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Zahnbürsten - unentbehrlich für die tägliche Zahnhygiene

Es gibt keine zweite Chance für den ersten guten Eindruck. Das gilt besonders für ein sympathisches, strahlend weißes Lächeln - doch wie bekommt man das? Den ganzen Tag über Trinken und Essen wir, dadurch entstehen Ablagerungen, sogenannter Plaque, auf unseren Zähnen. Diesen gilt es regelmäßig mit dem Putzen der Zähne zu beseitigen und somit die Beißerchen vor Bakterien und Karies zu schützen. Vor allem abends ist das Zähneputzen wichtig, da sich sonst Keime über Nacht in den Zahnzwischenräumen ablagern können. Morgens Zähneputzen macht ebenfalls Sinn, um mit frischem Atem in den Tag zu starten. Unsere Zahnbürsten Kaufberatung hilft dir einen Überblick bezüglich der verschiedenen Größen, Formen, Farben sowie Härtegraden zu bekommen und die richtige Zahnbürste für dich zu finden.

Was für Zahnbürsten gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Handzahnbürsten, also manuellen Modellen und elektrischen Zahnbürsten. Letzte gliedern sich noch einmal in Rotationszahnbürste, Schall- und Ultraschallzahnbürste. Was es mit den einzelnen Varianten auf sich hat, erfährst du hier:

Handzahnbürste - Altbewährte Handarbeit

ZahnbürstenartenWer kennt sie nicht, die gute alte Handzahnbürste. Für Kinder gibt es sie in knalligen Farben und mit bunten Motiven. Erwachsene setzen eher auf schlichte Designs und achten vermehrt auf den Kopf der Zahnbürste und welche Borsten dieser zu bieten hat. Wenn du dich einmal für eine Zahnbürste entschieden hast und mit dieser nicht zufrieden bist, ist das kein Problem. Die Produkte kosten meist zwischen 0,70€ und 3€ und stellen daher keine große Investition dar.
Es gibt Zahnbürsten welche die Zahnzwischenräume besonders gut reinigen sollen und welche für weiße Zähne. Einige haben auch einen Zungenreiniger direkt mit an Bord. Dieser befindet sich auf der Rückseite des Borstenkopfes. Jeder Hersteller wählt eine eigene Bezeichnung für seine Modelle aus. Die Versprechen sind alle sehr überzeugend, so wirbt jede Marke mit besonders guter Reinigungsleistung für ein strahlend weißes und sauberes Ergebnis. Doch nicht jede Zahnbürste ist für jedermann geeignet. Wer also seinen Zahnbürsten Testsieger finden will, muss unter Umständen ein paar Bürsten ausprobieren, bis er letztendlich fündig wird. Hier ein paar Beispiele für Borstentypen:

  • “Standard”-Borsten: Ganz klassisch und ohne viel Schnickschnack sind die Borsten einer normalen Zahnbürste.
  • Hoch-Tief-Borsten: Damit erreichst du die Zahnzwischenräume noch besser und der federnde Bürstenkopf hilft dir dabei, nicht zu viel Druck auszuüben.
  • Zahnbürste für weiße Zähne: Polierborsten sorgen für weißere Zähne, bei dauerhafter Anwendung.
  • X-Borsten: Dadurch lassen sich die Zahnflanken besonders gut erreichen. Dr. Best Zahnbürsten setzen zudem noch auf feine Borsten, die bis tief in die Zahnzwischenräume vordringen sollen, um diese besonders gründlich zu reinigen.

Tipp: Sogenannte “Wechselkopfzahnbürsten” verhindern, dass zu viel Plastikmüll entsteht, weil lediglich der Kopf der Zahnbürste nach der Gebrauchsdauer getauscht werden muss.

Elektrische Zahnbürsten - damit auch du den Dreh raushast  

Die elektrischen Zahnbürsten lassen sich in drei Kategorien unterteilen: Es gibt Rotations- Schall- und Ultraschallzahnbürsten.

Rotationszahnbürste

Der Bürstenkopf dieser Variante ist klein und rund. Während der Anwendung rotiert er, deshalb auch der Name Rotationszahnbürste. Die Rotation bewirkt im Zusammenspiel mit den Partikeln der Zahnpasta einen ähnlichen Effekt, wie bei einer Zahnpolitur. Elektrische Zahnbürsten Tests ergaben, dass die Zahnpflege mit einer elektrischen Zahnbürste ein besseres Reinigungsergebnis erzielt, als die Anwendung einer Handzahnbürste. Unter den elektrischen Varianten ist die Rotationszahnbürste die günstigste. Schon für 10€ kannst du eine dieser praktischen Zahnputzhilfen kaufen. Der Preis richtet sich jedoch nach der Marke. Namhafte Produkte kosten etwas mehr. Auch die Preise der Austausch-Bürstenköpfe richten sich nach Modell und Hersteller. Ist der Akku deiner elektrischen Zahnbürste leer, kann dieser über einen mitgelieferten Ständer per Induktion wieder aufgeladen werden.

