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Grafikkarte Tests 2018

Die besten Grafikkarten in der Schweiz

Grafikkarte Kaufberater
Dein Kaufberater:
Jan-Philipp
Jan-Philipp

Grafikkarten auf einen Blick

  • Die GPU (Graphical Processing Unit) bzw. Grafikkarte ist für die Berechnung und Ausgabe grafischer Elemente zuständig und kann entweder als platzsparende Onboard-Grafikkarte im Prozessor integriert oder als dedizierte (eigenständige) Grafikkarte mit dem Motherboard verbunden werden.

  • Grafikkarten Vector-Grafik BeispielmodelleUnkomplizierter Einbau: Eine dedizierte Grafikkarte benötigt ausreichend Kühlung, Strom und Platz im Gehäuse, hat aber auch sehr viel Leistung. Sie wird via PCI-Express Anschluss auf das Mainboard geklickt und mit dem Netzteil des PCs verbunden.

  • Für jeden Anspruch: Die zwei größten Grafikkartenhersteller, Nvidia und AMD bringen Referenzmodelle auf den Markt, welche andere Hersteller wie ASUS, EVGA, MSI, Sapphire, Zotac uvm. als “Custom Karten” mit Anpassungen bei Kühlung, Leistung und Design verkaufen dürfen.

  • Gaming-Fähigkeit: Entscheidend ist die Auflösung und die Bilder pro Sekunde. Für Full HD reicht schon eine Mittelklasse-Karte. Für VR-, QHD- oder sogar 4K-Gaming sind Highend-Modelle empfehlenswert.

  • Preis/Leistung: Die empfohlenen technischen Anforderungen von Spielen und Programmen dienen als Orientierungspunkt für den Kauf einer Grafikkarte und bestimmen den Preis. Um die richtige Leistung zu finden, eignen sich die Modellnamen und Ranglisten der Hersteller.

Grafikkarten Kaufberatung - So findest du die perfekte GPU

Aktuelle Spiele laufen auf deinem PC nur noch in niedriger Auflösung oder mit sehr geringen Details? Beim Videoschnitt oder Grafikdesign gönnt sich dein PC ein paar Denkpausen? Du willst endlich Spiele in 4K genießen und sehen, was die tolle neue Auflösung so bringt? Oder musst du dir aufgrund einer defekten alten GPU eine neue kaufen??

In jedem Fall wird es Zeit für eine neue Grafikkarte. Worauf es beim Kauf ankommt und warum der Einbau bzw. Wechsel gar nicht so kompliziert ist, erfährst du in unserem Kaufberater zum Thema Grafikkarten.

Was ist eine Grafikkarte? - Mehr als nur Gaming

Grafikkarte GrafikbeispielmodellEine Grafikkarte oder GPU (Graphical Processing Unit) ist ein Ausgabegerät im PC, welches die Grafik an ein Anzeigegerät weitergibt. Dazu berechnet sie die Bilder und schickt diese über einen digitalen Anschluss wie z.B. HDMI oder Displayport weiter.

Sie wird nicht nur für Gaming benötigt, sondern auch auch grafisch aufwendige Anwendungen wie z.B. Bildbearbeitung, 3D-Modellierung oder Videoschnitt. Zudem entlastet sie generell das System - ein Ausführungsstrang eines Prozessors ( ein sog. "Thread") wird nicht für die grafische Darstellung verbraucht und kann anderweitig benutzt werden.

Heutzutage unterscheidet man zwischen internen Onboad GPUs, die im Prozessor integriert sind und dedizierten Grafikkarten, welche als alleinstehende Einheit funktionieren und über das Motherboard mit der CPU zusammenarbeiten.

Versteckt, eingebaut oder ausgelagert - Diese Grafikkarten-Typen gibt es

Typ

Eigenschaften

Erklärung

Beispielbild

Onboard

  • strom- und platzsparend
  • eignen sich nicht für grafisch aufwendige Games

Onboard-Grafikkarten sind im Prozessor integriert und nutzen dessen Leistung. Hitzeentwicklung und Ressourcenmanagement mindern die Leistungsfähigkeit. Sie sind perfekt für einfache Aufgaben und sparen in kleinen Gehäusen sehr viel Platz.

Intel gilt als Vorreiter und nutzt Onboard Grafikkarten seit mehreren Prozessor-Generationen.

