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Arbeitsspeicher im Test » Das sind die besten RAM-Riegel 2018

Den PC schneller machen und den Arbeitsspeicher erweitern? Das solltest du wissen, um den richtigen RAM zu kaufen!

Arbeitsspeicher Kaufberater
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Jan-Philipp
Jan-Philipp

Arbeitsspeicher (RAM) auf einen Blick

  • Random Access Memory (RAM) - Der Arbeitsspeicher eines Computersystems ist ein schneller Zwischenspeicher, der in direkter Zusammenarbeit mit dem Prozessor funktioniert und diesem die benötigten Daten "zufüttert". Eine RAM-Erweiterung ist nur dann wirklich lohnenswert, wenn dein System langsamer wird, weil dieser Zwischenspeicher häufig voll ist.RAM-Riegel Symbol vor weißem Hintergrund

  • Einfacher Einbau - Der Arbeitsspeicher wird auf die DIMM-Sockel auf dem Mainboard gesteckt und muss damit kompatibel sein. Hauptsächlich entscheidend dafür sind die maximale Taktfrequenz (in MHz) und die Version (DDR3 oder DDR4).

  • Schneller Zwischenspeicher - RAM-Speicher funktioniert im Dual-Channel-Betrieb wesentlich schneller, weshalb in der Regel immer zwei RAM-Riegel im Kit verkauft und eingebaut werden.

  • Die Größe wird in Gigabyte angegeben - In der Regel reichen 4-8 GB für die normale Nutzung. Gamer greifen hingegen zu 8-16 GB, bei Videoschnitt oder Gaming mit höheren Auflösungen als Full HD müssen es aber 16-32 GB sein. Große Unterschiede zwischen DDR3 und DDR4 gibt es nicht. Wenn du die Wahl hast, nimm das zukunftssichere DDR4 mit dem entsprechenden Mainboard.

Die besten Arbeitsspeicher im Vergleich

Was versteht man unter RAM?

Welche "Arbeit" verrichtet der Arbeitsspeicher eigentlich?

Einbau eines RAM-Moduls in den DIMM-Steckplatz einens MainboardsRAM steht für “Random Access Memory” und ist ein schneller sowie frei nutzbarer Speicher in deinem Computersystem. Auf ihm werden Daten temporär abgelegt und zur Verfügung gestellt, die der Prozessor zum Arbeiten braucht. Deshalb wird er auch Arbeitsspeicher genannt.

Die Größe des RAM wird in Gigabyte angegeben. Praktisch handelt es sich um flache Riegel mit vielen Kontaktpunkten an der Unterseite, welche auf dem Mainboard installiert werden. Die verschiedenen Generationen von RAM sind mit der Kennzeichnung DDR versehen. In aktuellen System kommen ausschließlich DDR3 oder etwas schnellere DDR4-Speicher zum Einsatz. Beide Versionen sind nicht untereinander kompatibel, weshalb das Motherboard für die eine oder andere Generation ausgelegt ist .

Warum ist der Arbeitsspeicher so wichtig?

Da der RAM für die grundlegende Funktion eines Computersystem unbedingt notwendig ist, funktioniert dieses nicht ohne. Ist kein RAM verbaut, kann der PC, das Smartphone, der Taschenrechner, die Smartwatch usw. nicht einmal starten. Umso wichtiger ist, dass der Arbeitsspeicher zuverlässig läuft. Liegt ein Defekt vor, ist das System nicht lauffähig. Da normalerweise immer zwei RAM-Riegel verbaut werden (Dual-Channel-Betrieb), kann es passieren, dass nur ein Riegel den Geist aufgibt. Entsprechende Leistungseinbrüche wirst du nicht zwangsläufig merken, wenn dein System den Arbeitsspeicher nicht auslastet. So läuft ein PC z.B. mit 4 von 8 oder vielleicht sogar 8 von 16 GB RAM immernoch sehr gut, wenn du ihn nicht mit anspruchsvollen Aufgaben wie Videoschnitt oder Gaming zu stark beanspruchst.

Welchen Typ Arbeitsspeicher habe ich?