Schallzahnbürste

Elektrische oder HandzahnbürsteDie nächste Stufe stellt die Schallzahnbürste dar. Diese wird nicht mit einem Elektromotor, sondern über einen Schallwandler angetrieben. Sie arbeitet mit einer Frequenz von 250-300 Hertz und soll somit vielfach noch bessere Putzergebnisse als die Rotationszahnbürste erzielen. Manche Verbraucher nehmen an, dass die Schallzahnbürste wegen ihres Namens über Schallwellen die Zähne reinigt, das ist jedoch nicht der Fall. Lediglich die erhöhte Frequenz trägt zu einer noch effektiveren Reinigung bei. Neben der Frequenzabweichung gibt es jedoch noch einen weiteren Unterschied zur Rotationszahnbürste: den Bürstenkopf. Dieser ist nicht rund, sondern oval.
Günstige Modelle erhältst du schon ab 30€. Namhafte Produkte wie z.B. die Philips Sonicare Zahnbürste kostet je nach Ausführung bis zu 120€ . Auch Oral-B hat mit Pulsonic eine schlanke und schicke Schallzahnbürste auf den Markt gebracht. Im Doppelpack kostet dieses Modell sogar “nur” 140€.

Ultraschallzahnbürste

Oberhalb der 300 Hertz Frequenz spricht man von einer Ultraschallzahnbürste. Für die Verwendung einer solchen Zahnbürste ist jedoch eine spezielle Zahnpasta vonnöten. Diese wird nicht auf die Bürste, sondern auf die Zähne aufgetragen und erzeugt Schaumblasen, die durch die Frequenz der Zahnbürste zum Platzen gebracht werden. In der Zahnpasta sind also keine Putzkörper vorhanden.

Elektrische Zahnbürste kaputt? Einmal neu bitte!

Geht eine der elektrischen Varianten eines Tages kaputt, steht es nicht gut um die Zahnbürste. Die Akkus sind fest verbaut, da hilft meist leider nur eine Neuanschaffung.
Bei elektrischen Zahnbürsten gilt es auf einen nicht so hohen Anpressdruck zu achten. Moderne Zahnbürsten können diesen regulieren, bzw. geben eine Warnung aus, wenn die Zahnbürste zu fest ans Zahnfleisch gedrückt wird.

Manuell vs. elektrisch - Wer putzt besser?

Die elektrischen Varianten haben einen großen Vorteil: Oftmals ist ein Timer verbaut, der dich per kurzen Putzstopps darüber informiert, wie lange du schon putzt und sich nach 2-3 Minuten automatisch abschaltet.

Typ

Vorteile

Nachteile

elektrische Zahnbürste

  • so gut wie kein Kraftaufwand nötig
  • arbeitet nahezu selbstständig
  • liefert gleichmäßige Ergebnisse
  • hat verschiedene Funktionen, um dir das Putzen zu erleichtern
  • teurer in der Anschaffung
  • durch Bürstenaufsätze entstehen Folgekosten

Die Handzahnbürste hingegen kann mit vielfältigen Designs und sogar teilweise mit Akkubetrieb auftrumpfen. Zudem gibt es eine wesentlich größere Auswahl an Herstellern und Modellen als bei elektrischen Zahnbürsten.

Typ

Vorteile

Nachteile

Handzahnbürste

  • günstig in der Anschaffung
  • keine hohe Kostenbindung
  • leichtes Gewicht
  • benötigt keinen Strom oder Batterien
  • optimale Putzdauer und Intensität ist schwer abzuschätzen
  • bietet weniger Komfort und muss aktiv bedient werden

Wie putze ich meine Zähne richtig?