Im Datenblatt werden sie als "Intel HD Graphics" oder "Intel HD Grafik" angegeben.

CPU mit interner GPU - Onboard Grafikkarte

Dediziert

  • leistungsstark und variabel

Dedizierte Grafikkarten sind separate Grafikeinheiten, die über eine extra Stromversorgung des PC-internen Netzteils und über die PCI Express (Peripheral Component Interconnect Express, Kurzfom: PCIe oder PCI-E) Schnittstelle mit dem Motherboard verbunden werden.


Sie besitzen separate Anschlüsse für die Bildausgabe.

Highend Grafikkarte von Nvidia

Extern

  • flexibel, teuer und mobil

Als externe Grafikkarten bezeichnet man eine dedizierte Grafikkarte, die in einem separaten Gehäuse mit eigener, Stromversorgung und Kühlung betrieben und über einen Thunderbolt (basierend auf dem USB-Typ-C Standard) an einen PC angeschlossen wird.

Der PC benötigt zwangsläufig diesen, mit einen Blitz gekennzeichneten, Thunderbolt-Anschluss.


Schwächere Hardware lässt sich so mit der nötigen grafischen Leistung ergänzen.

Nahezu jede Dedizierte Grafikkarte kann in ein derartiges Gehäuse gebaut werden.

Ultrabook mit externen Gehäuse für Grafikkarte

Grafikkarten Hersteller - Nvidia und AMD geben den Takt vor

Für dich als normalen Endkonsumenten gibt es im Prinzip nur zwei amerikanische Hersteller, die Grafikkarten entwickeln, bauen lassen und verkaufen. AMD und Nvidia. Beide Hersteller stellen neue Produkte vor und verkaufen zunächst eine Referenzmodell. Die Kerntechnologie stellen sie dann anderen Herstellern zur Verfügung, die nochmal am Design feilen, Übertaktungen vornehmen und kosmetische Aspekte hinzufügen. Diese "Custom Karten" kommen dann kurze Zeit später auf den Markt und bieten nicht selten mehr Leistung durch bessere Kühlung.

Kryptowährung Mining symbolhaftSchwierige Marktsituation - Duopol und Kryptowährungen erhöhen die Preise

Unter dieser Marktsituation leiden nicht selten die Kunden. So schaffte es AMD in den letzten Jahren nicht an Nvidia heranzukommen und eine vollwertige Konkurrenz zum Unternehmen aus Santa Clara (Kalifornien) darzustellen. Dementsprechend teuer konnte Nvidia seine Grafikkarten und sein Know-How verkaufen. Auch bestand durch den Vorsprung seitens Nvidia kein Bedarf darin, den nächsten technischen Quantensprung zu vollziehen, weshalb der technologische Fortschritt etwas ausgebremst wurde.

Eine zusätzlicher Faktor bildet die Popularität von Kryptowährungen, für deren Erstellung (dem "Mining") leistungsfähige Grafikkarten benötigt werden. Dadurch besteht ein stetiger Bedarf an GPUs, was sich auf die Preise auswirkt.

Nvidia Grafikkarten - exklusiv und leistungsstark

Nvidia Schriftzug und LogoAuf der einen Seite steht Nvidia, das mit seinen GeForce-Grafikkarten und teils exklusiven Optimierungen für Spiele, einen Großteil des Marktes für sich beansprucht. Die GPUs des amerikanischen Unternehmens werden mit den drei Buchstaben GTX geschmückt und in 10er-Schritten nummeriert. Ein 100er-Schritt ist dabei gleichbedeutend mit einer neuen Generation und Verbesserungen im Herstellungsverfahren. Der Sprung von der 900er- auf die 1000er Reihe brachte z.B. mit dem Herstellungsverfahren (Pascal) von 32 auf 16 nm (Nanometer) mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch.
Eine GeForce GTX 970 ist z.B. älter als eine GeForce GTX 1070.

Nvidia arbeitet nach dem Fabless-Prinzip. Fabless (fabricless - fabriklos) bedeutet, dass die eigentliche Herstellung an externe Unternehmen ausgelagert wird und deren Fabriken genutzt werden. So kann sich Nvidia vollkommen auf die Konzeption und Softwareentwicklung konzentrieren.

