NAVIMOW Segway i208 LiDAR + Garage M Test

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Unser Testergebnis

Preis-Leistungs-Sieger
Mähroboter
Gut (4.7)
NAVIMOW Segway i208 LiDAR + Garage M
05/2026
Einzelergebnisse
Ersteindruck:
4.5
Navigation:
4.5
Schnittbild:
5.0
App:
5.0

Unser Test-Fazit

Dieser Mähroboter überzeugt vor allem durch seine drahtlose LiDAR-Navigation, die eine aufwendige Verlegung von Begrenzungsdrähten überflüssig macht. Die Inbetriebnahme gelingt auch ohne technisches Vorwissen schnell, und die App ist klar strukturiert. Auf großen, offenen Rasenflächen liefert er ein sauberes, gleichmäßiges Schnittbild. Sicherheitsfeatures wie GPS-Tracking, Geofencing und PIN-Schutz sind von Haus aus dabei, was ihn auch gegen Diebstahl gut absichert. Schwächen zeigen sich jedoch an Rasenkanten, Ecken und engen Übergängen sowie bei niedrigen Randsteinen. Der Fernzugriff per Mobilfunk wird nach einem Jahr kostenpflichtig. Insgesamt ein starker Alltagshelfer für mittelgroße bis große Rasenflächen ohne komplexe Hindernisse.

Vorteile

  • LiDAR-Navigation Kein Draht nötig, findet sich präzise zurecht
  • Einfache Installation Schnell eingerichtet, App übersichtlich
  • Sauberes Schnittbild Mäht große Flächen gleichmäßig und ordentlich
  • Starke Sicherheit GPS, Geofencing und PIN-Schutz serienmäßig

Nachteile

  • Schwächen an Kanten Ecken und Ränder werden nicht optimal gemäht
  • Enge Stellen schwierig Scheitert an niedrigen Randsteinen und engen Wegen

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Segway Navimow i208 LiDAR im Test: Ist das der beste Mähroboter unter 900 Euro?

LiDAR-Navigation für unter 900 Euro — das klingt nach einem Versprechen, das die Hersteller selten halten. Bisher war diese Technologie vor allem in deutlich teureren Mährobotern zu finden. Der Segway Navimow i208 LiDAR bricht mit dieser Preislogik und positioniert sich als vollwertiger, kabelfreier Mähroboter für Gärten bis 800 m² — ohne Begrenzungskabel, ohne RTK-Antenne, dafür mit einem modernen Navigationssystem, das Präzision und einfache Einrichtung vereinen soll. Ob dieses Versprechen in der Praxis hält, haben wir im ausführlichen Test geprüft.

Gut verarbeitet, aber ein Komfort-Kritikpunkt gleich zu Beginn

Im Lieferumfang ist alles enthalten, was man für den Sofortstart braucht: der Mähroboter, die Ladestation, Schrauben, Werkzeug, ein Set Ersatzklingen, Bedienungsanleitung, Verlängerungskabel und das Netzteil. Wer dem Gerät eine wettergeschützte Unterkunft gönnen möchte, kann optional eine passende Regen-Garage dazukaufen.

Das Gerät selbst macht einen soliden Eindruck. Obwohl fast alle Bauteile aus Kunststoff bestehen, wirkt die Verarbeitung hochwertig — kein Knarzen, keine schlecht sitzenden Panels. Das Design ist relativ zurückhaltend, die helle Grundfarbe in Kombination mit den orangefarbenen Reifen sorgt aber dafür, dass man ihn im Garten immer gut im Blick hat. Mit 14,7 Kilogramm ist der Navimow kein Leichtgewicht. Was dabei negativ auffällt: Es gibt keinen Tragegriff. Wer den Roboter zum ersten Mal positioniert oder von einer Fläche zur nächsten trägt, muss ihn schlicht umgreifen — das ist bei fast 15 Kilo keine Kleinigkeit und ein Komfortdetail, das andere Hersteller besser lösen.

Technisch interessant ist der Verbau des LiDAR-Sensors. Anders als bei vielen Konkurrenten sitzt er nicht als auffälliger Turm auf dem Gehäuse, sondern ist elegant im Inneren des Mähers untergebracht. Lediglich eine schmale Öffnung an der Front verrät das System. Dahinter steckt ein Solid-State-LiDAR in Kombination mit einer 140-Grad-RGB-Kamera — das sogenannte VisionFence-System. Auf der Geräteoberseite finden sich zudem Bedienelemente, ein kleines Display und eine deutlich erkennbare Stopptaste.

 Das LiDAR-System ist hier gut im Roboter versteckt.

Foto: Das LiDAR-System ist hier gut im Roboter versteckt.