Jeden Tag ist die Zahnbürste im Einsatz und doch wissen viele Menschen nicht, wie man sie richtig verwendet. Hier erfährst du, wie es geht:

  • Zahnbürste mit ZahnpastaZunächst muss sie schräg (45° Winkel) an die Zähne gesetzt werden. Selbstverständlich angefeuchtet und mit Zahnpasta. Die Zahnpasta sollte jedoch nicht zu viele Schleifkörper enthalten, da sonst bei dauerhafter Anwendung eine Abtragung des Zahnschmelzes erfolgt. Das ist oftmals bei Zahnpasta für besonders weiße Zähne der Fall.
  • Die Zähne sollten mit leicht rüttelnden Bewegungen geputzt werden. Nicht zu empfehlen ist jedoch ein Schrubben oder ausüben von zu viel Druck auf die Zähne.
  • Geputzt werden sollte von oben nach unten, also zum Zahnfleisch zur Zahnkrone hin. Damit du nicht vergisst, wo du überall schon geputzt hast, empfiehlt es sich mit System vorzugehen. Nimm dir immer einen Abschnitt von 2-3 Zähnen vor und beginne bei den Backenzähnen des Oberkiefers. Dann arbeitest du dich immer weiter hin zur Mitte. Natürlich müssen die Beißerchen auch von innen gereinigt werden. Danach ist der Unterkiefer nach dem gleichen Schema dran. Nun zu den Kauflächen, hier darf auch geschrubbt werden.
  • Den krönenden Abschluss macht die Anwendung des Zungenreinigers. Dieser befreit deine Zunge von Bakterien. Die Verwendung eines Zungenreinigers ist jedoch nicht immer notwendig. Nur wenn die Zunge besonders viel Belag hat, sollte dies auf jeden Fall zur Mundhygiene gehören.

Nach dem Zähneputzen sollte die Zahnbürste gut unter dem Wasserhahn gereinigt werden. Es dürfen keine Essensreste oder Zahnpasta mehr an den Borsten hängen. Ansonsten können sich Keime in den Borsten festsetzen oder diese verkleben. Das führt zu einer kürzeren Lebensdauer der Zahnbürste und ist ganz nebenbei auch ziemlich unhygienisch. Zum Trocknen wird die Bürste dann mit dem Kopf nach oben in einen Zahnputzbecher gestellt. Manche elektrische Zahnbürsten verfügen über eine Desinfektionsfunktion.

Hinweis: Ein zu hoher Anpressdruck sollte vermieden werden, da sonst Zähne und Zahnfleisch nachhaltig Schaden davontragen könnten.

Hier kannst du dir die richtige Mundhygiene noch einmal in der Praxis anschauen:

Welcher Härtegrad eignet sich für dich? 

Besonders bei Handzahnbürsten hast du oft die Wahl zwischen drei Härtegraden: weich, mittel und hart. Je härter die Borsten, desto mehr Plaque tragen sie auch ab, aber Vorsicht: bei den harten Borsten kann es auch schneller zu Verletzungen kommen. Wer über besonders empfindliche Zähne verfügt, der sollte daher lieber zu einer Zahnbürste mit weichen Borsten greifen und dafür eine etwas längere Putzdauer in Kauf nehmen. Naturborsten haben harte Enden und können somit leichter zu Verletzungen beitragen. Kunststoffborsten werden hingegen beim Fertigungsprozess abgerundet und sind schonender für dein Zahnfleisch.

Tipps und Tricks für gesunde Zähne

Was du bei den bekanntesten Problemen oder Beeinträchtigungen machen kannst, erfährst du hier:

  • Kind mit Zahnspange benutzt InterdentalbürstchenZahnfleischprobleme: Diese entstehen oft, durch nicht ausreichend entfernten Plaque an schwer zugänglichen Stellen (Zahnfleischrand oder Zahnzwischenräume). Regelmäßiges Bluten des Zahnfleisches ist ein Hinweis, dass etwas nicht stimmt. Auch Rötungen und Schwellungen können auf eine Zahnfleischentzündung hinweisen. In diesem Fall muss schnell gehandelt werden, damit es nicht zu Parodontitis (Entzündung der Mundhöhle) kommt.
    Abhilfe schafft hier eine geeignete Zahnbürste, die Zahnzwischenräume und Zahnfleischrand reinigt. Das beugt Zahnbelag, Zahnstein und Karies vor. Die zusätzliche Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürsten kann ebenfalls zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. Zudem solltest du nicht zu viel Druck beim Putzen ausüben. Entzündungen können auch mit Mundwasser vorgebeugt werden. Dieses sollte jedoch nicht zu viel oder gar kein Alkohol enthalten und bei der Anwendung brennen. Daran merkst du, dass das Mundwasser zu aggressiv ist. Abgerundet wird die Bekämpfung von Bakterien von einem Zungenreiniger.

  • Zahnspange: Bei einer Zahnspange ist das Putzen mit Zahnbürste deutlich erschwert. Um in den Brackets verbliebene Essensreste herauszuspülen, empfiehlt sich eine Munddusche. Des Weiteren sollte zu einer Kurzkopf-Zahnbürste gegriffen werden. Die Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürstchen ist ebenfalls wichtig.