  • Wissenswert: Durch eine exklusive Partnerschaft ist in der aktuellen Konsole von Nintendo, der Nintendo Switch, ein mobiler Prozessor mit Grafikeinheit von Nvidia verbaut. Sony mit seiner Playstation und Microsoft mit der Xbox setzen hingegen auf speziell entwickelte Chips von AMD.

AMD Grafikkarten - open source und günstig

AMD Radeon Grafikkarten LogoAuf der anderen Seite befindet sich AMD Radeon, welches zuvor als ATI bekannt war und Ende 2006 vom Chiphersteller Advanced Micro Devices, Inc. (AMD) übernommen wurde. Die Grafikkarten-Abteilung von AMD, dessen Prozessor-Abteilung auch in Konkurrenz zu Intel steht, besticht durch ihr quelloffenes Prinzip. Sämtliche Treiber für die GPUs sind open source. Der Nachteil: Nvidia fädelt oftmals exklusive Optimierungen für Spiele ein, um die Spieler zum Kauf einer GTX zu verleiten. Zudem erscheinen viele Treiberverbesserungen erst später als bei der grünen Konkurrenz.

AMD Radeon Karten werden ebenfalls in fortlaufenden 10er- bzw. 100er-Folgen angegeben und haben davor noch ein R, mit der betreffenden Generation. Eine AMD Radeon R9 390 ist also älter als eine AMD Radeon RX 480. Auch hier wurde mit der 400er-Reihe auf das 16 nm (Polaris) Fertigungsverfahren umgestellt. AMD arbeitet ebenfalls nach dem Fabless-Prinzip.

Custom Karten - optimierte Alternativen

Beide großen Unternehmen bringen sogenannte Referenzdesigns ihrer Grafikkarten auf den Markt. Andere Hersteller wie ZOTAC, MSI, ASUS mit seiner Strix Reihe, GIGABYTE, Sapphire, EVGA und XFX können diese dann abändern, optimieren und unter eigenem Namen verkaufen. Das Grundprinzip der Karte bleibt dabei gleich. Es werden lediglich andere Kühlungslösungen und Materialien, optische Anpassungen sowie werkseitige Übertaktungen vorgenommen.

Dadurch ergibt sich eine riesige Auswahl. Jeder Hersteller hat andere Punkte, die er verbessert haben will. Mal ist bei gleicher oder höherer Leistung die Lautstärke der Lüfter um ein paar Dezibel optimiert, mal die Temperatur gesenkt worden - manchmal sogar beides. Zudem gesellt sich noch die optische Komponente, da viele Computerbesitzer, vor allem Gamer, auf ein Gehäuse mit Sichtfenster setzen und Wert auf ein modernes Design mit LED-Beleuchtung legen.

Was möchtest du mit der Grafikkarte machen?

Mann baut Grafikkarte in PC einAbseits von Gaming sind Grafikkarten z.B. wichtig für Videoschnitt, Grafikprogramme von Designern (CAD), bei der Nutzung von Bildbearbeitungsprogrammen uvm. Selbst innerhalb dieser Nutzungsmöglichkeiten gibt es noch Unterschiede. Schneidest du Videos in 4K oder reicht dir auch Full HD? Wie komplex ist dein Grafikprogramm? Willst du die neuesten Spiele in Top-Qualität und vielleicht sogar in Ultra HD auf deinem 4K Monitor oder 4K Fernseher spielen? Gerade beim Gaming ergeben sich durch die Einstellungsmöglichkeiten sehr viele Optionen.

Viel Geld für viele Pixel - Teure Grafikkarten sind nur für hohe Auflösungen notwendig

Ausgehend davon ergibt sich erstmal eine riesige Preisspanne. Von 100 bis 1000€ ist für jeden Zweck etwas dabei. Die beste Grafikkarte für deine Anwendungen finden du, indem vorher nicht die Mindestanforderungen sondern die empfohlenen Anforderungen deiner Programme oder Anwendungen, die in Zukunft mit einer neuen GPU nutzen möchtest, nachschlägst. Diese sind der Standard, nachdem sich die Entwickler richten und auf den optimiert wird. Nur wenn du in den angesprochenen hohen Auflösungen spielen willst, ist tatsächlich eine Highend-Grafikkarte notwendig. Hier solltest du dir allerdings bewusst machen, dass du für nur etwas mehr Leistung viel mehr Geld bezahlst.