Um herauszufinden, welchen Typ Arbeitsspeicher du hast bzw. ob dieser kaputt ist, lohnt es sich bei Windows das Programm CPU-Z zu installieren. Dieses gibt dir umfangreiche Informationen zu deinem ganzen System. Beim Aufrüsten von Macs solltest du unbedingt die genaue Typenbezeichnungen deines Apple-Computers suchen und in den technischen Informationen/dem Datenblatt den RAM-Typ raussuchen.
Alternativ siehst du spätestens beim Aufschrauben des Systems, welcher Riegel verbaut ist. Auf diesem befinden sich genaue Bezeichnungen.

5 Punkte auf die du beim Kauf von neuem Arbeitsspeicher achten musst!

Ein paar grundsätzliche Kriterien sind für den Kauf bzw. das Erweitern des Arbeitsspeichers wichtig. Gleiche sie unbedingt mit deinem Mainboard ab. Diese 5 Punkte werden dir bei deiner Suche begegnen.

  • DIMM Bauform - Es gibt zwei Version des Dual Inline Memory Module. Man unterscheidet zwischen DIMM für normal große Mainboards und SO-DIMM für Laptops, Mini PCs und generell kleine Motherboards.

  • DDR-Typ - Aktuell ist DDR4-RAM. Dennoch wird nach wie vor häufig DDR3-RAM in vielen Endgeräten verbaut, weil er günstiger und der Leistungsunterschied vergleichsweise gering ist. DDR2 wird seit 2007 nicht mehr hergestellt und von keinen aktuellen Mainboards unterstützt. DDR4 ist nicht übermäßig schneller als DDR3. Wenn du dein Mainboard oder System frei wählst, nimm das zukunftssichere DDR4 mit dem passenden Mainboard.

  • MHz-Angabe - Die Taktung in Megahertz (MHz) beschreibt, wie schnell der Zwischenspeicher seine Daten zur Verfügung stellen kann. Als “sweet spot” gilt hierbei 2133 und 2400 MHz. Natürlich gibt es noch höher getaktete RAM-Speicher, die jedoch verhältnismäßig teuer, gleichzeitig aber nicht merklich schneller sind.

  • CL-Angabe - Gibt die Speicherlatenz an, mit der dem Prozessor Daten zur Verfügung gestellt werden. Je kleiner dieser Wert, desto geringer ist die Verzögerungszeit. Bei modernen Systemen ist dieser Wert zu vernachlässigen, da der Geschwindigkeitsunterschied nur 1-2% ausmacht. Achte nur darauf, dass beide Riegel die selbe Latenz haben.

  • Speichergröße - Diese steht für die Größe in Gigabyte, welche der schnelle Zwischenspeicher maximal fasst. Teile davon werden schon vom Betriebssystem (wie Windows 10, Linux oder MacOS) reserviert, damit dieses flüssig läuft. Hier gilt es eine guten Kompromiss zwischen Größe und Preis zu finden, da mehr Gigabyte Arbeitsspeicher nicht immer mehr bringen. In der Regel reichen 4-8 GB für normale Anwender und 8-16 GB für anspruchsvolle Nutzer.
    Die Ausnahme: Videoschnitt mit hoher Auflösung wie 4K UHD, 5K oder 8K. Hier sind mindestens 16 eher aber 32-64 GB angebracht.

Wann lohnt es sich den Arbeitsspeicher zu erweitern?

Frau vor Laptop freut sich über schnellen ArbeitsspeicherMehr RAM kann deinen PC schneller machen, wenn dieser des Öfteren an seine Leistungsgrenze gerät. Eine genau Beobachtung der Auslastung ist aber vorher sehr ratsam.
Doch wann lohnt es sich wirklich den Arbeitsspeicher zu erweitern? Hier hilft nur die Leistungsüberwachung.

Windwos - Unter Windows hilft ein Blick in den Task-Manager, den du mit der Tastenkombination Strg+alt+Entf. aufrufst. Anschließend gehst du auf Leistung, wo dir die Auslastung verschiedener Komponenten angezeigt wird - auch die des Arbeitsspeichers.

Mac - Auf einem Mac suchst du nach Dienstprogrammen und gehst in der Aktivitätsanzeige auf Speicher.