  • Vor oder nach dem Essen? Die Frage ob ein Zähneputzen vor oder nach dem Essen erfolgen soll, haben sich bestimmt schon viele gestellt. Wichtig ist es vor und nach dem Essen mindestens eine halbe Stunde zu warten, bevor die Zähne geputzt werden. Das gilt vor allem bei dem Verzehr von zucker- oder säurehaltigen Speisen. Denn andernfalls ist der Zahnschmelz angreifbar, weil seine natürliche Schutzschicht durch die Säure beschädigt wird.

Wichtig: Du solltest deine Zahnbürste aus hygienischen Gründen nicht mit jemandem teilen.

Welcher Zahnbürstenhersteller kann überzeugen?  

HandzahnbürsteFührend auf dem Markt der Zahnhygiene sind Hersteller wie Braun Oral-B, Philips oder Panasonic. Dabei setzt jeder der Anbieter auf unterschiedliche Technologien und Innovationen. Oral-B hat bei seine Handzahnbürsten mit der Pro-Expert Pulsar eine schwingende Handzahnbürste entwickelt, welche besonders gut und schonend Plaque entfernen soll. Also für alle, die gerne etwas mehr Luxus beim Zähneputzen haben möchten. Von gekreuzten Borsten bis Bürstenflügeln aus weichem Kunststoff soll alles zu einem noch besseren Ergebnis beitragen. Selbst 5-Zonen-Zahnbürsten sind mittlerweile von Oral-B erhältlich. Diese ist wie folgt aufgebaut:

  1. PowerTip Borsten reinigen schwer erreichbare Stellen.
  2. Zahnzwischenraum-Borsten reinigen die Zahnzwischenräume.
  3. Zentrale Diamant-Zone beseitigt Oberflächen-Verfärbungen.
  4. Zahnfleisch-Stimulatoren.
  5. Zungen- und Wangenreiniger.

FAQ zu Zahnbürsten

Mit Sicherheit hast du noch die ein oder andere offene Fragen, die wir dir hier beantworten möchten.

Ab wann kann mein Kind eine elektrische Zahnbürste verwenden?

Vor allem bei elektrischen Zahnbürsten für Kinder macht ein Timer Sinn, da die Kids die optimale Putzzeit meist noch nicht alleine abschätzen können. Manche Zahnbürsten können sogar Musik von sich geben oder mit Stickern beklebt werden. So wird das Putzen doch noch zum Vergnügen. Ob dein Kind die Vibration von einer elektrischen Zahnbürste mag, musst du austesten. Ab vier Jahren, wenn dein Kind alleine die elektrische Zahnbürste halten kann und die Zähne vollständig ausgebildet sind, empfiehlt sich die Verwendung. Der Griff sollte gummiert oder genoppt sein, damit die Zahnbürste nicht so leicht herunterfallen kann. Die Zahnbürsten sind wasserfest und können somit unter fließendem Wasser gereinigt werden. Damit die Zahnbürste dann auch gut bei deinem Sprössling ankommt, empfiehlt es sich das Gerät zusammen auszusuchen.

Tipp: Es gibt sogar Zahnbürsten für Kinder, die sich mithilfe von Bluetooth mit einem Smartphone oder Tablet verbinden lassen und spielerisch das richtige Zähneputzen vermitteln. Dabei werden sogar die Bewegungen der Bürste übertragen und es kommen bunte Figuren zum Einsatz, die eine regelmäßige Pflege brauchen - Tamagotchi und Pokemon lassen grüßen.

Welche Zahnbürste brauche ich für mein Baby?

Wenn es so ca. ab dem 6. Monat losgeht und dein Baby langsam Zähne bekommt, kannst du mit einer Zahnbürste, dessen Handstück aus einer Art Beißring besteht starten. Der Gebrauch einer Fingerzahnbürste ist ebenfalls denkbar. Dabei musst du nur auf deine Finger achten, denn auch Babys können schon ziemlich fest zubeißen. Beim Putzvorgang selbst, sollte mit den Kauflächen begonnen werden. Danach kannst du mit den Außen- oder Innenflächen weitermachen. Ab einem Alter von zwei Jahren kann dein Kind dann die Zahnbürste selbst halten und erste Putzversuche vornehmen. Jedoch muss häufig noch nachgebessert werden.

Welche Zahnbürste eignet sich für Parodontose?