Nicht jeder Grafiker braucht eine Highend Gaming-Grafikkarte. Office-Nutzer brauchen in der Regel nur eine Onboard-GPU. Auch als Gamer musst du nicht immer Unmengen an Geld ausgeben, um auf dem neuesten Stand zu sein. Spiele werden auch für die älteren und/oder schwächeren Modelle optimiert. Wenn du nicht unbedingt in maximaler Auflösung bei maximalen Details spielen oder leistungshungrige VR Brillen betreiben willst, darf es auch eine nicht so leistungsfähige Karte sein - das spart bares Geld.

Warum du immer erstmal von Full HD ausgehen solltest

Full HD ist der Standard für den die Spiele angepasst werden. Online-Games wie Overwatch, Counter-Strike, World of Warcraft, PUBG, Fortnite oder eher ältere Spiele brauchen erst recht keine Top-Hardware. Sie wurden so konzipiert, dass sie auf möglichst vielen Systemen einwandfrei laufen, um entsprechend wenig Hürden für neue Spieler zu schaffen.

Mit genauer Recherche und einer realistischen Einschätzung der eigenen Gaming-Bedürfnisse, kannst du dir unsinnige Investitionen sparen. Die Qualität des Spielerlebnisses leidet darunter nicht.

Hast du genügend Platz und Leistung für deine neue GPU?

PC Gehäuse mit offener Seite und sichtbarer GrafikkarteDa sich die Rechenleistung und Kühlungsmöglichkeiten von Grafikkarten extrem unterscheiden kann, gibt es verschiedene Größen. Je mehr Leistung sie bringt, desto mehr Strom und Kühlung braucht die Karte. Zudem können andere Kühlungsansätze die Karte vergrößern. Wo der eine Hersteller bei seiner Karte auf nur einen Radiallüfter setzt, verbaut der anderer Hersteller gleich 3 Axiallüfter - dies schlägt sich in den Maßen nieder, für die du Platz brauchst.

Vorher ist genaues Messen angesagt

Im PC Bereich gibt es zwei wichtige Größen von Gehäusen. ATX und Mini ATX. Die Gehäuse sind in Slots oder bzw. Steckplätze unterteilt. Je nach Grafikkarte nimmt diese bis zu drei Steckplätze an der Gehäuserückseite ein. GPUs werden immer waagerecht eingebaut, weshalb neben der Höhe auch der Platz nach hinten (ins Gehäuse hineinragend) entscheidend ist.

Die Länge wird in Millimetern angegeben und liegt durchschnittlich zwischen 270 und 320 mm. Extrem große Grafikkarten mit bis zu 450 mm sind durch kleinerer Chips und besserer Kühlung nahezu ausgestorben. Extrem kleine Grafikkarten, die nur um 150 mm lang sind, werden im gleichen Zuge immer leistungsfähiger.

Größere Modelle können die vorgesehenen Abmessungen überschreiten. Das kann dir vor allem bei einem Mini ATX Gehäuse passieren. Unter Umständen hilft es, mit dem Ausbau anderer, nicht genutzter Teile (z.B. Festplattenschächte), Platz zu schaffen.

Liefert dein Netzteil ausreichend Strom?

In diesem Zusammenhang gilt es außerdem die Energiezufuhr zu beachten. Wenn dein Netzteil 400 W stark ist, du aber eine Grafikkarte mit 370 W Maximalleistung einbaust, kann dies die Power des Systems unnötig begrenzen und im schlimmsten Fall zu defekter Hardware führen.
Beim Netzteil gilt es also die maximale Auslastung des ganzen System inklusive GPU, Festplatten und Co. zu berücksichtigen und eventuell ein neues Netzteil zu kaufen.

VRAM - Warum mehr GDDR5 Speicher nicht immer besser ist

Grafikkarten Grafik SymbolDu hast sich für einen Hersteller und eine Größe entschieden. Nun irritieren dich beim Vergleich die ganzen Bezeichnungen, die neben der Grafikkarte aufgelistet sind. Das einzige, was du kennst, ist die Gigabyte-Angabe des Videospeichers - der sogenannte VRAM. Glücklicherweise steht dieser Wert bei jeder Karte dabei und muss deshalb ein guter Indikator für die Leistungsfähigkeit sein. Falsch!

