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Warum ist der Matratzenkauf so wichtig?

Nach einem anstrengenden Tag braucht der Körper Erholung. Deshalb ist ausreichender und vor allem bequemer Schlaf in deinem Bett auch so essenziell. Dieser kann aber nur gewährleistet werden, wenn nicht am falschen Ende gespart wird. Die Kombination aus einem guten und stabilen Bettgestell, einem hochwertigen Lattenrost und der dazu passenden Matratze ist also entscheidend. Nicht zu vergessen ist ein gutes Kopfkissen, zur perfekten Abstützung des Schulter- und Nackenbereichs.

Welche Matratze passt zu mir?

Es gibt viele unterschiedliche Matratzen, die sich je nach Material und Aufbau für unterschiedliche Schläfer eignen. Faktoren, welche die Matratzenauswahl beeinträchtigen sind: Größe und Gewicht des Schläfers, der Körperbau sowie die häufigste Schlafposition. Im Folgenden stellen wir dir die häufigsten Matratzenarten und was sie ausmacht einmal vor.

Kaltschaummatratze 

Diese Matratzen bestehen aus hochwertigem aufgeschäumtem Material, welches durch eine Polyurethan-Aufschäumung gewonnen wird. Der Schaumstoffkern besteht aus Isocyanat und Polyol. Bekannte Hersteller dieser Matratzen sind Ravensberger, Breckle, Frankenstolz, Metzeler, Dunlopillo, Werkmeister, Badenia, Röwa, Hukla und Paradies. Beliebt sind auch Emma-Matratzen, welche eine maximale Anpassungsfähigkeit an deinen Körper versprechen.

Vorteile

Nachteile

  • hohe Anpassungsfähigkeit
  • langlebig
  • gute Wärmeisolierung
  • sorgt für ein angenehmes Schlafklima
  • für Allergiker geeignet
  • für Menschen mit Rücken- oder Gelenkschmerzen geeignet
  • lässt sich leicht wenden und transportieren
  • stellt ab 400°C ein erhöhtes Brandrisiko dar
  • Lattenrost wird benötigt
  • nicht für stark schwitzende Menschen geeignet
  • am Anfang chemischer Geruch möglich → gut lüften

Taschenfederkernmatratze

Eine Taschenfederkernmatratze besteht aus vielen Federn, welche in kleine Stoffsäckchen eingenäht sind. Durch die Stoffsäckchen werden unangenehme Geräusche seitens der Matratze vermieden. Bekannte Hersteller dieser Matratzen sind Breckle, Malie, BeCo, Frankenstolz, Metzeler, Rummel, Werkmeister, Badenia, Röwa und Hukla.

Vorteile

Nachteile

  • hohe Punktelastizität
  • für stark schwitzende Menschen geeignet
  • hohe Stabilität
  • erzeugt ein angenehmes Schlafklima
  • nicht für leicht frierende Menschen geeignet
  • besitzt ein hohes Eigengewicht

Bonellfederkernmatratze

Diese Matratzen gehören ebenfalls zur Familie der Federkernmatratzen, mit dem Unterschied, dass die Federn dieser Matratze miteinander verbunden sind. Der Federkern besteht aus taillierten (ähnlich einer Sanduhrform) Spiralfedern. 

Vorteile

Nachteile

  • eignet sich für Menschen mit geringem Körpergewicht
  • hohe Lebensdauer
  • sehr gut für Bauch- und Rückenschläfer geeignet
  • geringes Gewicht
  • hohe Luftzirkulation
  • günstig in der Anschaffung
  • geringe Punktelastizität
  • nicht für unruhige Schläfer geeignet
  • eignet sich weniger für verstellbare Lattenroste

Latexmatratze

Diese Matratzen werden entweder aus Naturkautschuk oder synthetischem Latex hergestellt. Dabei haben die Naturkautschuk-Produkte eine deutlich höhere Punktelastizität und stützen somit den Körper besser. Ein großer Pluspunkt ist, dass die Latexmatratze sich sowohl für stark schwitzende Menschen als auch für Frostbeulen eignet. Zudem ist jede Schlafposition auf dieser Art von Matratze bequem. Bekannte Hersteller dieser Matratzen sind Ravensberger, Dunlopillo und Werkmeister.