Kein Kabel, keine Antenne: Die Einrichtung geht leichter als erwartet

Einer der größten Vorteile des Navimow i208 LiDAR gegenüber klassischen Mährobotern ist das völlige Fehlen eines Begrenzungskabels und einer RTK-Antenne. Das spart nicht nur Aufwand bei der Installation, sondern macht die initiale Einrichtung deutlich zugänglicher — besonders für Nutzer ohne Erfahrung mit Mährobotern.

Die Ersteinrichtung läuft über die Navimow-App: Ladestation aufstellen, Mähroboter draufsetzen, App öffnen und den Kartierungsvorgang starten. Dabei steuert man den Mäher einmal an den Außengrenzen des Gartens entlang — per virtuellem Joystick in der App, was gut funktioniert und präzise genug für eine verlässliche Karte ist. Anschließend lassen sich bis zu 20 separate Mähzonen anlegen, was besonders für Gärten mit mehreren Teilflächen oder einem zweigeteilten Grundstück praktisch ist. Jede Zone kann individuell benannt, zeitlich geplant und in der Abfolge priorisiert werden.

Für die gesamte Ersteinrichtung sollte man zwei bis drei Stunden einplanen — je nach Gartengröße und Anzahl der Zonen. Wer bereits Erfahrung mit kabelfreien Mährobotern hat, kommt deutlich schneller durch den Prozess. Und wer einmal einen klassischen Mähroboter mit Begrenzungskabel verlegt hat, weiß diesen Unterschied besonders zu schätzen: Kein Graben, kein Kabel, kein Aufwand für das Verlegen und spätere Reparieren — das ist ein echter Komfortgewinn.

Mit der App ist die Ersteinrichtung schnell erledigt.

Foto: Mit der App ist die Ersteinrichtung schnell erledigt.

Sauberes Schnittbild — am Rand muss man aber nachhelfen

Im Mähbetrieb liefert der Navimow ein ordentliches, gleichmäßiges Schnittbild. Die Schnittbreite beträgt 22 Zentimeter, die Schnitthöhe lässt sich zwischen 20 und 70 Millimetern stufenlos einstellen. Sechs rotierende Klingen am Mähteller sorgen für das Schnittergebnis, der Roboter arbeitet die Fläche in gleichmäßigen Bahnen ab. In der App lassen sich außerdem einige Mähmuster konfigurieren — wer also Abwechslung im Schnittverlauf möchte, ist nicht auf eine einzige Fahrtrichtung festgelegt.

Der Rasen sieht nach dem Mähen gut aus — ehrlichkeitshalber muss man aber sagen, dass das Schnittbild nicht ganz das Niveau der stärksten Konkurrenten in dieser Kategorie erreicht. Es fehlt der letzte Hauch Gleichmäßigkeit, den man von Spitzengeräten kennt. Wer einen absolut makellosen Schnitt erwartet, findet bei Geräten der nächsten Preisstufe bessere Ergebnisse. Für den Alltag und für einen gepflegten, nicht ausstellungsreifen Rasen reicht das Niveau aber völlig aus.

Wichtiger Hinweis für alle, denen ein sauberer Rasenkante besonders wichtig ist: Der Navimow i208 LiDAR besitzt keinen dedizierten Kantenschnittmodus. Der Mähteller sitzt mittig, links und rechts verbleibt ein ungemähter Streifen von rund elf Zentimetern. Das Gerät setzt stattdessen auf KI-gestützte Randerkennung, die das Problem aber nicht vollständig löst. In der Praxis bedeutet das: An Beeten, Mauern und Wegen wird in den meisten Fällen Nacharbeit mit dem Rasentrimmmer nötig sein. Das ist kein K.-o.-Kriterium, sollte aber bei der Kaufentscheidung bekannt sein.

Navigiert sich super durch deinen Garten!

Foto: Navigiert sich super durch deinen Garten!

Beim Regentest zeigte sich der Navimow robust. Dank IP66-Zertifizierung mäht er auch auf nassem Untergrund weiter, ohne die Traktion zu verlieren. Bei Nieselregen oder feuchtem Gras gibt es keine Probleme. Von dauerhaftem Betrieb bei starkem Regen ist aber abzuraten — langfristig wirkt sich das negativ auf das Gerät aus. Die Reinigung danach ist unkompliziert: kurz mit dem Gartenschlauch abspritzen, mit einer Bürste trocken abbürsten.

VisionFence im Praxistest: Meist treffsicher, bei kleinen Objekten mit Einschränkungen

Das Herzstück des Navimow i208 LiDAR ist das VisionFence-System — die Kombination aus Solid-State-LiDAR und RGB-Kamera, die kontinuierlich die erstellte Gartenkarte mit der aktuellen Position abgleicht. Ein interner Algorithmus gleicht Karte und Echtzeitposition ständig ab, sodass der Mäher jederzeit weiß, wo er sich befindet. Im Alltag bewegt sich der Roboter ruhig, zuverlässig und ohne Orientierungsprobleme durch den Garten. Er kennt seine Bahnen, hält sich an die definierten Zonen und findet selbstständig zur Ladestation zurück — auch wenn er durch eine unerwartete Unterbrechung aus dem Rhythmus gebracht wurde.

