Inverter-Technik hat eigene Tasten.

Erhitzen: 1000 Watt, die sich nicht so anfühlen

Beim Milchtest soll ein Glas auf rund 70 Grad kommen. Nach 60 Sekunden bei voller Leistung zeigt das Thermometer erst 53 Grad, also lauwarm statt heiß. Wir legen nach, und nach insgesamt einer Minute und 40 Sekunden sind es 73 Grad. Das Ziel ist erreicht, aber langsamer, als es die 1000 W erwarten lassen.

Beim Fertiggericht wiederholt sich das Muster. Wir bereiten die Pasta genau nach Packungsanweisung zu – und messen anschließend 40 Grad. Das ist nicht lauwarm, das ist kalt. Erst nach weiteren 90 Sekunden kommt das Gericht auf 70 Grad und schmeckt dann auch, wie es soll. Zweimal in Folge reichte die vorgesehene Zeit nicht aus, und dieses ständige Nachlegen ist im Alltag der lästigste Punkt an der NeoChef. Es kostet keine Ewigkeit, aber es zerstört den einen Vorteil, den eine Mikrowelle gegenüber Herd und Ofen hat: dass man sie anwirft und nicht mehr hinsehen muss.

Erst im zweiten Anlauf erreicht das Fertiggericht 70 Grad.

Foto: Erst im zweiten Anlauf erreicht das Fertiggericht 70 Grad.

Der Grill ist die größte Enttäuschung

Der Quarz-Grill sitzt als Heizstab unter der Garraumdecke und soll von oben bräunen. Für unseren Käsetoast reicht das nicht. Nach vier Minuten holen wir ihn heraus: Der Toast ist innen komplett kalt und von unten noch weiß, weil die Hitze eben nur von einer Seite kommt. Wir drehen ihn um und schicken ihn noch einmal hinein. Selbst danach ist der Käse nur halb geschmolzen und der Toast von den Seiten sehr ungleichmäßig gebräunt.

Dazu kommt ein praktisches Ärgernis: Der Grillrost ist nach dem Betrieb heiß, eine Zange liegt aber nicht bei. Wer nicht aufpasst, verbrennt sich beim Herausholen die Finger. In dieser Preisklasse ist das ein Detail, das man hätte mitliefern können. Als Kaufgrund taugt der Grill der LG jedenfalls nicht.

Nach dem Grillen ist der Käse nur halb geschmolzen.

Foto: Nach dem Grillen ist der Käse nur halb geschmolzen.

Fairerweise muss man dazusagen: Ein Grill in der Mikrowelle ist prinzipbedingt kein Ersatz für einen Backofen. Er bräunt von oben, während der Boden kalt bleibt, und ohne Umluft oder eine beheizte Platte unter dem Gargut wird die Unterseite eben nicht knusprig. Die beiden großen Kombigeräte im Test lösen genau das mit zusätzlicher Technik. Die NeoChef hat diese Technik nicht, und deshalb muss man ihren Grill als das nehmen, was er ist: eine Zugabe, die einen Käsetoast überbacken kann, wenn man ihm Zeit gibt und zwischendurch wendet.

Popcorn und Auftauen: hier zahlt sich der Inverter aus

Und dann dreht sich das Bild. Das Popcorn gelingt auf Anhieb, ohne angebrannte Stellen und ohne einen nennenswerten Rest ungepoppter Körner. Noch besser läuft das Auftauen: Unser Lachsfilet kommt gleichmäßig aufgetaut heraus, ohne die typischen gegarten Ränder, die man von einfachen Geräten kennt. Beim Auftauen ist die LG das stärkste Gerät im Testfeld.

Das Popcorn gelingt auf Anhieb, hier überzeugt die LG.

Foto: Das Popcorn gelingt auf Anhieb, hier überzeugt die LG.

Dafür dürfte die Inverter-Technik verantwortlich sein. Eine gewöhnliche Mikrowelle regelt niedrige Leistungsstufen, indem sie die volle Leistung abwechselnd ein- und ausschaltet. Ein Inverter kann stattdessen dauerhaft mit geringerer Leistung arbeiten. Für empfindliche Lebensmittel ist das der schonendere Weg, weil die Hitze gleichmäßiger ankommt statt in Stoßwellen.

Praktisch heißt das: Das Filet wird nicht an den Rändern schon gar, während die Mitte noch gefroren ist. Man muss allerdings weiterhin selbst daran denken, das Stück zwischendurch zu wenden – eine Erinnerung dafür bietet die LG nicht.

Angenehm leise

Mit 53 dB gehört die NeoChef zu den leiseren Geräten im Vergleich. Sie läuft im Hintergrund mit, ohne ein Gespräch am Küchentisch zu übertönen. Auch das Fertig-Signal ist gut gelöst: deutlich hörbar, aber nicht so schrill, dass man zusammenzuckt.

Fazit: solide Mikrowelle, kein Grillgerät

Die LG NeoChef MH6535GIS ist eine grundsolide Mikrowelle mit sehr guter Verarbeitung, unkomplizierter Bedienung und einem herausragenden Auftau-Programm. Wer häufig Fleisch, Fisch oder Brot aus dem Gefrierfach holt, ist mit ihr richtig beraten. Auch beim Popcorn macht sie alles richtig.