Vorteile

Nachteile

  • resistent gegen Bakterien → hygienisch
  • für Allergiker geeignet
  • gute Liegeeigenschaften
  • gute Anpassungsfähigkeit
  • für Personen mit Rücken- und Gelenkschmerzen geeignet
  • hohes Eigengewicht
  • benötigen eine regelmäßige Reinigung
  • vergleichsweise teuer in der Anschaffung

Latexmatratze

Viscoelastische Matratze

Visco-Matratzen bestehen aus Memory Foam also zu Deutsch “Formgedächtnis-Schaum”. Meist wird für den Kern der Matratze eine Mischung aus Viscoschaum und Kaltschaum verwendet, da reiner Viscoschaum dich zu tief in die Matratze einsinken lassen würde. Diese Matratzen reagieren sensibel auf Wärme und Druck. Je kälter es im Raum ist, desto härter ist die Matratze. Deshalb sollte die Raumtemperatur nicht unter 16°C liegen. Bekannte Hersteller von viscoelastischen Matratzen sind Tempur, Ravensberger und Hukla.

Vorteile

Nachteile

  • hohe Anpassungsfähigkeit
  • guter Liegekomfort
  • für Allergiker geeignet
  • in allen Schlafpositionen hervorragend
  • gut für Menschen mit Durchblutungsstörungen
  • für empfindliche Menschen geeignet
  • eignet sich eher weniger für starke Schwitzer
  • nicht besonders sinnvoll für unruhige Schläfer
  • verhältnismäßig teuer in der Anschaffung 

Gelschaum-Matratze

Diese Matratze hat ähnliche Eigenschaften wie ein Wasserbett, bietet jedoch noch weitere Vorteile. Sie besteht in ihren oberen Schicht aus Gelschaum und in der unteren aus Kaltschaum, Federkern oder Formschaum. Gelschaum-Matratzen findest du unter anderem bei Breckle. 

Vorteile

Nachteile

  • sehr hygienisch
  • für empfindliche Personen geeignet
  • gut bei Rücken- und Gelenkproblemen
  • kann von starken Schwitzern verwendet werden
  • lange Lebensdauer
  • eignet sich weniger für unruhige Schläfer
  • hohes Eigengewicht

Schaumstoffmatratze

Diese Matratze bietet einen guten Schlafkomfort in Verbindung mit dem richtigen Lattenrost. Sie bestehen aus einem Visco- oder Kaltschaumkern. Die Struktur der Matratze ist offenporig und gewährleistet dadurch eine gute Luftzirkulation. Sie bietet ein weiches und angenehmes Liegegefühl. Bekannte Hersteller dieser Matratzen sind Rummel und Vitalis.

Vorteile

Nachteile

  • sehr leicht
  • gut für verstellbare Lattenroste
  • geringe Anschaffungskosten
  • gut für leichte Personen geeignet
  • atmungsaktiv
  • sehr flexibel
  • für Allergiker geeignet
  • nicht bei Nacken- oder Rückenschmerzen zu empfehlen
  • für schwere Personen ungeeignet
  • nicht so langlebig wie andere Matratzentypen

Boxspringmatratze

Die Boxspringmatratze ist fester Bestandteil des Schlafsystems eines Boxspringbettes, welches aus Untergestell, Matratze und Topper besteht. Die Matratze wird meist aus einem Feder- oder Kaltschaumkern gefertigt. Doch auch Schaumstoff oder Latex sind möglich, dann wird jedoch kein Topper benötigt. Sollte die Matratze einen Federkern haben, besteht dieser entweder aus Tonnentaschenfedern, Bonellfedern oder normalen Taschenfedern. Bekannte Hersteller dieser Matratzen sind Frankenstolz, Dunlopillo und Röwa.

Vorteile

Nachteile

  • überdurchschnittliche Höhe
  • besonders für ältere Menschen geeignet
  • je nach Obermatratze gute Wärmeisolierung 

Tonnentaschenfederkernmatratze:

  • schwingen weniger nach
  • sind punktelastischer als Bonellfedern
  • hohes Eigengewicht
  • hohe Anschaffungskosten
  • kein guter Feuchtigkeitstransport

Bonellfederkernmatratze:

  • ist nicht punktelastisch und schwingt nach

Reisematratze

Für eine Reise oder bei angekündigtem Besuch sollte immer eine Klappmatratze vorhanden sein. Alternativ kann auch eine aufblasbare Matratze verwendet werden. Die Matratzen sollten schnell aufbaubar, platzsparend und trotzdem bequem sein. Selbstverständlich gibt es noch weitere Reisematratzen, wie z.B. selbstaufblasende Luftmatratzen oder Isomatten. Diese sind jedoch oftmals nicht so dick und daher weniger komfortabel. 