Frau benutzt Zahnseide Parodontitis ist eine Volkskrankheit, welche durch Bakterien in der Mundhöhle hervorgerufen wird. Nicht selten verlieren Patienten beim zu späten Erkennen der Krankheit einen oder mehrere Zähne. Anzeichen sind blutendes und geschwollenes Zahnfleisch, was sich nach und nach zurückzieht. Dadurch entstehen Taschen in denen sich Keime perfekt vermehren können. Selbst eine Zahnbürste vermag es nicht dorthin zu gelangen. Begünstigt wird die Krankheit durch Rauchen, Stress, einen sauren PH-Wert des Speichels, Vererbung oder Übergewicht. Eine ausschließliche Mundhygiene mit einer Zahnbürste reicht hier leider nicht aus. Hier müssen schwerere Geschütze in Form von Munddusche, Interdentalbürstchen oder Zahnseide aufgefahren werden. Wobei der Gebrauch einer elektrischen Zahnbürste deutlich der einer Handzahnbürste vorzuziehen ist.

Wohin kommen gebrauchte Zahnbürsten?

Deine ausgediente Handzahnbürste kannst du guten Gewissens in den gelben Sack/ die gelbe Tonne befördern. Bei den elektrischen Zahnbürsten sieht es jedoch etwas anders aus. Wenn du nicht gerade sowieso auf den Wertstoffhof fahren wolltest, kannst du das ausgediente Geräte beim Elektrofachhändler abgeben. Seit Juli 2016 sind Händler die Elektrogeräte verkaufen auch verpflichtet diese zurückzunehmen, wenn ihre Verkaufsfläche 400 qm übersteigt. Das gilt auch für Onlinehändler, diese müssen dann die Versandkosten tragen. Du musst lediglich die Verpackungskosten übernehmen.

Wie oft muss ich meine Zahnbürste wechseln?

Bürstenaufsätze für elektrische ZahnbürsteZahnbürsten sollten spätestens alle drei Monate gewechselt werden. Wenn die Borsten allerdings schon vorher ausfransen, ist ein früherer Austausch notwendig. Die Bürstenköpfe von elektrischen Zahnbürsten sind teilweise blau eingefärbt. Das Verbleichen dieser Farbe signalisiert den notwendigen Wechsel.

Wer hat die Zahnbürste erfunden?

Was im Jahre 3000 v. Chr. mit dem Fund eines Holzstockes begann, entwickelt sich nun immer mehr Richtung Komfort und Nutzerfreundlichkeit. Wurde auf dem Holzstück die Zahnreinigung durch simples Kauen erzielt, folgte die erste Zahnbürste mit Borsten dann um 1500 - diese ähnelte eher einem Pinsel mit Hausschweinborsten. Die Stiele bestanden dabei aus Bambus oder Knochen. In Europa kam vermehrt Pferdehaar zum Einsatz, welches sich jedoch als zu weich erwies. Schwämme und Läppchen waren ebenfalls zur Zahnpflege in Gebrauch. 1780 wurde dann in England die erste Firma gegründet, welche Zahnbürsten professionell aus Kuhknochen und -borsten herstellte. Damals zählte die Zahnbürste als Luxusgut und wurde nur von der Oberschicht verwendet. 1940 etablierte sich der strombetriebene Antrieb auch in der Zahnhygiene - Die erste elektrische Zahnbürste erschien auf den Markt. Nylonborsten werden seit 1938 in den Zahnbürsten angebracht und ermöglichten somit eine günstige Produktion. Mittlerweile bestehen die Handstücke aus Kunststoff oder Silikon, um sie rutschfester zu machen. Ständig werden neue Innovationen wie Ultraschallzahnbürsten oder neue Reinigungstechniken entwickelt, um die Zahnpflege noch weiter zu verbessern.

Was sagt die Stiftung Warentest zu elektrischen Zahnbürsten?

Im Dezember 2016 hat die Stiftung Warentest einen elektrische Zahnbürsten Test mit 54 Produkten durchgeführt. Der Test hat ergeben, dass nicht klar auszumachen ist, ob Rotations- oder Schallzahnbürsten besser reinigen. Es kommt zudem auch auf das persönliche Empfinden an, welche Variante man bevorzugt. Mit der Schallzahnbürste bekommt man aber in jedem Fall mehr Fläche auf einmal gereinigt. Eine Rotationszahnbürste hingegen reinigt Zahn für Zahn. Akkubetriebene Zahnbürsten verbrauchen sehr wenig Strom und sind daher eher zu empfehlen als Batteriezahnbürsten. Nachteilig sind jedoch die Folgekosten durch Ersatzbürstenköpfe.