Bei einer GPU wird der schnelle Videoram dafür genutzt, um grafikrelevante Daten wie Texturen, Shadow Maps uvm. zwischenzuspeichern und auf Abruf zu halten. Diese werden von dort an den Grafikchip geschickt, der für die eigentliche Darstellung zuständig ist.

Wann benötige ich wirklich viel VRAM?

Natürlich ist der Nutzen des Videospeichers vom Spiel abhängig, aber eben nicht so maßgebend, wie man meinen könnte. Spiele mit großen, weil extrem scharfen Texturen, die z.B. für die Darstellung in 4K notwendig sind, brauchen natürlich einen dementsprechenden Zwischenspeicher. Sind diese zudem gut optimiert, also ist die Abfrage und Regulierung der Daten im VRAM clever und effizient, ist die Größe noch weniger relevant.

Moderne Spiele in 1080p (Full HD) brauchen je nach Grafikqualität nicht mehr als 4 GB GDDR5 VRAM. Viele Mittelklasse GPUs haben deshalb auch nur 4 oder 6 GB  GDDR5-Speicher. Nur wenn du die neuesten Blockbuster-Games auf QHD (1440p) oder sogar Ultra HD 4K zocken möchtest, kommst du schwerlich um 8 GB VRAM herum. Achtung: Auch das Widescreen-Format von 21:9, welches vor allem bei Curved Monitoren immer beliebter ist, braucht durch die höhere Pixelanzahl auch mehr Ressourcen der Grafikkarte. Vor allem WQHD, also Widescreen Monitore mit QHD (1440p), haben in der Horizontalen 3440 anstatt 2560 Pixel und benötigen auch dementsprechend mehr Power.

Grafikkarten Rangliste - Den offensichtlichen Vergleich sehen

Junger Mann spielt FPS-Game an Gaming PCViel entscheidender als der VRAM, ist die Geschwindigkeit mit welcher der Grafikspeicher und der Chip miteinander arbeiten bzw. kommunizieren. Dieser wird Bandbreite genannt und in Bit angegeben. Eine Grafikkarte mit 8 GB GDDR5 RAM und 128 Bit ist schwächer als eine Grafikkarte mit 4 GB GDDR5 RAM und 4096 Bit.
Durch die ständige Weiterentwicklung gibt es auch hier Änderungen. Die neueste Generation von Videospeichern, GDDR5X und HBM, können auch mit einer geringen Bandbreite bessere Ergebnisse erzielen. Zusätzliche Faktoren, wie die Taktrate in GHz, machen die Verwirrung komplett.

Als idealer Leitfaden entpuppen sich deshalb die Modellbezeichnungen der Hersteller. Denn die wissen genau, wie leistungsstark ihr Produkt wirklich ist. Leichte Verbesserungen der neuen Generationen reißen zwar immer Grenzen ein - insbesondere beim Stromverbrauch und der Effektivität - grundsätzlich bieten die Einstufungen aber immer einen guten Anhaltspunkt. Alternativ kannst auf Benchmark-Werte vertrauen. Benchmarks sind simlulierte Stresstetst, welche die Leistungsfähigkeit von Grafikkarten anhand echter Berechnungen ermitteln und so eine theoretische Vergleichbarkeit ermöglichen.
Doch auch hier ergibt sich das selbe Bild: Eine GTX 1070 mit 6 GB GDDR5 bleibt besser als eine GTX 1060 mit 6 GB GDDR5. Eine Radeon R9 390 ist schlechter als eine Radeon RX 480, weil letztere vom effizienteren Herstellungsverfahren profitiert. Die interne Rangliste von AMD oder Nvidia verrät dir in den meisten Fällen mehr als jede Zahl, Taktung und Speichergröße.

Videotipp: Wenn du noch weitere Tipps für den Grafikkarten-Kauf benötigst, bietet sich dieses Video von Gamestar an. Hier kommen nochmal 6 Punkte zur Sprache, die berücksichtigen solltest:

Die Spielekonsole als Alternative

Wenn dir das alles zu viel Recherche und Auswahl ist, empfehlen wir fürs Gaming eine Videospielkonsole wie die Playstation 4. Zwar muss man bei der grafischen Leistung u.U. Abstriche machen - vor allem im Vergleich mit Highend-Grafikkarten - dennoch punkten Konsolen mit ihrer Unkompliziertheit. Spiele laufen dort mit der Playstation 4 Pro und Xbox One X ebenfalls in hohen Auflösungen mit bis zu 4K.