Vorteile

Nachteile

  • geringes Gewicht
  • leicht zu transportieren
  • preiswerte Anschaffung

Klappmatratze:

  • sowohl zum Schlafen als auch zum Sitzen nutzbar
  • unempfindlicher als aufblasbare Matratzen
  • bietet keinen Nässeschutz 

aufblasbare Matratze:

  • das Aufpumpen ist laut
  • ein Nachpumpen ist erforderlich
  • auf Campingreisen ist ein Stromanschluss notwendig
  • ist empfindlicher als eine Klappmatratze

Futonmatratze

Bei der Futonmatratze oder auch Futon genannt, handelt es sich um eine Naturmatratze aus Baumwolle, Schurwolle, Kokos oder Latex. Manche Mischfutons werden auch mit Rosshaar oder Hanf gefüllt. Die Hülle besteht meist aus Seide oder genadelter Baumwolle.

Vorteile

Nachteile

  • höhere Festigkeit als bei Industriematratzen
  • guter Feuchtigkeitsaustausch
  • komfortabel
  • nicht alle Matratzen lassen sich gleich gut rollen
  • die Auswahl der richtigen Materialienzusammensetzung beim Kauf fällt schwer

Rollmatratze

Rollmatratzen werden maschinell unter großem Kraftaufwand aufgerollt und lassen sich, wenn sie einmal ausgepackt sind, nicht wieder manuell einrollen. Diese Matratzen bestehen meist aus Schaumstoff. Rollmatratzen lassen sich in ihrem Originalzustand gut transportieren. Achte besonders bei diesen Matratzen auf das Raumgewicht. Zum Entfalten und Entlüften braucht die neue Matratze ein paar Tage.

Vorteile

Nachteile

  • platzsparende Lagerung
  • preiswert in der Anschaffung
  • produziert wenig Verpackungsabfall
  • kann nach einmaligem Ausrollen nicht mehr eingerollt werden
  • geringere Produktauswahl als bei anderen Matratzenarten

Kindermatratze

Kinder verbringen eine längere Zeit im Bett als Erwachsene - im Durchschnitt sind es 10 Stunden pro Nacht. Wichtig ist hier besonders eine gute Abstützung und Schadstofffreiheit.
Eine Kindermatratze sollte ungefähr alle fünf Jahre erneuert werden, unter anderem wegen dem zunehmenden Körpergewicht. Kunststoffbezüge und Gummiunterlagen können jedoch das Schlafklima negativ beeinflussen und sollten daher, wenn möglich, vermieden werden. Kindermatratzen werden entweder aus Schaumstoff, Kokos, Latex oder Kaltschaum hergestellt. Die richtige Größe der Matratze hängt von der Körpergröße des Kindes ab - Standard ist 70 x 140 cm. Diese Matratzen bekommst du unter anderem bei Paradies.

Wasserbettmatratze

Auf einer Wasserbettmatratze zu schlafen ist ein einzigartiges Gefühl. Viele, die es einmal erlebt haben, möchten es nicht mehr missen. Jedoch ist eine Wasserbettmatratze nicht für jeden etwas. Die Matratze eignet sich besonders bei orthopädischen Problemen und Durchblutungsstörungen. Außerdem sind Personen, die gerne weich gebettet liegen mit diesem Modell gut bedient. Auch Allergiker und starke Schwitzer sind mit einer Wasserbettmatratze zufriedenzustellen. Sie besteht aus starkem Vinyl und wird mit Wasser befüllt. Dabei ist die richtige Füllmenge entscheidend - je höher das Körpergewicht des Schläfers, desto mehr Wasser muss eingefüllt werden. Wie sehr dein Wasserbett nachschwingt, hängt vom Modell und von der Menge des eingefüllten Wassers ab.

Vorteile

Nachteile

  • langlebig
  • formstabil
  • passt sich gut an den Körper an
  • es wird kein Lattenrost benötigt
  • gute Temperaturregulierung
  • zusätzliche Kosten entstehen aufgrund der Heizung
  • erhöhte Anschaffungskosten
  • hohes Gewicht

Orthopädische Matratze

Diese Matratze soll den Körper in jeder Liegeposition optimal abstützen und sich punktuell an ihn anpassen. Durch die Druckverteilung auf die gesamte Schlaffläche werden schmerzhafte Körperpartien optimal entlastet und können sich regenerieren. Bei Rücken- oder Gelenkschmerzen kann eine orthopädische Matratze helfen, sie ist jedoch keine Wunderheilung. Es kann genauso gut sein, dass die Schmerzen nichts mit einer falschen Schlafunterlage oder Haltung zutun haben.  

Matratzenhersteller - Finde die beste Matratze für dich!