In beiden Fällen solltest du ein Auge auf die Auslastung im alltäglichen Betrieb haben. Schaue einfach über ein paar Tage hinweg immer mal rein. Ist der RAM dauerhaft an der Grenze von 80 - 90% und gelegentlich sogar komplett gefüllt? Wenn du z.B. viele Tabs oder Extensions in deinem Browser öffnest, Games zockst oder rechenintensive Anwendungen ausführst, kann der Arbeitsspeicher öfter ausgelastet sein, als du vielleicht denkst. Dann hilft nur eine Erweiterung, um die Performance deines PCs zu verbessern.

Nicht immer lohnt sich das RAM-Upgrade

Achtung: Wird der Arbeitsspeicher jedoch häufig nicht ausgelastet, beschleunigt mehr Arbeitsspeicher deinen Computer auch nicht! Du würdest mit der Erweiterung nur unnötig Geld ausgeben. Hier lohnt sich eher eine schnellere Festplatte, die einen positiven Effekt auf die Geschwindigkeit ausüben kann. In unserem Kaufberater zu SSD-Festplatte findest du alle wichtigen Informationen zum Kauf und Einbau.

Vor dem Einbau - RAM-Check!

DIMM-Steckplätze für RAM-Riegel auf einem MainboardDu hast dir einen PC zusammengestellt oder willst den PC bzw. Laptop aufrüsten? Der Einbau der RAM-Riegel ist per se nicht sonderlich schwierig. Aufpassen solltest du vor allem bei der Auswahl und dem Kauf neuer Komponenten. Diese Grundregeln gilt es in jedem Fall einzuhalten:

  • Das Mainboard ist entscheidend - Dieses gibt den RAM-Typ und dessen maximale Taktung vor. Informiere dich daher gut über das Innenleben deines Computers.

  • Zwei Riegel sind besser als einer - Der Arbeitsspeicher arbeitet wesentlich effizienter und schneller im Dual-Channel-Betrieb - effektiv wird die Bandbreite verdoppelt! Das heißt: 2x4GB RAM sind z.B. besser als 1x8 GB RAM.
    Dasselbe gilt für ungerade Zahlen. 3x8 GB sind effektiv sogar schlechter als 4x4 GB. Motherboards haben deshalb immer 2- 4 Steckplätze für RAM.

  • Gleiche Komponenten wählen - Im Idealfall kaufst du beim Defekt eines RAM-Riegels oder bei der Erweiterung direkt zwei gleiche Arbeitsspeicher, anstatt nur einen mit denselben technischen Daten. So minimierst du potenzielle Probleme.
    Geht es nicht anders, bedenke, dass sich dein System an die langsamere Komponente anpasst. Ein RAM-Riegel mit 2400 MHz entfaltet nicht seine Leistung, wenn sein Partner nur mit 2133 MHz taktet.

So baust du deinen neuen Arbeitsspeicher problemlos ein

Der Einbau von deinem neuen Arbeitsspeicher ist einfacher als du denkst. Trotzdem solltest du einige Dinge bachten. Unsere Einbauanleitung hilft dir dabei:Arbeitsspeicher wird einegesetzt

  1. Schalte deinen Computer aus, trenne ihn vom Strom und erde dich z.B. an einem Heizkörper.
  2. Öffne deinen PC und verschaffe dir einen Überblick. Finde den Arbeitsspeicher.
  3. Entferne ggf. den alten RAM-Riegel, indem du den kleinen Sicherheitshebel am Ende der Schiene löst und den Riegel vorsichtig rausziehst.
  4. Setze die neuen RAM-Riegel vorsichtig ein und achte auf das Einklicken des Sicherheitshebels - erst dann ist der Arbeitsspeicher richtig eingebaut und hat Kontakt.
  5. Starte dein System und schaue im Taskmanager bzw. der Aktivitätsanzeige, ob alle GB des eingebauten RAMs sichtbar sind.
  6. Wenn alles funktioniert, schalte deinen PC nochmal aus, trenne ihn vom Strom, erde dich erneut und schraube ihn wieder zu.