Wie baue ich die Grafikkarte ein?

Du hast dich für eine passende GPU entschieden und willst diese jetzt einbauen. Platz ist genügend da und dein Netzteil ist der zusätzlichen Belastung ebenfalls gewachsen. Nun stehst du vor deinem Computer und wirst unsicher. Doch keine Angst! Der Wechsel bzw. Einbau ist in wenigen Schritten und mit etwas Geduld schnell ausgeführt.

Grafikkarten Einbauanleitung

  1. Fahre deinen PC herunter und ziehe alle Stecker. Zudem solltest du dich erden, um Schäden an der sensiblen Technik auszuschließen.Dies geht z.B. indem du an eine Heizung oder einen anderen Metallgegenstand fasst.

    PCI-Express Steckplätzle in Nahaufnahme
  2. Stelle oder lege deinen PC auf einen Tisch und öffne die Seitenabdeckung. Nur auf einer Seite hast du tatsächlichen Zugriff auf das komplette Innenleben. In der Regel ist dies von vorne gesehen rechts.

  3. Verschaffe dir einen Überblick. Du solltest das Mainboard mit den vielen Anschlüssen, Platinen etc. sehen. Links befinden sich einzelne Blenden, welche die Rückseite des PCs darstellen. Je nach Größe deiner Grafikkarte musst du bis zu drei Blenden entfernen.

  4. Gegebenenfalls musst du zuerst deine alte Grafikkarte ausbauen. Einfach alle Stecker von dieser abkoppeln, sie von der Rückseite losschrauben, den Kippschalter lösen und vorsichtig rausziehen.

  5. Nimm deine neue Grafikkarte und stecke diese in einen der horizontalen PCI-Express Slot, der sich auf dem Mainboard befindet. Der PCI-Express-Anschluss hat Kerbungen und Pins, sodass ein falsches Einstecken unmöglich ist. Achte einfach auf die Kontakte und den richtigen Abstand der Karte zur Rückseite des Gehäuses. Ein Klicken des Kippschalters gibt dir die Gewissheit, dass die Karte vollständig eingerastet ist.

  6. Wenn die Karte sicher im Motherboard sitzt, wird sie festgeschraubt. Dazu dient meistens nur eine Schraube der zuvor entfernten Blende.

  7. Da eine GPU sehr viel leisten muss, benötigt sie einen extra Stromanschluss. Aus dem Netzteil deines PCs kommen unterschiedliche Kabel. Dich interessiert nur das dicke, welches mehrere 6-Pin Stecker hat. Je nach Größe der Karte brauchst du einen oder zwei Anschlüsse, - dies lässt sich an der Karte selbst feststellen. Auch hier sind die Pins, bzw. Fassungen wieder so konzipiert, dass ein falsches Anschließen nicht möglich ist.
    PCI-e Stromanschluss für Grafikkarte
  8. Wenn die Karte sitzt und angeschlossen ist, stelle deinen PC wieder auf, schließe ein Anzeigegerät an einen Bildanschluss der GPU und den Strom wieder an. Teste ob nun die Bildausgabe - auch ohne korrekte Treiber wird deine Grafikkarte ein Bild ausgeben! Falls dir kein Bild angezeigt wird, überprüfe die Stecker und Anschlüsse von allen Geräten und starte alles nochmal neu.

  9. Wenn deine Grafikkarte ein Bild ausgibt, musst du das neue Stück Hardware noch mit den richtigen Treibern versorgen. Zuvor solltest aber die alten Treiber deinstallieren - diese werden nicht selten bei der Neuinstallation automatisch gelöscht. Gehe dazu bei Windows in die Systemeinstellungen und danach in den Gerätemanager. Dort findest du den Monitor bzw. die GPU. Klicke auf das Symbol und anschließend auf “Treiber entfernen”.

  10. Auf der Internetseite deines Grafikkartenherstellers findest du entsprechende Software - entweder den Download für die GeForce Experience oder die automatische Treibererkennung AMD. Auch Windows 10 kann sich die Treiber selbst installieren. Wir empfehlen jedoch den Weg über den Hersteller. Zusätzlich kannst du bei Custom Karten entsprechende Tools installieren, welche dir detaillierte Informationen zur Karte und weitere Einstellungsmöglichkeiten liefern. Während der erstmaligen Installation wird dein Bild mehrmals flackern - Keine Angst, das ist normal.