Nun hast du alle wichtigen Matratzentypen vorgestellt bekommen. Jetzt fragst du dich bestimmt, bei welchem Matratzenhersteller du deinen Matratzen-Testsieger findest. Wenn du eine Tempur-Matratze haben möchtest, wirst du etwas mehr ausgeben müssen. Die Visco-Matratzen sind nämlich ziemlich kostspielig. Latex- und Kaltschaummatratzen erhältst du hingegen von Ravensberger. Wenn du Gelschaum-Matratzen suchst, wirst du unter anderem bei Breckle fündig. Der Hersteller BeCo hat sich vor allem auf Komfortschaummatratzen konzentriert. Boxspringbetten sind z.B. mit Matratzen von Frankenstolz ausgestattet. Der Hersteller Badenia produziert Taschenfederkern- und Kaltschaummatratzen unter dem zweiten Markennamen Irisette.

Worauf muss ich beim Matratzenkauf achten?

So, nun hast du sehr viel zu den verschiedenen Matratzentypen erfahren. Worauf du sonst noch achten musst, erfährst du hier.

Welchen Härtegrad sollte meine Matratze haben?

Ein nicht ganz unerheblicher Einflussfaktor, wenn du eine Matratze kaufen möchtest, ist der Härtegrad. Es lassen sich fünf verschiedene Härtegrade unterscheiden.

Härtegrad 1

bezeichnet eine weiche Matratze und wird ziemlich selten verwendet. Er eignet sich für ein Körpergewicht von max. 60 kg.

Härtegrad 2

eignet sich für ein Körpergewicht von 60-80 kg. Manchmal wird sie auch mit “mittelfest” oder “mittel” ausgewiesen.

Härtegrad 3

ist der häufigste Härtegrad in deutschen Betten und trägt Schläfer von 80-100 oder 120 kg - je nach Modell.

Härtegrad 4

eignet sich für schwere Personen mit 110-140 kg Körpergewicht. Es lassen sich auch die Bezeichnungen “extra fest” oder “fest” finden.

Härtegrad 5

wird sehr selten im Handel angeboten und ist besonders für Menschen mit 140 kg oder mehr gedacht.

Die Bestimmung des richtigen Härtegrades ist jedoch nicht ganz so trivial wie vielleicht zunächst vermutet. Es gibt nämlich keine Norm und zudem spielen noch weitere Faktoren wie z.B. der Körperbau, die Schlafgewohnheiten oder das bevorzugte Liegegefühl eine ebenso entscheidende Rolle. Daher ist es empfehlenswert auf deinem Matratzenfavoriten Probe zu liegen und dir selbst ein Bild von dem Härtegrad zu machen.

Stauchhärte ist nicht gleich Härtegrad

Wer glaubt, dass der Härtegrad die Festigkeit der Matratze angibt, der irrt. Unter der Stauchhärte, die in Pascal (kPa) angegeben wird, versteht man den nötigen Druck, der benötigt wird, um die Matratze von ihrem Ursprungszustand einen gewissen Prozentsatz zusammenzustauchen. Ob eine Matratze hart oder weich ist, hängt von mehreren Faktoren, unter anderem dem subjektiven Empfinden, ab. Dazu trägt auch der Matratzenschnitt (von Schaummatratzen) bei. Der Würfelschnitt wird laut Matratzen-Tests als besonders weich empfunden.

Lattenrost

Welcher Lattenrost ist der richtige für meine Matratze?

Bei der Lattenrostwahl solltest du auf eine gute Belüftung deiner Matratze achten. Diese verhindert nämlich eine Geruchs- oder Schimmelbildung aufgrund von Feuchtigkeit. Federnde Leisten sind besonders gut, damit die Matratze sich besser an den Körper anpassen kann. Wichtig ist auch, wie der Bettrahmen aufgebaut ist. Wenn seitliche Auflageleisten vorhanden sind und er zusätzlich noch über einen Mittelholm verfügt, kannst du jede Art von Lattenrost in dein Bett legen. Welche Lattenroste überhaupt zur Auswahl stehen, siehst du hier:

  • Federholzrahmen: Er bezeichnet den Klassiker unter den Lattenrosten. Der Federholzrahmen verfügt über elastische und gewölbte Holzlatten, die mit Hülsen aus Kunststoff, Gummi oder Kautschuk am Lattenrahmen befestigt sind.

  • Tellerlattenrost: Dieses Modell besteht nicht wie die anderen aus Holzlatten, sondern aus bis zu 60 Kunststofftellern. Sie sind entweder rund oder quadratisch und frei beweglich. Diese Variante eignet sich besonders für Patienten mit Rückenschmerzen. Es sind aber auch Kombi-Lattenroste erhältlich, die sowohl Latten als auch Teller beinhalten. Tellerlattenroste eignen sich im Übrigen besonders gut für Seitenschläfer, da hier die Schulterzone individuell eingestellt werden kann.