Beim Einbau gilt es zudem noch die Belegung der Slots zu beachten, um auch wirklich den Vorteil des Dual-Channel-Betriebs zu bekommen. In diesem Anleitungsvideo wird dies übersichtlich verdeutlicht:

Arbeitsspeicher bei deinem Notebook erweitern - selbes Prinzip, andere Größe

Mann wechselt den Arbeitsspeicher seines LaptopsBei Notebooks bietet es sich ebenfalls an den Arbeitsspeicher zu erweitern. Viele Modelle werden vom Hersteller mit nur wenig Arbeitsspeicher ausgeliefert und bewusst ein RAM-Slot für die nachträgliche Erweiterung leer gelassen. Gerade wenn du oft mit deinem Notebook  von unterwegs aus arbeitest, viel surfst oder Videospiele spielst, ist ein großer Arbeitsspeicher wichtig.

ACHTUNG: Manchmal ist der Arbeitsspeicher fest verlötet. Das bedeutet, dass kein weiterer Slot zur Verfügung steht und du nicht mal den vorhandenen Riegel ausbauen kannst. Besonders Convertibles, Ultrabooks bzw. besonders kleine und flache Notebooks habe leider einen fest verlöteten Arbeitsspeicher, um Platz im Laptopgehäuse zu sparen. Steckplatz und der dazugehörige Mechanismus benötigen schließlich Raum.

RAM bei einem Apple MacBooks erweitern? - Nur ältere lassen sich aufrüsten

Besonders ältere MacBooks profitieren von einem RAM-Update, da MacOS als Betriebssystem nur unwesentlich langsamer wird. ACHTUNG: Leider kannst du seit 2013 bei keinem MacBook mehr den Arbeitsspeicher ersetzen oder erweitern. Alle Modelle davor lassen sich mit etwas Geschick öffnen und upgraden - ähnliches gilt auch für die eingebaute Festplatte. Eine genaue Auflistung über die Möglichkeit der RAM- und Festplattenerweiterung findest du auf der Website von Apple.

Für Laptops und kleine PCs gibt es kleinere RAM-Riegel

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die die Kompatibilität des Arbeitsspeichers. Hier gelten dieselben Bedingungen wie beim RAM-Wechsel von anderen Computern. Einzige Ausnahme: Fast immer wird in Notebooks ein kleinerer Formfaktor von Arbeitsspeicher eingebaut. Dieser heißt SO-DIMM und nicht DIMM. SO-DIMM steht für “Small Outline Dual Inline Memory Module” und ist neben der geringeren Größe auch sehr energieeffizient - besonders wichtig bei mobilen und stromsparenden Geräten wie Laptops oder Mini PCs.

Einbauanleitung: So wechselst du den Arbeitsspeicher deines Laptops

  1. Schalte das Notebook aus, entferne den Akku und trenne alle Kabel - dazu gehören neben dem Stromkabel auch LAN-Kabel oder USB-Verbindungen wie z.B. externe Festplatten oder USB-Sticks.
  2. Erde dich, indem du z.B. an eine Heizung fasst.
  3. Schraube die Unterseite deines Notebooks auf und löse sie vorsichtig vom Gerät ab.
  4. Verschaffe dir einen Überblick und finde die Steckplätze für den Arbeitsspeicher.SO-DIMM RAM Nahaufnahme in Steckplatz von Laptop
  5. Entferne den alten RAM-Riegel bzw. bereite den Slot vor. Dazu genügt in der Regel etwas Druck auf den Mechanismus, worauf der Steckplatz etwa 45° nach oben klappt. Löse vorsichtig den alten RAM-Riegel, indem du ihn links und rechts an den Rändern rausziehst.
  6. Nimm den neuen RAM-Riegel und stecke ihn in den Slot. Achte dabei darauf, dass die Kerbe mit der vom Slot übereinstimmt und du nicht die goldenen Pins auf der Unterseite berührst.
  7. Drücke den Riegel mit etwas Kraft hinein, bis dieser hörbar einklickt! Erst dann hat er auch Kontakt und wird vom Mainboard erkannt.
  8. Klappe den Slot nach unten und schließe die Abdeckung deines Notebooks.
  9. Fahre ihn hoch und überprüfe, ob der Arbeitsspeicher erkannt wird und einwandfrei läuft.
  10. Fahre ihn erneut herunter und schraube die kleinen Schrauben wieder handfest in die Abdeckung. Fertig!