  11. Im Idealfall hat Windows oder Linux direkt die richtige Auflösung gewählt. Ansonsten solltest du in den Anzeigeneinstellungen den richtigen Wert auswählen und die Skalierung von Symbolen und Fenstern entsprechend anpassen.

  12. Wenn alles funktioniert, kannst du deinen PC wieder zuschrauben. Herzlichen Glückwunsch! Du hast deine neue Grafikkarte eingebaut und kannst jetzt drauf los spielen.

Wenn du dir das Ganze nicht wirklich bildlich vorstellen kannst, können wir dir diese strukturierte Video-Anleitung empfehlen: 

Anschlüsse und Adapter bei Grafikkarten

Nvidia Geforce GTX 1070 HDMI, Displayport AusgängeAlle Grafikkarten haben einen DVI-Anschluss. Zusätzlich dazu haben sich HDMI und Displayport als absolute Standards durchgesetzt. Deren Mini-Varianten werden ebenfalls häufig in GPUs verbaut. In der Regel hat deine Grafikkarten also mehr als nur eine Anschlussmöglichkeit und du kannst mehrere Monitore bzw. Fernseher gleichzeitig damit betreiben.

Wenn du das passende Kabel oder den passenden Anschluss am Anzeigegerät nicht hast, lässt sich auch hier mit Adaptern arbeiten. Alle drei Anschlüsse sind größtenteils untereinander kompatibel. Achte aber auf die Mini-Ausführungen und die maximale Bandbreite. Mehr 4K Auflösung mit vollen 60 Bildern pro Sekunde benötigt z.B. HDMI 2.0 oder mindestens Displayport 1.2. Für weitere Informationen zu den Anschlüssen schauen Sie doch einfach in unserem 4K Monitor Vergleich vorbei.

Wer dagegen auf den ganzen Umbau und die Berücksichtigung der Anschlüsse keine Lust hat, kann sich für einen All In One-PC oder einen fertigen Gaming PC entscheiden, bei dem die Grafikkarte sogar schon eingebaut ist - bei Bedarf aber auch aufgerüstet werden kann.

Grafikkarten auf den Punkt gebracht - Was muss ich mir merken?

Gaming PC mit GrafikkarteEine Grafikkarte oder GPU (Graphical Processing Unit) ist ein Ausgabegerät im PC, welches die von der CPU vorgegebene Grafik berechnet und über einen digitalen Bildanschluss an ein Anzeigegerät wie einen Monitor oder Fernseher ausgibt.

Die beiden größten Grafikkartenhersteller sind Nvidia und AMD. Beide bringen Referenzmodelle auf den Markt, die andere Hersteller dann als “Custom Karten” mit Anpassungen bei Kühlung, Design und im Zuge dessen auch Leistungsoptimierungen durch Übertaktung verkaufen.
Grafikkarten sind hauptsächlich verantwortlich für die Spielefähigkeit eines Computers.

Eine Highend Grafikkarte lohnt sich nur bei 4K-Gaming oder VR

Für eine VR Brille brauchst es eine Highend-GrafikkarteWenn du z.B. eine VR Brille oder Spiele auf einem 4K Monitor in voller Auflösung spielen willst, benötigst du eine entsprechend leistungsfähige GPU. Bedenke jedoch, dass du für das letzte bisschen Leistung verhältnismäßig viel Geld ausgibst. Wenn du nicht unbedingt die neusten Spiele in Ultra HD 4K mit vollen Details spielen willst, ist es besser eine Mittelklasse-GPU zu kaufen und eher in Full HD oder QHD zu zocken.

Bei der Modellauswahl solltest du dich nicht von den vielen Angaben blenden lassen und auf die Modellbezeichnungen vertrauen. In der Regel entsprechen diese der genauen Leistung.

Der Einbau bzw. Wechsel einer Grafikkarte ist weniger kompliziert als du vielleicht denkst. Sie werden immer mit 6, 8 oder 12-poligen Stromanschluss verbunden und auf dem Mainboard in den PCIe-Steckplatz platziert.

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