Die andere Hälfte der Bilanz fällt schwächer aus. Der Grill ist keine Kaufbegründung, und beim schlichten Erhitzen braucht die NeoChef trotz 1000 W zu oft einen zweiten Anlauf. Wer eine Mikrowelle vor allem zum Aufwärmen sucht, bekommt anderswo mehr Verlässlichkeit für ähnliches Geld. Wer dagegen Wert auf hochwertige Verarbeitung, ein aufgeräumtes Bedienfeld und gutes Auftauen legt und den Grill als Dreingabe betrachtet, macht mit der LG nichts falsch.

Im Gesamtbild unseres Vergleichs landet sie damit im unteren Mittelfeld: klar vor dem einfachsten Gerät im Test, aber ein Stück hinter den beiden Kombigeräten, die beim Erhitzen zuverlässiger arbeiten und deutlich mehr können. Sie ist die richtige Wahl für einen Haushalt, in dem die Mikrowelle Auftauen und Aufwärmen übernimmt und das Kochen weiterhin auf dem Herd stattfindet.

Vergleichstabelle

Weitere Testberichte

10.12.2025
Note: 5.5
Gut
Test-Fazit
Die Smart-Inverter-Technik erhitzt im Test gleichmäßig, stößt aber wie jede Mikrowelle an Grenzen: Püree blieb innen bei 35 Grad lauwarm, während der Rand 72 Grad erreichte. Auf flachem Teller fielen die Unterschiede kleiner aus. Quarzgrill und Bedienung gefallen, das Zahlen-Menü und die fehlende App-Anbindung trüben den Eindruck.
Vorteile
Quarzgrill mit 900 W liefert knackige Röstaromen
Leiser Betrieb mit rund 50 Dezibel
EasyClean-Beschichtung erleichtert die Reinigung
Nachteile
Ungleichmäßige Erwärmung in tiefen Schüsseln
Zahlen-Menü wenig selbsterklärend
Keine App-Steuerung über ThinQ
07.07.2020
Note: 5.9
Sehr gut
Test-Fazit
Im Test erweist sich die NeoChef als vielseitiger Küchenhelfer: Kartoffelgratin gelingt in 20 Minuten, das Brathähnchen wird saftig und knusprig, das Schweinefilet auf den Punkt. Die Inverter-Mikrowelle erhitzt gleichmäßig, der Quarzgrill liefert Röstaromen. Der Pizzaboden bleibt mangels Unterhitze weich.
Vorteile
Sehr gleichmäßige Erhitzung dank Smart Inverter und Drehteller
32 Automatikprogramme inklusive Joghurt und Warmhalten
900-Watt-Quarzgrill für Röstaromen und Bräunung
Nachteile
Bedienungsanleitung teils verwirrend bei den Rezeptprogrammen
Programmauswahl nur über Zahlencodes statt Klartext im Display
Pizzaboden wird mangels Unterhitze nicht richtig knusprig
20.02.2026
Note: 6.0
Sehr gut
Test-Fazit
Die LG MH6535GIS überzeugt mit 1.000 Watt Mikrowellenleistung, Grillfunktion und einem cleveren Dampfbehälter, der schonende Dampfgar-Ergebnisse ohne echten Dampfgarer ermöglicht — verpackt in einem modernen, komplett schwarzen Design mit leicht zu reinigendem Garraum.
Vorteile
Mit 1.000 Watt Mikrowellenleistung, Grillfunktion und dem mitgelieferten Dampfbehälter ist die Mikrowelle vielseitig einsetzbar — vom schnellen Aufwärmen über Grillen bis hin zum schonenden Dampfgaren
Nachteile
Die Bedientasten und die Symbole sind bei schlechten Lichtverhältnissen schwer zu erkennen

Produktdetails

Merkmale
Produkttyp
Kombi-Mikrowelle
Produktfarbe
Schwarz
Geräteplatzierung
Arbeitsplatte
Innenkapazität
25 l
Mikrowelle Energie
1150 W
Steuerung
Berührung
Invertertechnologie
Ja
Grillenergie
900 W
Grilltyp
Quarzgrill
Anzahl der Leistungsstufen
5
Türscharnier
Links
Drehteller
Ja
Drehtellergröße
29,2 cm
Innenbeleuchtung
Ja
Eingebautes Display
Ja
Display-Typ
LED
Integrierte Uhr
Ja
Uhrtyp
Elektronisch
Timer
Ja
Timer-Typ
Digital
Kindersicherung
Ja
Türfarbe
Schwarz
Uhrfunktion
Ja
Gewicht und Abmessungen
Breite
476 mm
Tiefe
389 mm
Höhe
272 mm
Innenmaße (B x T x H)
322 x 335 x 228 mm
Gewicht
9,9 kg
Verpackungsdaten
Verpackungsbreite
540 mm
Verpackungstiefe
417 mm
Verpackungshöhe
294 mm
Paketgewicht
11,9 kg
Kochfunktionen und -programme
Grill
Ja
Dampfgaren
Ja
Abtaufunktion
Ja
Automatische Kochfunktion
Ja
Anzahl der automatischen Programme
28
Lieferumfang
Dampfschüssel
Ja
Betriebsanleitung
Ja
Laden...