  • elektrischer Lattenrost: Für diese Art von Lattenrost muss genügend freier Platz unter dem Bett vorhanden sein, sprich die Höhe zum Boden muss ausreichen, um die nötige Elektronik unter dem Bett mit Matratze zu platzieren. Dieser Lattenrost hat den Vorteil, dass er sich besonders für ältere Menschen oder Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung eignet, denen das Aufstehen schwerfällt. Aber auch für Menschen die gerne im Bett lesen oder eine individuelle Einstellung ihres Lattenrostes bevorzugen, ist diese Variante geeignet.

Selbstverständlich gibt es noch mehr Ausführungen! Welche das sind, kannst du in unserem Lattenrost Kaufberater nachlesen.
Bei der Leistenanzahl solltest du darauf achten, dass nicht zu wenige Leisten verbaut sind und die Abstände zueinander nicht zu groß ausfallen. Bei Schaummatratzen darf der Abstand maximal 3-4 cm betragen. Ansonsten kann die Matratze nachhaltig beschädigt werden. Ein gutes Lattenrost hat zwischen 20 und 30 Leisten verbaut. Auch die Größe des Lattenrostes an sich muss in dein Bettgestell passen. In der Regel sind diese wenige Zentimeter kleiner als das Bettgestell. Ist der Lattenrost nämlich zu klein, kann er auf dem Rahmen nicht aufliegen oder rutscht hin und her.

Größe und Gewicht der besten Matratze

Frau liegt auf einer MatratzeGenauso wie beim Lattenrost, richtet sich auch die Größe der Matratze nach den Maßen des Bettgestells. Die gängigsten Matratzengrößen sind:

  • Matratze 80x200 cm
  • Matratze 90x200 cm
  • Matratze 120x200 cm
  • Matratze 140x200 cm
  • Matratze 160x200 cm
  • Matratze 180x200 cm

Wenn du die passende Größe gefunden hast, solltest du dir Gedanken um das Gewicht machen. Je nach Produkttyp fällt dieses nämlich unterschiedlich aus. Ein geringes Gewicht bringen Futonmatratzen oder Gästematratzen auf die Waage. Auch die Schaumstoffmatratze kann durch ihr leichtes Gewicht überzeugen. Wer nicht so viel Wert darauf legt, die Matratze bequem wenden zu können, kann natürlich auch zu den schweren Modellen wie der Boxspringbett- oder Gelschaum-Matratze greifen. Um das Gewicht der einzelnen Matratzen leichter miteinander vergleichen zu können, haben wir die Größe von 90x200 cm als Beispiel zugrunde gelegt. Eine Schaumstoffmatratze wiegt z.B. lediglich 9 kg, während eine Federkernmatratze 20 kg, eine Latexmatratze 70-90 kg und eine Wasserbettmatratze im ungefüllten Zustand 50 kg auf die Waage bringt. Du siehst also, das Gewicht ist von der Größe und von der Matratzenart abhängig.

Welches Raumgewicht brauche ich?

Wer eine Matratze von guter Qualität haben möchte, der sollte auf ein möglichst hohes Raumgewicht (RG) achten. Anhand des Raumgewichts kann die Haltbarkeit bzw. die Lebensdauer der Matratze festgemacht werden. Mit zunehmendem Raumgewicht steigt auch das Gewicht der Matratze, aber eben auch die Langlebigkeit und Elastizität derselbigen. Viele Matratzen haben ein Raumgewicht von 30, besser ist aber noch ein Wert von 40 oder höher. Eine grobe Richtlinie ist: Mit einem RG von 30 hält die Matratze im Schnitt 2-3 Jahre, bei RG 40 sind es schon 6-8 Jahre und mit RG 50 kann sie sogar bis zu 10 Jahre in deinem Bett bleiben.
Wichtig: Das Raumgewicht wird nur für aufgeschäumte Matratzen angegeben!

Wie hoch ist die Lebensdauer einer Matratze?

Das ist von Faktoren wie dem Raumgewicht, dem Lattenrost, aber auch der Pflege der Matratze abhängig. Wer sich eine gute Matratze kauft und diese dementsprechend pfleglich behandelt, wird auch lange Freude an dem Schlafuntergrund haben. Auch der Matratzentyp spielt in diese Komponente mit rein. So weist z.B. eine Bonellfederkernmatratze oder eine Gelschaum-Matratze eine besonders lange Lebensdauer auf. Eine Schaumstoffmatratze und auch Gästematratzen halten hingegen nicht so lange wie andere Matratzen. Doch egal welche Matratze, spätestens alle 10 Jahre sollte eine neue Matratze gekauft werden.