Positiv aufgefallen ist die Erkennung von Maulwurfshügeln: Der Navimow identifiziert sie als Hindernisse und umfährt sie — ein Detail, das ältere Modelle oft ignorieren und damit riskieren, unebene Stellen zu überfahren. Auch beim Igeltest bewährte sich das System: Der Mäher stoppt zuverlässig, bevor er dem Tier zu nahe kommt, und sucht sich einen neuen Weg.

Weniger überzeugend war das Ergebnis mit einem Tennisball. Zunächst wurde er korrekt umkurvt, später aber doch mitgeschleift. Das zeigt, dass die Hinderniserkennung bei kleinen, unregelmäßig geformten Objekten nicht hundertprozentig verlässlich ist. Für größere Hindernisse wie Steine, Äste oder Spielzeug funktioniert das System gut. Wer kleinere Gegenstände im Garten hat, sollte die Fläche vor dem Mähen kurz absuchen.

Der Navimow verfügt über keinen Allradantrieb. Flache und leicht geneigte Flächen meistert er problemlos, bei steileren Hängen stößt er jedoch an seine Grenzen. Für Gärten mit anspruchsvolleren Steigungen ist das ein relevanter Faktor.

Übersichtliche App — mit einem Wermutstropfen bei Updates

Die Navimow-App ist klar strukturiert und bietet Zugriff auf alle wesentlichen Funktionen: Mähzonen verwalten, Zeitpläne festlegen, Schnitthöhe anpassen und den Betriebsstatus im Blick behalten. Die Bedienung ist intuitiv, auch ohne lange Einarbeitungszeit.

Ein ärgerlicher Punkt trat jedoch bei der Ersteinrichtung auf: Direkt nach dem Start war ein Firmware-Update notwendig — ohne jegliche Statusanzeige oder Zeitangabe. Das Warten ohne Rückmeldung, ob das Gerät noch arbeitet oder hängt, ist eine schlechte Nutzererfahrung, die sich mit einem simplen Fortschrittsbalken leicht beheben ließe.

Positiv hebt sich das Apple-„Wo ist?"-Feature ab: iPhone-Nutzer können den Standort des Mähers direkt in der nativen Wo-ist-App tracken — praktisch, wenn der Mäher mal unerwartet stehenbleibt oder im schlimmsten Fall entwendet wird.

Der 4G-Fernzugriff ist im ersten Jahr kostenlos inklusive, danach fallen rund 30 Euro pro Jahr an. Wer nicht verlängert, verliert lediglich den Fernzugriff von unterwegs — alle Grundfunktionen über WLAN bleiben dauerhaft erhalten. Die Lautstärke liegt bei rund 60 Dezibel, was für einen Mähroboter angenehm leise ist. Gartenaktivitäten, Gespräche oder Lesen im Freien werden dadurch nicht gestört.

Fazit: LiDAR unter 900 Euro — ein faires Angebot mit klaren Grenzen

Der Segway Navimow i208 LiDAR macht das, was er verspricht: Er bringt LiDAR-Navigation in eine Preisklasse unter 900 Euro, die bisher von dieser Technologie ausgeschlossen war. Die Einrichtung geht ohne Kabel und Antenne schnell von der Hand, die Navigation ist im Alltag zuverlässig, der Betrieb leise und das Gerät robust genug für normale Witterungsbedingungen.

Wer einen normalen, weitgehend flachen Garten bis 800 Quadratmeter hat und keine überhöhten Ansprüche an den Kantenschnitt stellt, bekommt hier ein ehrliches Preis-Leistungs-Paket. Der Wegfall eines Begrenzungskabels, die Apple-Wo-ist-Integration und die stabile Navigationstechnik sind echte Pluspunkte.

Wer hingegen auf präzisen Kantenschnitt angewiesen ist, sollte sich den Ecovacs Goat O1200 ansehen — der bietet einen dedizierten Kantenschnittmodus und eine ausgereifte App in einer ähnlichen Preisregion. Wer einen unebenen oder hügeligen Garten hat, ist mit dem Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 besser beraten, der Allradantrieb und ein separates Kantenmähwerk mitbringt — allerdings zu einem deutlich höheren Preis.

Für 899 Euro ist der Navimow i208 LiDAR ein starkes Angebot — vorausgesetzt, man weiß um seine Grenzen und kauft bewusst.

Vergleichstabelle

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