Was bedeutet Punktelastizität?

Eine gute Punktelastizität bedeutet, dass der Körper wirklich nur an den Stellen “einsinkt”, an denen das Material auch wirklich belastet wird. Dies ist meist bei Schaumstoffmatratzen der Fall. Das Gegenteil von Punktelastizität ist Flächenelastizität. Ein Beispiel für eine flächenelastische Matratze ist eine Bonellfederkernmatratze. Taschenfederkernmatratzen und Latexmatratzen sind hingegen Beispiele für besonders punktelastische Matratzen. Nur durch eine gute Abstützung des Körpers und durch eine bequeme Schlaflage können Haltungsschäden vermieden werden. Die Faktoren Punktelastizität und Raumgewicht hängen im Übrigen voneinander ab. Bei Federkernmatratzen ist auf die Federanzahl zu achten, um die Punktelastizität bestimmen zu können. Durch den passenden Lattenrost mit der richtigen Einstellung kann der Liegekomfort noch zusätzlich gesteigert werden.

Die Schlafposition ist ebenfalls entscheidend

Bei einer Matratzenberatung wird als erstes oft die Frage gestellt, ob man denn Bauch-, Rücken- oder Seitenschläfer ist. Doch nicht jeder von uns hat eine bevorzugte Schlafhaltung. Manche wechseln auch ganz gerne mal vom Bauch auf die Seite usw. Viele Menschen schlafen in einer Art “stabilen Seitenlage”, was jedoch die Wirbelsäule ungleichmäßig belastet und langfristig zu Verspannungen führen kann bzw. führt. Diese Lage ist oftmals das Resultat einer zu festen Matratze. Der Körper nimmt eine Schonhaltung ein und bewertet diese Schlafposition als die bequemste, was jedoch ein Trugschluss ist. Welche Schlafposition sich für dich am besten eignet, kannst nur du entscheiden. Also für welchen Schläfer ist welche Matratze geeignet?

  • Mann schläft auf der Seite Seitenschläfer: Hierbei handelt es sich um die beliebteste Schlafhaltung. Die passende Matratze für diesen Schläfer sollte flexibel und elastisch sein. Schulter und Hüfte können im Idealfall leicht einsinken. Die Taille hingegen muss ausreichend abgestützt werden, um eine Beugung der Wirbelsäule zu verhindern. Eine ausreichende Höhe von 18 cm ist deshalb empfehlenswert. Die meisten Matratzen kommen für alle Schlafpositionen in Betracht. Außer der Bonellfederkernmatratze, sie eignet sich nicht so gut für Seitenschläfer. Bei Schaumstoffmatratzen muss die Höhe über 20 cm liegen, um die passenden Eigenschaften zu liefern.

  • Bauchschläfer: Reine Bauschläfer sind nicht so häufig anzutreffen, zumal diese Schlafposition auch im Laufe des Lebens immer unbequemer wird, bzw. immer weniger zu empfehlen ist. Diese Position bietet nämlich wenig Entlastung für Schultern und Wirbel. Um ein Hohlkreuz zu vermeiden, muss die Matratze besonders im Beckenbereich fester sein. Hierfür geeignet ist die Bonellfederkernmatratze, aber auch andere Matratzen kommen in Betracht.

  • Rückenschläfer: Diese Art von Schläfern bewegt sich in der Regel wenig in der Nacht und benötigt deshalb eine gute Abstützung des Nackens und der Wirbelsäule. Schultern und Gesäß sollten ausreichend in die Matratze einsinken können. Auch für diesen Schlaftyp eignen sich die meisten Matratzen, im Besonderen viscoelastische Matratzen, Bonellfederkernmatratzen und Schaumstoffmatratzen. Empfehlenswert ist eine Matratze, die für einen verstellbaren Lattenrost genutzt werden kann.

  • Aktivschläfer: Dieser Schlaftyp wechselt recht häufig seine Schlafposition und ist daher keiner speziellen Kategorie zuzuordnen. Er braucht eine sehr flexible Matratze, die verschiedene Vorteile in sich vereint. Kaltschaum-, Federkern- oder Naturlatexmatratzen eignen sich in diesem Fall. 

Bestimmt konntest du dich einer der Kategorien zuordnen und fragst dich jetzt vielleicht, ob und wie du deinen Schlaftyp ändern oder beeinflussen kannst. Schlafforscher fanden heraus, dass die von uns präferierte Schlafposition fest in uns verankert ist und keinem Zufallsprinzip unterliegt. Daher ist es sehr schwer sich umzugewöhnen. Besser ist es zu schauen, welche Matratze und welches Kopfkissen zum jeweiligen Schlaftyp passt.

Wozu brauche ich einen Matratzentopper oder Matratzenschoner?

Wenn deine Matratze nicht zu deinen Schlafbedürfnissen passt, kannst du auch zu einem Matratzentopper greifen, der zu den Matratzenauflagen zählt. Diese gibt es aus unterschiedlichen Materialien, sie dienen zur Erhöhung des Liegekomforts und zum Schutz der Matratze vor Flecken und Flüssigkeiten. Der Topper wird auf die Matratze gelegt oder in manchen Fällen auch durch Gummischlaufen fixiert. Durch den Matratzentopper wird zudem der Härtegrad der Matratze beeinflusst. Du solltest dich allerdings vorher informieren, ob deine Matratze in Kombination mit einem Topper verwendet werden kann. Hier kommt es nämlich oftmals zu Problemen mit der Durchlüftung. Ein Topper ist zwischen 6 und 12 cm hoch. Topper eignen sich im übrigen nur für Federkernmatratzen, Kaltschaummatratzen brauchen keinen Matratzentopper.

Eine Matratzenauflage, zum lediglichen Schutz der Matratze, ist hingegen flach und wird  mittels Gummischlaufen an der Schlafunterlage befestigt. Es gibt auch spezielle gummierte Auflagen für Menschen mit Blasenschwäche sowie Babys und Kleinkinder. Aber auch das Schlafklima kann mit einer Matratzenauflage verbessert werden.
Wenn du dich hingegen für einen Matratzenschoner (bzw. Matratzenunterlage) interessierst, gilt es zu beachten, dass dieser unterhalb der Matratze platziert wird. Er dient zum Schutz der Matratze vor Abdrücken durch den Lattenrost und Farbveränderungen. Besonders bei Federkernmatratzen, wo sich der Bezug der Matratze gerne einmal durch die Reibung mit einem Lattenrost durchscheuert, ist ein Matratzenschoner sinnvoll.

FAQ

Nun hast du schon viel zu den verschiedenen Matratzentypen erfahren und worauf du beim Matratzenkauf alles achten musst. Nichtsdestotrotz stellen sich nicht selten noch weitere Fragen, die wir dir hier beantworten möchten.

Welche Matratze bei gesundheitlichen Beschwerden kaufen?

Frau mit Rückenschmerzen Wenn du unter Rücken- oder Gelenkschmerzen leidest oder eine Allergie hast, kannst du nicht irgendeine Matratze nehmen. Hier gilt es die Augen nach dem richtigen Modell aufzuhalten. Als Allergiker-Matratze empfehlen sich Wasserbett-, Schaumstoff-, Latex-, Kaltschaum- oder viscoelastische Matratzen. Menschen mit Rücken- oder Gelenkschmerzen sind gut mit einer Kaltschaummatratze, Latexmatratze oder Gelschaum-Matratze beraten.

Wo kann ich meine Matratze lagern?

Wenn du eine Matratze gekauft hast, sie aber noch nicht verwenden kannst, weil beispielsweise das passende Bett fehlt, solltest du sie auf jeden Fall trocken und am besten in einer Schutzhülle lagern. Diese darf jedoch nicht luftdicht verpackt werden, da sich unter Umständen eine Restfeuchtigkeit in dem Material befindet. Wurde die Matratze bereits benutzt, ist dies noch eher der Fall. Als Lagerort ist ein trockener Speicher oder ein Lagerraum empfehlenswert. In einem Keller wird es ziemlich sicher zu feucht für deine Matratze sein.

Warum muss eine Matratze gelüftet werden?

Es ist wichtig, dass die Matratze die aufgenommene Feuchtigkeit wieder an die Umgebungsluft abgeben kann. Daher sollte das Bett nach dem Aufstehen immer aufgedeckt bleiben, am besten noch das Bettzeug ans Fenster oder über einen Stuhl hängen. Durch das “Trocknen” der Matratze wird Schimmelbildung und Keimbefall vorgebeugt. Auch ein gelegentliches Sonnenbad auf dem Balkon tut der Matratze gut und tötet Keime ab.

Wie kann ich eine Matratze reinigen?

Eine Reinigung empfiehlt sich in Form von Waschen des Bezuges und einer Auslüftung nach dem Schlafen, damit die Matratze trocknen kann. Andernfalls kann sie nämlich anfangen unangenehm zu riechen oder sogar zu schimmeln. Die Matratze sollte jedoch nicht fest ausgeklopft oder abgesaugt werden, weil dies die Matratze, je nach Modell, beschädigen kann.

Wann muss ich meine Matratze wechseln?

Mann testet MatratzeDas Raumgewicht beeinflusst den Liegekomfort der Matratze, genauso wie eine ausreichende Pflege. Ein waschbarer Bezug sorgt dafür, dass die Matratze nicht so schnell verschmutzt wird und sie nicht zu riechen beginnt. Matratzen sollten regelmäßig gewendet werden, um ein Durchliegen zu verhindern und die Lebensdauer der Matratze somit zu erhöhen. Dabei sollte sie nicht nur längs, sondern auch quer gewendet werden. Wenn du ein Nachlassen des Liegekomforts beobachten kannst, dann wird es Zeit für eine neue Matratze. Spätestens alle 10 Jahre sollte jedoch eine neue Matratze her.

Wo kann ich eine Matratze entsorgen?

Der Zeitpunkt ist gekommen: Die Matratze hat einem treue Dienste geleistet, muss jetzt jedoch ausgetauscht werden. Wer seine ausgediente Matratze loswerden möchte, kann diese rausstellen, wenn Sperrmüll ist. Jedoch wird nicht in jeder Stadt der Sperrmüll regelmäßig kollektiv gesammelt. Manche Städte verlangen, dass man Sperrmüll anmeldet oder holen diesen nur ab, wenn mehrere Haushalte etwas entsorgen möchten. Wer nicht bis zum nächsten Sperrmüll warten will, kann die Matratze auch auf einen Anhänger werfen und zum nächsten Wertstoffhof bringen. Unter Umständen kann ein Nachweis über den Wohnort notwendig sein. Meistens kannst du eine Pkw-Ladung kostenlos entsorgen. Manche Städte geben auch sogenannte Sperrmüllbons aus. Mit diesen kannst du bis zu vier Kubikmeter pro Jahr entsorgen.

Wie kann ich eine Matratze transportieren?

Wenn du dich für eine Rollmatratze entschieden hast, ist der Transport kein Problem. Die Matratze kann platzsparend im Kofferraum verstaut werden. Anders sieht es jedoch mit herkömmlichen Matratzen aus. Diese sind in eine Folie eingepackt und können entweder auf einem Anhänger (am besten mit Plane) oder in einem Sprinter transportiert werden. Kaltschaummatratzen können zum Transport theoretisch auch geknickt werden, inwiefern das jedoch dem Matratzenkern schadet, ist fraglich. Bei Federkernmatratzen ist ein Knicken hingegen nicht möglich.

Matratzen bei Stiftung Warentest

Im Februar 2017 hat die Stiftung Warentest einen Matratzen-Test von 278 Produkten veröffentlicht. Darunter 142 Schaumstoffmatratzen, 21 Latexmatratzen, 84 Federkernmatratzen und 31 Boxspringmatratzen. Der Matratzen-Test ergab, dass längst nicht alle Matratzenhersteller ihre Versprechen halten. Das gilt im Besonderen für Boxspringbetten und Startup-Hersteller wie Eve und Emma.

Matratzen bei Aldi, Lidl und Ikea

Auch Discounter wie Aldi oder Lidl haben ab und an Matratzen im Angebot - selbstverständlich zu besonders günstigen Preisen. Teilweise werden die Produkte auch von der Stiftung Warentest begutachtet und schneiden dabei gar nicht mal schlecht ab. Der Onlineshop von Lidl hingegen hat eine große Auswahl an Federkern- und Kaltschaummatratzen zu bieten. Die günstigsten Modelle fangen bei 50€ an und gehen hoch bis auf über 400€. Darunter sind Produkte der Hausmarke Meradiso aber auch Marken wie Breckle, Badenia oder Malie. Das schwedische Möbelhaus IKEA verkauft ebenfalls Matratzen. Die Auswahl ist hier jedoch nicht so groß, lediglich 8 Federkernmatratzen und 12 Schaum- bzw. Latexmatratzen lassen sich im Shop finden.

Fazit: Probeliegen ist Pflicht!

Doch egal für welche Matratze du dich entscheidest, ein Probeliegen bzw. Probeschlafen sollte immer vor dem Kauf durchgeführt werden. Nur durch einen Matratzen-Vergleich kannst du herausfinden, welches Modell das Passende für dich ist. Manche Hersteller ermöglichen es dir sogar, die Matratze für 100 Tage zu testen und bei fehlender Zufriedenheit diese zurückzugeben.

Wir wünschen dir einen erholsamen Schlaf und viel Vergnügen mit deinem Matratzen-Testsieger

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